{"id":1067,"date":"2014-01-13T11:02:09","date_gmt":"2014-01-13T11:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/william-schuman-the-symphonies\/"},"modified":"2014-01-13T11:02:09","modified_gmt":"2014-01-13T11:02:09","slug":"william-schuman-the-symphonies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/william-schuman-the-symphonies\/","title":{"rendered":"William Schuman: The Symphonies"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2010\/schum101010.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>15.10.2010 &#8212; In der Musikgeschichte der USA ist er eine ruhmreiche Gr\u00f6sse \u2013 in Europa kennt man kaum seinen Namen. William Schuman, 1910 in New York geboren, dort 1992 gestorben, wirkte massgebend in wichtigen Positionen des Kulturlebens und als Komponist mit hohem Ansehen. Anl\u00e4sslich seines 100. Geburtstags hat das Label Naxos den Kernbestand dieses bedeutenden US-amerikanischen Sinfonikers des 20. Jahrhunderts auf f\u00fcnf CDs publiziert. <\/p>\n<p> In Jugendjahren gr\u00fcndete Schuman eine Jazzband, in der er Violine, Banjo und weitere selbst erlernte Instrumente spielte, komponierte St\u00fccke popul\u00e4ren Charakters und Songs und Ch\u00f6re f\u00fcr Cabaret und Vari\u00e9t\u00e9. Nach dem Erlebnis eines Konzerts unter Toscanini verliess er die School of Commerce, um Musik, \u00abklassische\u00bb Musik, zu studieren, Harmonielehre und Kontrapunkt, Komposition dann bei Roy Harris. <\/p>\n<p> Die Verleihung des 1. Pulitzer-Preises f\u00fcr Musik (ausgezeichnet wurde Schuman 1943 f\u00fcr die Kantate \u00abA Free Song\u00bb) er\u00f6ffnete ihm eine steile Karriere. Trotz der Belastung als Publikationsdirektor des Schirmer-Verlags, als Pr\u00e4sident der Juilliard School of Music (an der er das Juilliard-Streichquartett ins Leben rief), als Pr\u00e4sident des Lincoln Center for Performing Arts (1962\u20131969), als Jurymitglied, Reformer der Musikerziehung und Dozent schuf er ein qualit\u00e4tvolles vielseitiges \u0152uvre. Zu seinen fr\u00fchen Mentoren geh\u00f6rt der Dirigent Sergej Kussewitzky. <\/p>\n<p> Schuman z\u00e4hlt zu den Klassikern der amerikanischen Musik \u2013 ein Jahrg\u00e4nger ist Samuel Barber, Zeitgenossen sind Leroy Anderson, Milton Babbitt, Elliott Carter, Aaron Copland, Roy Harris, Roger Sessions. Nichts verbindet Schumans Traditionsverhaftung mit dem revolution\u00e4ren Gedankengut der 1912 geborenen John Cage und Conlon Nancarrow. <\/p>\n<p> Als Elemente in Schumans Orchesterkompositionen wirken tonale Bindung mit bedachtsamen Erweiterungen, ausgepr\u00e4gt vitale rhythmische Faktur, breitgespannte Melodieb\u00f6gen, kontrapunktische Verdichtungen und vehement ausgreifender Elan. In vielen Werken verschmelzen barocke (die 3. Sinfonie besteht aus den S\u00e4tzen Passacaglia und Fuge, Choral und Toccata) und sp\u00e4tromantisch-europ\u00e4ische Einfl\u00fcsse mit Charakteristiken des Jazz und der Popul\u00e4rmusik. Der h\u00e4ufige, oft solistische Einsatz der Perkussionsgruppe ist ein Merkmal von Schumans ausgekl\u00fcgelter Instrumentationskunst, mit der er die Klangfarben der einzelnen Register gegeneinander absetzt oder erfindungsreich und originell mischt. <\/p>\n<p> Dass Gerard Schwarz, einer der profilierten amerikanischen Dirigenten, mit dem Schaffen William Schumans und mit dem engagiert und klang\u00fcppig gestaltenden Seattle Symphony Orchestra, dem er seit 25 Jahren vorsteht, eng vertraut ist, beweisen die zwischen 2004 und 2010 realisierten, auf f\u00fcnf CDs im Set edierten Einspielungen. <\/p>\n<p> Sie enthalten die Sinfonien 3 bis 10, entstanden zwischen 1941 und 1976 (die Sinfonien 1 und 2 aus den Dreissigerjahren hat der Autor zur\u00fcckgezogen), sowie sieben weitere Orchesterwerke: zwei Ballettmusiken f\u00fcr Martha Graham, \u00abNight Journey\u00bb (1947) und \u00abJudith\u00bb (1949), dann Prayer in a Time of War, Orchestra Song, Circus Overture und die beiden popul\u00e4ren &#8211; und entsprechend am h\u00e4ufigsten eingespielten &#8211; Kompositionen Schumans, das New England Triptych (1956) und die von Schuman instrumentierten Variations on \u00abAmerica\u00bb von Charles Ives (1891\/1964). <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">William Schuman: The Symphonies and selected Orchestral Works. \u2013 Sinfonien 3 bis 10. \u2013 Orchestra Song. Circus Overture. Judith (Choreographic Poem). Prayer in a Time of War. Three England Triptych after William Billings. Night Journey. Variations on \u00abAmerica\u00bb by Charles Ives, arr. Schuman. \u2013 Seattle Symphony. Leitung: Gerard Schwarz. (Naxos 8.505228, American Classics Series; 5 CD Boxed Set)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15.10.2010 &#8212; In der Musikgeschichte der USA ist er eine ruhmreiche Gr\u00f6sse \u2013 in Europa kennt man kaum seinen Namen.&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-1067","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tontraeger-besprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1067"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1067\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}