{"id":102,"date":"2014-01-09T13:02:27","date_gmt":"2014-01-09T13:02:27","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/la-musique-populaire-en-suisse-romande\/"},"modified":"2014-01-09T13:02:27","modified_gmt":"2014-01-09T13:02:27","slug":"la-musique-populaire-en-suisse-romande","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/la-musique-populaire-en-suisse-romande\/","title":{"rendered":"La musique populaire en Suisse romande"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2013\/130708romandie.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><em>05.07.2013 &#8212;<\/em> Nun gehen in der Deutschschweiz die Diskussionen um den Lehrplan 21 los. Eine Kernfrage: Wieviele Fremdsprachen sollen an der Volksschule unterrichtet werden, und falls es bloss eine w\u00e4re, m\u00fcsste der Franz\u00f6sischunterricht dann hinter dem Erwerb des Englischen zur\u00fcckstehen? Die Auseinandersetzungen widerspiegeln die Spannungsfelder, in denen die Schweiz operieren muss, zwischen nationaler Koh\u00e4sion (via Kenntnis der Landessprachen) und globaler Wettbewerbsf\u00e4higkeit (mit Englisch als Voraussetzung).<\/p>\n<p> So oder so: F\u00fcr Welsche d\u00fcrfte es immer weniger selbstverst\u00e4ndlich werden, Deutsch zu lernen, um der nationalen Koh\u00e4sion Gen\u00fcge zu tun; dito f\u00fcr die Deutschschweizer: Franz\u00f6sisch ist heute weitaus weniger sexy f\u00fcr den Nachwuchs, als es dies im 20. Jahrhundert noch war. Franz\u00f6sische Kultur als Sehnsuchtsort f\u00fcr Kultiviertheit, Weltl\u00e4ufigkeit, Lebensart und Glamour hat an Anziehungskraft verloren. <\/p>\n<p> Damit wird die Musik als Mittel der regionalen Verst\u00e4ndigung und des Austausches einen immer h\u00f6heren Stellenwert erhalten. In dieser Hinsicht muss man voneinander zuerst \u00fcberhaupt mal Kenntnis nehmen. Schon nur die Einsicht, dass \u00abVolksmusik\u00bb in der Deutschschweiz anderes abdeckt, als \u00abMusique Populaire\u00bb in der Romandie, ist erhellend. Auf der Kompilation, die Musiques Suisses, das Label des Migros-Kulturprozents pr\u00e4sentiert, zeigt sich die Spannweite, die von Einfl\u00fcssen aus dem franz\u00f6sischen Umland \u00fcber die spezielle Rolle des Akkordeons, das hochstehende Chorwesen \u2012 es ist vermutlich lebendiger und vitaler als in der Deutschschweiz \u2012 bis zu den Harmoniemusiken reicht. <\/p>\n<p> Die CD erm\u00f6glicht Begegnungen mit Forschern und Experimentatoren wie Musica Dinche, die sich der traditionellen Musik der frankoprovenzialischen Alpen verschrieben hat, oder dem Duo Pellaux, das an jurassische Traditionen ankn\u00fcpft. Etliche der vertretenen Ensembles entwickeln aber auch eine ehrgeizige internationale T\u00e4tigkeit, etwa das Ensemble Ambitus, das an der Weltmeisterschaft der Brass Bands im holl\u00e4ndischen Kerkrade teilnimmt, oder der Choeur du Coll\u00e8ge St-Michel, der sich zeitgen\u00f6ssischer Volksmusik ebenso widmet wie der Teilnahme an internationalen Wettbewerben. <\/p>\n<p> Andere wiederum machen es sich gerne zum Ziel, das heutige Repertoire mit eigenen Kreationen und Kompositionsauftr\u00e4gen zu erweitern, Chanson de Fribourg etwa, das Werke seines Leiters Pierre Huwiler aus der Taufe hebt, oder die Musikgesellschaft L\u2019appel du Manoir, die eine Eigenkomposition seines Dirigenten Etienne Crausaz pr\u00e4sentiert. Das Octuor Vocal de Sion singt heute gar nur noch speziell f\u00fcr es komponierte oder adaptierte St\u00fccke von Komponisten aus dem Wallis oder anderen Regionen der Schweiz. <\/p>\n<p> Die CD erm\u00f6glicht Deutschschweizer Interessenten eine F\u00fclle an Entdeckungen. Und wer weiss: Vielleicht motiviert sie den einen oder die andere auch wieder dazu, das Schulfranz\u00f6sisch wieder etwas aufzubessern. <em>(wb)<\/em> <\/p>\n<p> <span style=\"font-size: x-small;\"><em><span class=\"txt-s-black\">La musique populaire en Suisse romande. Musiques Suisses, MGB-NV 25.<\/span> <\/em><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>05.07.2013 &#8212; Nun gehen in der Deutschschweiz die Diskussionen um den Lehrplan 21 los. 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