{"id":112,"date":"2014-01-09T13:11:44","date_gmt":"2014-01-09T13:11:44","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/rund-um-neujahr-in-dresden-und-wien\/"},"modified":"2014-01-09T13:11:44","modified_gmt":"2014-01-09T13:11:44","slug":"rund-um-neujahr-in-dresden-und-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/rund-um-neujahr-in-dresden-und-wien\/","title":{"rendered":"Rund um Neujahr in Dresden und Wien"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2013\/130118blech.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><em>18.01.2013 &#8212;<\/em> Wir tun mal etwas f\u00fcr die Freunde der gehobenen Blasmusik. Das trifft sich gut, da kann man n\u00e4mlich auch gleich Alternativen zur offiziellen CD des offiziellen Neujahrskonzert der allerbesten Wiener Philharmoniker mit dem \u2013 tja, wie soll man nun ihn charakterisieren? \u2013 Dirigenten Franz Welser-M\u00f6st anbieten. Wenn man so in den Onlineforen rumsurft, scheint klar, dass nicht alle mit dem eher distanzierten und eher gequ\u00e4lt humorvollen Dirigenten des Jahresanfangs gl\u00fccklich sind. Zu den ganz grossen Sternstunden des gr\u00f6ssten Klassikanlasses aller Zeiten \u2013 aktuell mal wieder unter Nazi-N\u00e4he-Verdacht \u2013 wird die Ausgabe 2013 trotz Verdi und Wagner als Deb\u00fctanten also kaum z\u00e4hlen. <\/p>\n<p> Da gab\u2019s in der Ausstrahlung aus Wien aber eben auch den Hinweis auf viel Blech, pardon \u00abPhilBlech\u00bb, eine Blasmusikformation, die sich folgendermassen selber beschreibt: Ihre Mitglieder sind auch solche der Wiener Philharmoniker beziehungsweise der Staatsoper, oder sie sind von Angeh\u00f6rigen des Orchesters ausgebildet worden und \u00abrepr\u00e4sentieren somit sowohl die philharmonische Blechblas- und Schlagwerktradition, die sich durch weichen, obertonreichen Klang auszeichnet, als auch den charakteristischen Musizierstil, der aufgrund der Opernt\u00e4tigkeit nicht zuletzt von der permanenten Konfrontation mit der vox humana gepr\u00e4gt ist\u00bb. <\/p>\n<p> Wiener Bl\u00e4serklang, das ist ja so eine Sache. An Bearbeitungen, etwa der \u00abZauberfl\u00f6te\u00bb-Ouvert\u00fcre oder Auschnitten aus Mahler- und Bruckner-Sinfonien oder Wagner-Musikdramen l\u00e4sst es sich \u00fcberpr\u00fcfen. In der Pause der \u00dcbertragung des Neujahrskonzertes aus Wien hat\u2019s eine Dokumentation zur Entstehung der vorliegenden CD gegeben. Wer also mit Welser-M\u00f6st und Wiener Streicherschmalz nicht so recht warm wird, dem dienen hier sozusagen die apokryphen Aufnahmen mit dem wahren Wiener Klang zum Megaanlass. <\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2013\/130118dresden.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>Etwas weniger im Fokus der Welt\u00f6ffentlichkeit als das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker aber nicht minder hochkar\u00e4tig ist das Neujahrskonzert der Staatskapelle Dresden, die alle Jahre wieder in Erinnerung ruft, dass die ostdeutsche Metropole ein Gravitationszentrum der Operettenkunst ist. Statt ORF- wird da ZDF-Kultur zelebriert. Die fidele Kapelle begleitet die Sopranistin Ingeborg Sch\u00f6pf (v\u00f6lkerverbindend aus der Steiermark) und den Tenor Piotr Beczala, der auch mit Z\u00fcrich eng verbunden ist. Sch\u00f6pf ist kurzfristig f\u00fcr Diana Damrau eingesprungen, die kurz vor dem Auftritt erkrankt ist. Wahrlich ein w\u00fcrdiger Ersatz.<\/p>\n<p> Ein Operettenkonzert ohne Gesangssolisten ist undenkbar. In Dresden ist der Anlass auch ohne den Dirigenten Christian Thielemann undenkbar. Aus seiner Teilnahme konstruiert das Booklet nach der vierten (!) Durchf\u00fchrung eine Tradition. So kurzfristig wird heute gedacht. Der Trick: Zuvor strahlte das ZDF sein mit 33 Jahren tats\u00e4chlich traditionelles Silversterkonzert aus der Berliner Philharmonie aus. In Dresden sollte daher nicht von Tradition gesprochen werden, sondern viemehr von Neuanfang. Der ist aber auch wirklich gelungen. <em>(wb)<\/em><\/p>\n<p> <em><span class=\"txt-s-black\" style=\"font-size: x-small;\">phil Blech Wien. Deutsche Grammophon\/Universal, Best.-Nr 0028948101306.<br \/> Happy New Year. Die Operettengala aus Dresden. Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann (Leitung), Ingeborg Sch\u00f6pf (Sopran), Piotr Beczala (Tenor). Deutsche Grammophon\/Universal, Best.-Nr 4790929 <\/span><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18.01.2013 &#8212; Wir tun mal etwas f\u00fcr die Freunde der gehobenen Blasmusik. 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