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Beethovens «Eroica» als polymediales Ereignis

07.07.2017 -- Theater Marie, Argovia philharmonic, das Institut Innenarchitektur und Szenografie, die Fachhochschule Nordwestschweiz und die B'Bühne Aarau wagen sich an eine polymediale Inszenierung von Beethovens «Eroica». Grundlage ist eine kammermusikalische Neuinterpretation des Werkes durch den Komponisten Bo Wiget.

 

Zusammen mit dem Schweizer Musiker und Theaterschaffenden Bo Wiget, der eine Interpretation des Werkes für ein Ensemble von neun Musikern komponiert, und einer Gruppe von älteren Menschen aus Aarau stellen die Sinfonie «der heroischen Musik heutige Alltagshelden gegenüber», deren Lebenserfahrungen der Ausgangspunkt für die Szenen bildet.

 

In Wigets kammermusikalischer Umsetzung mit Bezügen zu zeitgenössischen Klangwelten bis hin zu volkstümlicher Musik wechseln sich konventionelles Spiel und experimentelle Techniken ab; dabei soll Beethovens Werk in seiner Struktur und in weiten Teilen musikalisch erhalten und erkennbar bleiben.

 

Für die szenische Umsetzung wird eine 20-köpfige Gruppe älterer Menschen als Laien in die Arbeit eingebunden. In Videointerviews werden sie nach ihrem Umgang mit dem gelebten Leben befragt. Andererseits kommt die Menschengruppe auf der Bühne vor. Einer ganz einfachen Bewegungsstruktur folgend, verschieben sich die Menschen im Raum. Die Bewegung fungiert als triumphaler Auftritt und als zweifelnder Rückzug. (cf)


Mehr Infos:
www.argoviaphil.ch/konzerte-und-angebote/eroica-i-alte-reithalle/


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