{"id":1232,"date":"2014-02-17T10:22:36","date_gmt":"2014-02-17T10:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/02\/17\/avi-avital-between-worlds\/"},"modified":"2014-02-17T10:22:36","modified_gmt":"2014-02-17T10:22:36","slug":"avi-avital-between-worlds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/02\/17\/avi-avital-between-worlds\/","title":{"rendered":"Avi Avital: Between Worlds"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/140214avital.jpg\" border=\"0\" alt=\"Cover Avital\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>14.02.2014 &#8212; Klangerzeuger k\u00f6nnen zur Camera obscura f\u00fcr Musik werden. Dann spiegeln sich Preziosen aus fremden akustischen Universen und funkeln in allen Farben. Machmal ergeben sich dabei Artefakte \u2012 Moir\u00e9s, Doppelbilder, Auren \u2012, die man m\u00f6gen kann oder auch nicht. Das geschieht etwa, wenn die Harfenistin Catrin Finch <a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/index.php\/component\/content\/article\/18-kritiken\/tontraeger-besprechungen\/1028-bachs-goldberg-variationen-auf-der-harfe\">Bachs Goldberg-Variationen<\/a> auf ihr Instrument abbildet, oder der Akkordeonist Richard Galliano die rauhen Klangwelten des Tango-Bandoneons durch den Metallzungen-Weichzeichner schickt, oder wenn der Klezmer-Klarinettist Giora Feidman klassische Werke in den emphatischen Klagegestus j\u00fcdisch-osteurop\u00e4ischer Lebensfeiern taucht. Auf vielf\u00e4ltige Weise haben Komponisten aus der europ\u00e4ischen Kunstmusik-Tradition dies auch mit ihren eigenen Volksmusiktraditionen getan, Bart\u00f3k mit rum\u00e4nischen T\u00e4nzen, de Falla mit spanischen Liedern, Villa-Lobos mit den Choros seiner Heimat oder Dvo\u0159\u00e1k in Amerika mit der Kl\u00e4ngen seiner alten Heimat.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/140214avital.jpg\" border=\"0\" alt=\"Cover Avital\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>14.02.2014 &#8212; Klangerzeuger k\u00f6nnen zur Camera obscura f\u00fcr Musik werden. Dann spiegeln sich Preziosen aus fremden akustischen Universen und funkeln in allen Farben. Machmal ergeben sich dabei Artefakte \u2012 Moir\u00e9s, Doppelbilder, Auren \u2012, die man m\u00f6gen kann oder auch nicht. Das geschieht etwa, wenn die Harfenistin Catrin Finch <a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/index.php\/component\/content\/article\/18-kritiken\/tontraeger-besprechungen\/1028-bachs-goldberg-variationen-auf-der-harfe\">Bachs Goldberg-Variationen<\/a> auf ihr Instrument abbildet, oder der Akkordeonist Richard Galliano die rauhen Klangwelten des Tango-Bandoneons durch den Metallzungen-Weichzeichner schickt, oder wenn der Klezmer-Klarinettist Giora Feidman klassische Werke in den emphatischen Klagegestus j\u00fcdisch-osteurop\u00e4ischer Lebensfeiern taucht. Auf vielf\u00e4ltige Weise haben Komponisten aus der europ\u00e4ischen Kunstmusik-Tradition dies auch mit ihren eigenen Volksmusiktraditionen getan, Bart\u00f3k mit rum\u00e4nischen T\u00e4nzen, de Falla mit spanischen Liedern, Villa-Lobos mit den Choros seiner Heimat oder Dvo\u0159\u00e1k in Amerika mit der Kl\u00e4ngen seiner alten Heimat.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Diesen Spielen mit Prismen, Umf\u00e4rbungen und Filtern widmet der israelische Mandolinenspieler Avi Avital eine CD, Dazu eingeladen hat er eben gerade sie: Finch, Galliano, Feidman, aber auch den Perkussionisten Itamar Doari und einige hochkar\u00e4tige Streicher. In Sachen Umschreiben hat er bereits Erfahrung, seine erste CD f\u00fcr die Deutsche Grammophon bespielte er mit Bach-Konzerten. Solche Offenheit d\u00fcrfte auch der relativen Repertoire-Beschr\u00e4nktheit seines Instrumentes zuzuschreiben sein. Die immer nur harmlosen \u00abDeh, vieni, alla finestra\u00bb-Arpeggien sind ja nicht einmal f\u00fcr die Geiger eine Herausforderung, die w\u00e4hrend Mozarts <em>Don Giovanni<\/em> rasch zum mediterranen Zupfinstrument greifen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Besetzungsbedingt werden die Titel aus so unterschiedlichen Kulturen wie Flamenco, argentinischem Tango, Klezmer oder brasilianischer Salonmusik des fr\u00fchen 20.Jahrhunderts in Gestus und Klang \u00a0etwas nivelliert. Dank dem Spitzentreffen der Virtuosen auf eher orchesterfremden Instrumenten gibt es da aber einiges zu entdecken und bestaunen. Die Aufnahmen dazu entstanden im April 2014 im Konzertsaal der Berliner Siemens-Villa. <em>(wb)<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Info:<\/strong><\/p>\n<p>Avi Avital: Between Worlds, Werke von Tsintsadze, Bartok, Villa-Lobos, Piazzolla, de Falla, Monti, Bloch, Chaim, Dvo\u0159\u00e1k und andern; Deutsche Grammophon\/Universal Best.-Nr. 479 1069 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/140214avital.jpg\" border=\"0\" alt=\"Cover Avital\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>14.02.2014 &#8212; Klangerzeuger k\u00f6nnen zur Camera obscura f\u00fcr Musik werden. Dann spiegeln sich Preziosen aus fremden akustischen Universen und funkeln in allen Farben. Machmal ergeben sich dabei Artefakte \u2012 Moir\u00e9s, Doppelbilder, Auren \u2012, die man m\u00f6gen kann oder auch nicht. 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Auf vielf\u00e4ltige Weise haben Komponisten aus der europ\u00e4ischen Kunstmusik-Tradition dies auch mit ihren eigenen Volksmusiktraditionen getan, Bart\u00f3k mit rum\u00e4nischen T\u00e4nzen, de Falla mit spanischen Liedern, Villa-Lobos mit den Choros seiner Heimat oder Dvo\u0159\u00e1k in Amerika mit der Kl\u00e4ngen seiner alten Heimat.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1232","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-gespraech","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1232"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1232\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}