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Rettung für die norddeutschen Orgeln

20.12.2016 -- Mitarbeiter der Amtlichen Materialprüfungsanstalt (MPA) Bremen und des Arp-Schnitger-Institut für Orgel und Orgelbau (ASIOO) an der Hochschule für Künste Bremen erforschen Ursachen des Verfalls von Orgeln und entwickeln Massnahmen zur Bewahrung der Instrumente.

 

Der Nordwesten Deutschlands bietet die weltweit höchste Dichte an spielbaren historischen Orgelinstrumenten. Sie sind seit einigen Jahren starker Bedrohung ausgesetzt: Korrosion bedroht die Jahrhunderte alten Orgelpfeifen. Bereits 2014 bis 2015 hat Manfred Cordes vom ASIOO zusammen mit Projektleiter und Materialforscher Herbert Juling in einem Pilotprojekt zur Erforschung der historischen Klangkörper wichtige Erkenntnisse über die Korrosionsursachen gewonnen.

 

An zwei Orgeln im Nordwesten Deutschlands wurden exemplarische Untersuchungen an den Metallpfeifen vorgenommen. Die Ergebnisse des ersten Projekts waren bereits eindeutig: Korrosion zerstört die Instrumente von innen und vermindert die Klangfähigkeit.

 

Vorgesehen sind nun Klimamessungen in den Kirchenräumen und Experimente in Simulationskästen unter anderem zur Verminderung der Luftfeuchtigkeit und schädigender Essigsäure. In Zusammenarbeit mit Orgelbauern soll ein Emissionstest entwickeln werden, der zukünftig bei historischen Orgelinstrumenten eingesetzt werden kann. Auch Workshops und Fortbildungsangebote für Orgelbauer sollen angeboten werden. (cf)


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