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Liaisons, Re-Imagining Sondheim from the Piano

Cover CD14.10.2015 – Man hört sogleich Frank Sinatras Stimme, wenn von Stephen Sondheims Welthit «Send in the Clowns» die Rede ist. Er hat ihn 1973 aufgenommen und dem Komponisten damit einen festen Platz in der ewigen Bestenliste der Jazzstandards gesichert. Aufgenommen haben das Lied in der Folge so unterschiedliche Künstler wie die Diven Sarah Vaughan, Barbra Streisand und Cher, die singenden Schaupielerinnen Judi Dench und Glenn Close, der Crooner Ray Conniff und sogar Klassikstars wie Bryn Terfel und Plácido Domingo. Sondheims Musik gibt aber auch sonst einiges her. Der Komponist ist durch und durch Theatermann, entsprechend farbig, frech und emotional vielschichtig sind seine Werke.

 

Cover CD14.10.2015 – Man hört sogleich Frank Sinatras Stimme, wenn von Stephen Sondheims Welthit «Send in the Clowns» die Rede ist. Er hat ihn 1973 aufgenommen und dem Komponisten damit einen festen Platz in der ewigen Bestenliste der Jazzstandards gesichert. Aufgenommen haben das Lied in der Folge so unterschiedliche Künstler wie die Diven Sarah Vaughan, Barbra Streisand und Cher, die singenden Schaupielerinnen Judi Dench und Glenn Close, der Crooner Ray Conniff und sogar Klassikstars wie Bryn Terfel und Plácido Domingo. Sondheims Musik gibt aber auch sonst einiges her. Der Komponist ist durch und durch Theatermann, entsprechend farbig, frech und emotional vielschichtig sind seine Werke.

 

Den Pianisten Anthony de Mare hat dies auf die Idee gebracht, nicht bloss die Sänger zu zahllosen und unterschiedlichsten Interpretationen zu animieren, wie dies im Falle eines Jazzstandards üblich ist, sondern auch Komponisten. Die Tripel-CD vereint 37 solcher Fantasien über Sondheim-Titel so verschiedener Tonschöpfer wie Steve Reich, Fred Hersch, Frederic Rzewski, Wynton Marsalis, Mark-Anthony Turnage und Tania León.

 

Sondheim, der das Projekt eng begleitet hat, erklärt im Booklet, dass jede der Auseinandersetzungen mit seinen Liedern ihn überrascht habe und Wege gingen, die er selber nie beschritten hätte. Es habe ihm aber grossen Spass gemacht, zu sehen, welche Elemente eines Werkes die Neuschöpfungen aufgriffen und wie weit sie diese weitergesponnen hätten.

 

Anthony de Mare ist als Interpret zeitgenössischer Musik reich dekoriert. Er unterrichtet zur Zeit an der Manhattan School of Music und an der New York University und konzertiert vornehmlich in den USA. Den Sondheim-Zyklus hat er in den vergangengen Jahren in Nordamerika konzertant vorgestellt. Dank der Aufnahme ins Programm der ECM New Series dürfte er auch in Europa bekannter werden. Ähnlich wie Hilary Hahns Encore-Kommissionen sind die einzelnen Werke von einer Vielzahl von Auftraggebern ermöglicht worden, die im «The Liaisons Project» zusammengefasst sind. (wb)

  
Info:
Liaisons, Re-Imagining Sondheim from the Piano, Anthony de Mare, ECM New Series 2470-72.
Webseite des Projekts: www.liaisonsproject.com


     

 

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