{"id":1102,"date":"2014-01-13T11:28:41","date_gmt":"2014-01-13T11:28:41","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/orgues-historiques-de-france-vol-9-11\/"},"modified":"2014-01-13T11:28:41","modified_gmt":"2014-01-13T11:28:41","slug":"orgues-historiques-de-france-vol-9-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/orgues-historiques-de-france-vol-9-11\/","title":{"rendered":"Orgues historiques de France Vol. 9\u201311"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2012\/org11.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>05.11.2012 &#8212; In St\u00e4dten und D\u00f6rfern Europas w\u00fctete im 16. Jahrhundert als Folge der Reformation der Bildersturm: Neben Gem\u00e4lden, Skulpturen an Fassaden und im Innern, Glasmalerei-Fenstern und Messutensilien in Kathedralen, Kirchen und Kl\u00f6stern fielen der Zerst\u00f6rung auch viele Orgeln zum Opfer. <\/p>\n<p> Besondere Verheerungen richteten in einer zweiten Welle neben den Z\u00fcrcher Zwinglianern die Genfer Calvinisten an, vor allem auch in Frankreich und in den Niederlanden. Zwischen 1550 und 1630 wurden in Frankreich \u00fcber 20&#8217;000 Gottesh\u00e4user gepl\u00fcndert, abgerissen oder in Brand gesetzt. Ein immenser Verlust von Kulturgut. <\/p>\n<p> Die Franz\u00f6sische Revolution entfachte in den 90-er Jahren des 18. Jahrhunderts dann Vernichtungsst\u00fcrme, die sich gegen alle Zeugnisse des Ancien R\u00e9gime, darunter Schl\u00f6sser und Landsitze, richtete, aber auch der Religion dienende Bauten nicht verschonten. <\/p>\n<p> Gl\u00fccklichen Umst\u00e4nden und beherzten Einwohnern (die beispielsweise die Pfeifen abmontierten und in Schobern und auf Dachb\u00f6den versteckten) ist es zu verdanken, dass manche Orgeln in franz\u00f6sischen Landen der Vernichtung entgangen sind. Auch wenn im Lauf der Zeit und des sich \u00e4ndernden Geschmacks Modernisierungen in ihren Charakter eingegriffen haben, konnten doch etliche dieser grossen Instrumente in j\u00fcngeren Jahren durch historisch fundierte, umsichtig vorgenommene Restaurierungen wieder ihrem urspr\u00fcnglichen Zustand angen\u00e4hert werden. <\/p>\n<p> Wohl kein Organist ausserhalb Frankreichs kennt die franz\u00f6sische Orgellandschaft besser als der Schweizer Albert Bolliger. Davon zeugt seine CD-Serie \u00abOrgues historiques de France\u00bb, deren elftes Album soeben erschienen ist. Die intensive Auseinandersetzung des Musikers und Publizisten schl\u00e4gt sich einerseits nieder in inhaltlich ergiebigen, farbig illustrierten Booklets (dt., frz., engl.) mit relevanten Fakten zur Kathedrale bzw. Kirche und zur Geschichte ihrer Orgel, deren Erbauer und Restauratoren sowie zu den eingespielten Werken und ihren Komponisten. Die Aufstellungen der Instrumenten-Disposition samt der detaillierten Registrationen tragen zum genauen Hinh\u00f6ren bei. <\/p>\n<p> Andrerseits: Hand in Hand mit seinen Orgelkentnissen geht Bolligers Vertrautheit mit der stilistisch ad\u00e4quaten Literatur von Komponisten des 16. bis 18. Jahrhunderts mit dem Zentrum im \u00abGrand Si\u00e8cle\u00bb, der Herrschaftszeit des Sonnenk\u00f6nigs Louis XIV (1643\u20131715). Als Interpret beweist Bolliger subtiles Empfinden f\u00fcr die Leuchtkraft der Klangfarben, f\u00fcr die Transparenz des Satzes, die aparte Kombination der Register und die expressive Artikulation. Dabei bew\u00e4ltigt er auch von Instrument zu Instrument wechselnde handwerkliche Anforderungen mit Bravour (Trakturen, Tasten, Pedal, Wind, Akustik\u2026).<\/p>\n<p> Die Qualit\u00e4ten der historischen Orgeln mit ihren prunkvollen Prospekten \u2013 Caudebec-en-Caux 1542\/1739 (Vol. 9), Saint-Pons de Thomi\u00e8res 1771 (Vol. 10), Saint-Guilhem-le-D\u00e9sert 1782 (Vol. 11) \u2013 entfaltet Albert Bolliger Werk f\u00fcr Werk mit Sensibilit\u00e4t, Kraft und Go\u00fbt und macht den H\u00f6rer vertraut mit vielen im deutschsprachigen Raum nur Spezialisten bekannten Meistern, sakralen und profanen Kompositionen. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Orgues historiques de France. Vol. 9. Albert Bolliger an der Orgel der Kirche Notre-Dame von Caudebec-en-Caux. (Sinus SACD 3009; 58\u2019) <br \/> Orgues historiques de France. Vol. 10. Albert Bolliger an der Orgel der Kathedrale von Saint-Pons de Thomi\u00e8res. (Sinus SACD 3010; 61\u2019) <br \/> Orgues historiques de France. Vol. 11. Albert Bolliger an der Orgel der Abteikirche von Saint-Guilhem-le-D\u00e9sert. (Sinus SACD 3010; 61\u2019) <br \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>05.11.2012 &#8212; In St\u00e4dten und D\u00f6rfern Europas w\u00fctete im 16. 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