{"id":1092,"date":"2014-01-13T11:23:33","date_gmt":"2014-01-13T11:23:33","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/great-cathedral-organs\/"},"modified":"2014-01-13T11:23:33","modified_gmt":"2014-01-13T11:23:33","slug":"great-cathedral-organs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/great-cathedral-organs\/","title":{"rendered":"Great Cathedral Organs"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2011\/great7112.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>08.01.2012 &#8212; 1964 startete EMI Records eine in verschiedener Hinsicht magistrale Unternehmung: The Great Cathedral Organ Series. 1971 war die Reihe mit der 19. Langspielplatte abgeschlossen. Nun liegt die Serie in einer Box mit 13 CDs wieder vor. <\/p>\n<p> Produzent Brian B. Culverhouse, selber Organist, realisierte in sieben Jahren eine repr\u00e4sentative Bestandesaufnahme der englischen Orgellandschaft. Drei Aspekte pr\u00e4gen die Reihe: Instrument, Interpret, Repertoire. Herausragende Organisten Grossbritanniens spielten auf bedeutenden Kathedralorgeln Werke vom Barock bis zur Moderne der Sechzigerjahre, darunter eine grosse Zahl von Kompositionen englischer Meister. Am Spieltisch sassen in der Regel die Titularorganisten, die mit den M\u00f6glichkeiten ihres Instruments und der Raumakustik seit Jahren, Jahrzehnten gar, vertraut waren und ihr k\u00fcnstlerisches Profil, ihre Eigenschaften und Vorlieben zu optimaler Wirkung bringen konnten. <\/p>\n<p> Die 19 Orgeln, allesamt von gewaltigen Ausmassen (der Orgelbau auf der Insel folgte einer eigenen, vom Kontinent bis in die zweite H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts weitgehend unabh\u00e4ngigen Konzeption und Entwicklung), erklingen hier in erster Linie in ihrer Funktion als Konzertinstrument, deren dynamische Opulenz und die Resonanzvolumen der Kathedralen das Aufnahmeteam mehr als einmal zum Bew\u00e4ltigen erheblicher Probleme herausforderte. <\/p>\n<p> Das \u00e4lteste Instrument \u2013 aus der Werkstatt des legend\u00e4ren Father Willis \u2013 wurde 1872 in St Paul\u2019s eingeweiht; die j\u00fcngsten Orgeln stammen aus Llandaff (1958) und Coventry (1962). Alle Werke wurden nach den Einspielungen renoviert, umgebaut, erweitert oder ganz ersetzt, sodass die Great Cathedral Organ Series zum wertvollen historischen Dokument geworden ist. <\/p>\n<p> Unter den Organisten finden sich klangvolle Namen, beispielsweise Heathcote Statham, Allan Wicks, Fernando Germani, Douglas Guest, Herbert Sumsion, David Lepine, Herrick Bunney, Philip Marshall, Brian Runnett. Aufgrund der Idee, jedes Instrument in facettenreichen Aspekten vorzustellen, und nicht zuletzt durch die zeitliche Beschr\u00e4nkung der Langspielplatte w\u00e4hlten alle Interpreten neben einigen Hauptwerken St\u00fccke mit k\u00fcrzerer Auff\u00fchrungsdauer in attraktiver Umsetzung (besonders interessant: die f\u00fcr britische Orgeln charakteristischen Tubas). Nicht immer entsprechen die stilistischen Interpretationen den Vorstellungen, wie sie Kennern auf dem Kontinent von franz\u00f6sischer oder deutscher Orgelmusik vorschweben; da r\u00fcckt dann der Charakter des Instruments an die beherrschende Stelle. <\/p>\n<p> Unter den gewichtigen Kompositionen finden sich beispielsweise Elgars Sonata op. 28, Brittens Prelude and Fugue on a Theme of Vittoria, Vaughan Williams\u2019 Three Preludes Founded on Welsh Hymn Tunes, William Mathias\u2019 Variations on a Hymn Tune, Allan Ridouts The Seven Last Words, Joseph Jongens Sonata eroica op. 94, Nielsens Commotio op. 58, die Sonate c-Moll \u00fcber den 94. Psalm von Julius Reubke, Francks Grande Pi\u00e8ce symphonique op. 17, Mozarts f-Moll-Fantasie, die sechs Sonaten Mendelssohns (von der 4. nur der Kopfsatz), Liszts Pr\u00e4ludium und Fuge \u00fcber Bach, Rheinbergers Finalsatz der 8. Sonate, Regers Fantasie und Fuge \u00fcber \u00abHalleluja! Gott zu loben\u00bb und die Fantasie \u00fcber \u00abStraf\u2019 mich nicht in deinem Zorn\u00bb, die Hommage an H\u00e4ndel von Karg-Elert und Sch\u00f6nbergs Variations on a Recitative op. 40. <\/p>\n<p> Nicht \u00fcbergangen sind Orgelmeister wie Bach, Buxtehude, Pachelbel, Brahms, Vierne, Langlais, Messiaen, Jehan Alain, Dupr\u00e9, Peeters. Beigef\u00fcgt wurden Bonus-Tracks mit den Interpreten Herbert Sumsion (Gloucester Cathedral), Fernando Germani (Selby Abbey, deren Instrument \u2013 gleich jenem der Peterborough Cathedral \u2013 in der Serie nicht ber\u00fccksichtigt werden konnte), Brian Runnett (Norwich Cathedral) und Simon Preston (Westminster Abbey). <\/p>\n<p> Die vielf\u00e4ltigen Inhalte sind gut erschlossen: Auf der beiliegenden CD-Rom (anstelle eines Booklets) finden sich pdf-Dateien (ausgedruckt \u00fcber 30 A4-Seiten) mit aktuellen Beitr\u00e4gen des Produzenten Brian B. Culverhouse und des Konzertorganisten Graham Barber. Aufstellungen dokumentieren Komponisten und Werke der einzelnen CDs, die Orgeln und deren Erbauer, die Aufnahmejahre und die Interpreten. Faksimiles der LP-H\u00fcllen enthalten die Eckdaten und die Dispositionen der Orgeln, 13 davon mit Fotos der Spielanlage. \u2013 Die gr\u00f6sste der Orgeln dieser Box: Das 1926 eingeweihte Henry-Willis-Instrument der Liverpooler Kathedrale umfasst 145 klingende Register auf 5 Manualen und Pedal (dieses mit 35 Registern, darunter nicht weniger als f\u00fcnf 32-Fuss-Pfeifen). Farbbilder der Kathedralen finden sich auf den CD-H\u00fcllen. <\/p>\n<p> The Great Cathedral Organs Series schrieb Aufnahme- und Interpretationsgeschichte und stiess auf enormen Widerhall. Bald waren die LPs nicht mehr erh\u00e4ltlich. Nach langer Zeit und dank der CD erh\u00e4lt nun auch eine j\u00fcngere Generation Interessierter Zugang zu diesem Meilenstein der Orgel und des Orgelspiels in Grossbritannien. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Great Cathedral Organs. Die komplette, in den Sechzigerjahren realisierte Serie (EMI Classics 85295 2; 13 stereo-CDs plus CD-Rom; Wiedergabedauer knapp 16 Stunden) <\/p>\n<p> Liverpool Cathedral (Organist: Noel Rawsthorne), York Minster (Francis Jackson), Westminster Abbey (Douglas Guest; Simon Preston), Gloucester (Herbert Sumsion), Coventry (David Lepine), Exeter (Lionel Dakers), St Giles\u2019 (Herrick Bunney), Llandaff (Robert Joyce), Durham (Conrad Eden), Hereford (Melville Cook), Salisbury (Christopher Dearnley), Norwich (Heathcote Statham), Ely (Arthur Wills), Worcester (Christopher Robinson), Westminster Cathedral (Nicolas Kynaston), Canterbury (Allan Wicks), St Paul\u2019s (Christopher Dearnley), Lincoln (Philip Marshall), Chester (Roger Fisher). <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>08.01.2012 &#8212; 1964 startete EMI Records eine in verschiedener Hinsicht magistrale Unternehmung: The Great Cathedral Organ Series. 1971 war die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-1092","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tontraeger-besprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1092"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1092\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}