{"id":1056,"date":"2014-01-13T10:57:01","date_gmt":"2014-01-13T10:57:01","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/kreisleriana-2010-reverenz-an-schumann\/"},"modified":"2014-01-13T10:57:01","modified_gmt":"2014-01-13T10:57:01","slug":"kreisleriana-2010-reverenz-an-schumann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/kreisleriana-2010-reverenz-an-schumann\/","title":{"rendered":"\u00abKreisleriana 2010\u00bb &#8211; Reverenz an Schumann"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2010\/100517kessel.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>20.06.2010 &#8212; Die deutsche Pianistin Susanne Kessel pr\u00e4sentiert einen der originelleren Beitr\u00e4ge zum Schumann-Jahr. Sie hat ein Dutzend Komponisten unterschiedlicher Nationalit\u00e4t damit beauftragt, ein Klavierwerk zu schreiben, das sich auf Werke des Jubilaren beziehen. Die zwischen knapp zwei und gut zehn Minuten langen Pi\u00e8cen bilden eine Art Poesiealbum, acht davon einen Zyklus als Reverenz an Schumanns Kreisleriana, die ja selber wiederum eine Verneigung vor einer literarischen Figur des romantischen Dichters E.T.A. Hoffmanns ist. Vier sind Einzelwerke. Die kompositorischen Mittel reichen von einer s\u00fcffigen, melodi\u00f6sen Milonga (einer Verarbeitung von \u00abKind zum Einschlummern\u00bb des Max-Raabe-Pianisten Christoph Israel) bis zu elektroakustischen Collagen (eine \u00abFantaisie Electroacoustique\u00bb von Kessels Duo-Partner Leon Milo).<\/p>\n<p> Weitere Beitr\u00e4ge stammen von Michael Denhoff, Sascha Dragicevic, Ivan Sokolov, Alex Shapiro, Moritz Eggert, Alvin Lucier, Manfred Niehaus, Ulrike Haage, Mike Lang und Torben Maiwal. <\/p>\n<p> Welchen inneren Zusammenhang die \u00abKreisleriana 2010\u00bb mit Schumanns originalem Zyklus hat, erschliesst sich nicht so ohne weiteres. Genauere Angaben dazu finden sich in den Texten zur CD nicht. Die Beitr\u00e4ge sind auch recht heterogen. Bloss als zuf\u00e4llige und gut gelabelte Aneinanderreihung darf man sie allerdings kaum betrachten. Dass der Pianistin das Werk Schumanns besonders am Herzen liegt und sie immer wieder herausfordert, hat sie vor vier Jahren bereits mit einer CD zum 150. Todestag des Komponisten unter Beweis gestellt. <\/p>\n<p> Auf der Silberscheibe von 2006 hat sie sich eingehend und auf originelle Art mit der Schizophrenie Schumanns auseinandergesetzt. Vom amerikanischen Minimal-Music-Komponisten Alvin Lucier, der auch zur \u00abKreisleriana 2010\u00bb ein St\u00fcck beigesteuert hat, findet sich da eine in Schumanns Sterbezimmer aufgenommene Textmontage, die immer mehr in Rauschen \u00fcbergeht. John Cages Tacet in \u00ab4\u203233\u201d\u00bb macht das Sterbezimmer selber zum Instrument, und auch mit in Klang umgewandelten Hirnstr\u00f6men, die w\u00e4hrend eines Epilepsie-Anfalls aufgezeichnet worden sind, arbeitet Susanne Kessel da.<\/p>\n<p> Die in Bonn aufgewachsene Musikerin bewegt sich als K\u00fcnstlerin mit Profil undogmatisch zwischen Tradition, Film- und Rundfunk und Neuer Musik und ist auch in Filmproduktionen selber aktiv. F\u00fcr den Kinofilm \u00abBlueprint\u00bb, die Geschichte einer weltber\u00fchmten Pianistin, die sich klonen l\u00e4sst, doubelte sie etwa die Schauspielerin Franka Potente, und f\u00fcr eine deutsch-britisch-niederl\u00e4ndische Produktion, die Geschichte einer j\u00fcdischen S\u00e4ngerin im Zweiten Weltkrieg (Paul Verhoevens \u00abBlack Book\u00bb), amtete sie als Klavier-Supervisorin. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">An Robert Schumann. Kommentare zeitgen\u00f6ssischer Komponisten zu Werken Robert Schumanns. Susanne Kessel (Klavier), Obst Music P330.30, Bezugsnachweis: <a href=\"http:\/\/www.susanne-kessel.de\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> www.susanne-kessel.de <\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20.06.2010 &#8212; Die deutsche Pianistin Susanne Kessel pr\u00e4sentiert einen der originelleren Beitr\u00e4ge zum Schumann-Jahr. 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