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«Idomeneo» des Vereins Zuflucht Kultur in Luzern

29.06.2017 -- Der Stuttgarter Verein Zuflucht Kultur hat «den Zweck, Kunst, Kultur und Völkerverständigung zu fördern». «Idomeneo», nach «Così fan tutte» und «Zaide» seine dritte Produktion, ist nun auch in der Schweiz zu sehen – im Rahmen von Lucerne Festival.

 

Der Regisseur Bernd Schmitt hat den Stoff mit heutigen Flüchtlingen auf die Bühne gebracht, die den Gesangssolisten der Oper zur Seite stehen: Sie werden durch neue Monologe ins Geschehen einbezogen, bei denen sie ihre eigenen Geschichten singen, spielen und erzählen können. Idomeneos Rezitative werden auf einem arabischen Instrument begleitet, auf der Kurzhalslaute Oud, und neben dem regulären Chor sorgt ein choreographierter Flüchtlingschor für frische Akzente. 

 

Die Vorgängerprojekte hätten bereits bewiesen, welch emotionale Wucht die Mitwirkung direkt Betroffener entfaltet, schreibt der Verein. Er wolle «Mut machen für das interkulturelle Miteinander». Die Sendung «ZDF Die Anstalt» erhielt für den Auftritt des syrischen Flüchtlingschor des Vereins den Grimmepreis 2015 und den Amnesty Preis für Menschenrechte «für den Moment der Echtheit und Wichtigkeit».

 

Der im Mai 2014 gegründete gemeinnützige Stuttgarter Verein Zuflucht Kultur hat «den Zweck, Kunst, Kultur und Völkerverständigung zu fördern». Die Förderung dient insbesondere der Unterstützung von musikalischen Veranstaltungen, Konzerten, szenischen Aufführungen und Liederabenden. (cf)


Mehr Infos:
www.lucernefestival.ch/de/programm/bandart-orchester-chore-gordan-nikolic-bernd-schmitt/491

 

 


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