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Berner Symposium zu Improvisation und Authentizität

 

18.05.2017 -- Die Begriffe Improvisation und Authentizität werden oft gebraucht, um musikalische Aufführungen zu klassifizieren und zu bewerten. Eine genauere philosophische Reflexion bringt aber Probleme an den Tag. Ein Symposium der HKB und der Uni Bern nimmt sich ihrer an.

 

Der Begriff der Improvisation evoziere die Vorstellung grenzenloser Spontaneität und Freiheit, schreibt die HKB (Hochschule der Künste Bern). Diese würden aber unerreichbar bleiben, denn in der Praxis sei der Rekurs auf bestehende Muster und Regeln unvermeidbar. Was die Authentizität angehe, so könne zwischen einer subjektiven und einer objektiven Spielart unterschieden werden.

 

Erstere ziele darauf, dass die Interpretinnen und Interpreten authentisch sich selbst ausdrückten. Objektive Authentizität strebt hingegen zum wahren Ursprung oder einer vermeintlichen Intention eines musikalischen Werks zurück, um die «Originalfassung» und/oder die hinter ihr liegende Erfahrung zu vergegenwärtigen. In beiden Fällen frage sich aber, inwiefern volle Authentizität realisier- oder überhaupt denkbar sei.

 

Die Konferenz vom 19. und 20. Mai in den Räumen de Universität Bern hat das Ziel, genauer zu verstehen, was Improvisation und Authentizität sein könnten und wie sich ihr Wechselverhältnis beschreiben lässt. Beide Begriffe sollen insbesondere dazu verwendet werden, ein Licht auf den musikalischen Werkbegriff zu werfen. Die Konferenz ist interdisziplinär und bringt Philosophie und Musikwissenschaft ins Gespräch. (cf)


Mehr Infos:
www.philosophie.unibe.ch/news/improvisation2017/index_ger.html


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