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Das Pop-Erfolgsrezept: Überraschung gefolgt von Einfachem

24.08.2017 -- Ein Team der amerikanischen Georgetown University hat über fünfhundert Popsongs der Zeit zwischen 1958 und 1991 analysiert und ist dabei auf ein harmonisches Grundprinzip des Erfolgs gestossen.

 

Laut dem Team um den Neurowissenschaftler Norberto Grzywacz sind die Songs am erfolgreichsten, die Strophen in eher komplexe, überraschende Harmoniefolgen verpacken, auf diese aber harmonisch auffällig einfach gestrickte Refrains folgen lassen. Der Schlüssel des Erfolgs seien demnach nicht  möglichst knackige Choruses oder Bridges, sondern das Verhältnis von überraschenden Harmonien im Verse und einfachen Mitsing-Refrains.

 

Was das Team nun interessiert ist, ob es so etwas wie ein harmonisches Gedächtnis gibt, das heisst, ob sich einmal als überraschend wahrgenommene Harmoniefolgen abnutzen und durch neue klangliche «Tricks» ersetzt werden müssen. (cf)  


Originalartikel: Scott A. Miles, David S. Rosen, Norberto M. Grzywacz. A Statistical Analysis of the Relationship between Harmonic Surprise and Preference in Popular Music. Frontiers in Human Neuroscience, 2017; 11 DOI: 10.3389/fnhum.2017.00263


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