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Symposium ZwischenZeiten in Oldenburg

13.11.2015 -- Doppeltes Jubiläum: 20 Jahre Archiv für osteuropäische Musik und 10 Jahre ZwischenZeiten Symposien in Oldenburg.

 

Musikwissenschaft anregend und spannend, als Geisteswissenschaft im vielgestaltigen Dialog mit der lebendigen Musik war vier Tage lang seit dem vergangenen Wochenende im Oldenburger Hanse-Wissenschaftskolleg zu erleben. Das von Violeta Dinescu vor 20 Jahren gegründete Archiv für osteuropäische Musik, ausgehend vom Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg war nicht allein als Sammelstelle von Partituren, Büchern und allerlei Dokumenten gedacht, sondern als Grundlage für ständig neu zu entdeckenden Quellen der Forschung.

 

Daraus entwickelte sich seit 2006 die Reihe der ZwischenZeiten Symposien, die entweder um das Schaffen von Komponisten wie beispielsweise George Enescu, Paul Constantinescu, Béla Bartók oder Stefan Niculescu kreisen, oder kulturhistorische Wurzeln osteuropäischer Musik untersuchen sowie interkulturelle Bezüge zwischen der ost- und westeuropäischen Musik.

 

Ison und andere Formen der Mehrstimmigkeit in der rumänischen Musik des 20. Und 21. Jahrhunderts war in diesem Jahr das Thema, das mit einer Buchpräsentation eingeleitet wurde, einem Vortrag des Philosophen Michael Sukale und einem Konzert des ausgezeichneten Trio Contraste mit einer Reihe von Uraufführungen auf dem Programm.

 

In den folgenden Tagen referierte unter anderem Laura Manolache, Martin Kowalewski, Ana Szilagyi, Adalbert Grote, Michael Heinemann, Corneliu Dan Georgescu, Eva-Maria Houben und Monika Jäger über das gegebene Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Zu den Diskussionen beteiligten sich unter anderem auch die Philosophen Michael Sukale und Silke Wulf sowie der Neurologe Heinz-Joachim Meencke.

 

Das von Violeta Dinescu und Roberto Reale organisierte Symposium wurde festlich beendet, mit einem Konzert der Pianistin Raluca Stirbat mit Werken von George Enescu, darunter der noch im Manuskript befindliche Sonatensatz fis-Moll (1912) als europäische Erstaufführung, dem ein ausführliches Gespräch der Künstlerin mit der Musikwissenschaftlerin Kadja Grönke voraus ging. Ana Popescu von Bülow*

 

*Ana Popescu von Bülow ist freie Korrepsondentin. Sie war am Symposium auch Referentin.

 

 

 


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