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Editorials

Zum Tode Joachim Kaisers

Porträt Wolfgang Böhler13.05.2017 --Mit Joachim Kaiser (den wir sehr geschätzt haben) ist eines der letzten Urgesteine einer ästhetischen Epoche von uns gegangen: Kaiser stand für einen bestimmten Typus des Kritikers: Er hängt die Trauben derart hoch, dass bloss noch eine ganz kleine Elite für sich in Anspruch nehmen darf, Musik wirklich zu verstehen. Kaisers Wirken verstand Musik als Übung, ähnlich des im Geiste verwandten Zen-Buddhismus, der Erleuchtung bloss nach jahrelangen hartnäckigen Exerzitien behauptet. Wie dem Zen-Buddhismus ist dem Verstehen der Musik kaiserschen Prägung ein Ergründen der Welt eigen, das Eingeweihte und Ahnungslose unterscheidet.

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