{"id":1396,"date":"2014-05-03T13:33:17","date_gmt":"2014-05-03T13:33:17","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/05\/03\/schweizer-bauernkapellen-des-19-jahrhunderts\/"},"modified":"2014-05-03T13:33:17","modified_gmt":"2014-05-03T13:33:17","slug":"schweizer-bauernkapellen-des-19-jahrhunderts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/05\/03\/schweizer-bauernkapellen-des-19-jahrhunderts\/","title":{"rendered":"Schweizer Bauernkapellen des 19. Jahrhunderts"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/eifachs_NV-28_160x160_px.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"99\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">28.04.2014 &#8212; Es gibt in der Alpenl\u00e4ndischen Volksmusik ein Klischee: Blasmusikkapellen finden sich in Bayern, Zithern im Tirol, Streichmusiken im Appenzell als knorrige Eigenart, in der restlichen Deutschschweiz dudeln und hudig\u00e4ggelen Hand\u00f6rgeli und Klarinetten. Dabei verh\u00e4lt es sich in dieser Hinsicht wie beim Besitzanspruch aufs Alphorn, in das historisch zwar im ganzen Alpenraum geblasen worden ist, das am st\u00e4rksten aber mit Schweizer Tradition verbunden wird. Bayern hin oder her, auch in der Schweiz hatten Blasmusiken historisch als Tanzkapellen und Volksmusikensembles Bedeutung. Lebendig geblieben ist in Sachen H\u00f6rnern, Tuben und Trompeten aber vor allem die Tradition der in Dorfvereinen organisierten Harmoniemusiken, die hierzulande nach wie vor auf hohem Niveau gepflegt werden, zur Volksmusikszene aber eher lockere Verbindung haben. Finden sich in der Schweiz Musikanten ausserhalb dieser staatstragenden Strukturen zum popul\u00e4ren Musizieren, orientieren sie sich st\u00e4rker an den kernigeren Traditionen des benachbarten Auslandes, der bierseligen bayerischen Blasmusik oder den wilden, virtuosen Balkanformationen.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/eifachs_NV-28_160x160_px.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"99\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">28.04.2014 &#8212; Es gibt in der Alpenl\u00e4ndischen Volksmusik ein Klischee: Blasmusikkapellen finden sich in Bayern, Zithern im Tirol, Streichmusiken im Appenzell als knorrige Eigenart, in der restlichen Deutschschweiz dudeln und hudig\u00e4ggelen Hand\u00f6rgeli und Klarinetten. Dabei verh\u00e4lt es sich in dieser Hinsicht wie beim Besitzanspruch aufs Alphorn, in das historisch zwar im ganzen Alpenraum geblasen worden ist, das am st\u00e4rksten aber mit Schweizer Tradition verbunden wird. Bayern hin oder her, auch in der Schweiz hatten Blasmusiken historisch als Tanzkapellen und Volksmusikensembles Bedeutung. Lebendig geblieben ist in Sachen H\u00f6rnern, Tuben und Trompeten aber vor allem die Tradition der in Dorfvereinen organisierten Harmoniemusiken, die hierzulande nach wie vor auf hohem Niveau gepflegt werden, zur Volksmusikszene aber eher lockere Verbindung haben. Finden sich in der Schweiz Musikanten ausserhalb dieser staatstragenden Strukturen zum popul\u00e4ren Musizieren, orientieren sie sich st\u00e4rker an den kernigeren Traditionen des benachbarten Auslandes, der bierseligen bayerischen Blasmusik oder den wilden, virtuosen Balkanformationen.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Versierte Bl\u00e4ser aus dem Tonhalle-Orchester und den Schweizer Musikhochschulen haben sich unter dem Namen eifachs.ch zusammengetan, um historische Sammlungen der Blechmusik aus verschiedenen Gegenden der Schweiz wieder zum Klingen zu bringen. Die St\u00fccke stammen aus Sammlungen der Harmoniemusik Teufen des fr\u00fchen 19. Jahrhunderts, des Entlebucher Komponisten Ferdinand L\u00f6tscher (1842-1904) und der Sch\u00e4nner F\u00fcfermusig, respektive ihres Chronisten Alfred F\u00e4h sen. (1897 \u2013 1969).<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Die St\u00fccke haben ihren eigenen Charme, wirken in der exzellenten Wiedergabe der versierten und an modernem Orchesterklang geschulten Bl\u00e4ser allerdings eher klassisch-elegant als bodenst\u00e4ndig, wogegen ja eigentlich nichts einzwenden ist. Das Repertoire, das mit viel Liebe und Sachverstand vom M\u00fclirad Verlag (<a href=\"http:\/\/www.muelirad.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.muelirad.ch<\/a>) wieder verf\u00fcgbar gemacht wird, k\u00f6nnte in einer Subkultur aber auch zum Ausgangspunkt einer Wiederbelebung dieser autochthonen Form der l\u00e4ndlichen Unterhaltung werden. Auch das w\u00e4re ein Gewinn f\u00fcr die Schweizer Musikszene.\u00a0<em> (wb) \u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Info:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">eifachs.ch, Bauernkapellen 1825-1925, Musiques Suisses, MGB-NV 28\u00a0\u00a0<\/span>\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/eifachs_NV-28_160x160_px.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"99\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">28.04.2014 &#8212; Es gibt in der Alpenl\u00e4ndischen Volksmusik ein Klischee: Blasmusikkapellen finden sich in Bayern, Zithern im Tirol, Streichmusiken im Appenzell als knorrige Eigenart, in der restlichen Deutschschweiz dudeln und hudig\u00e4ggelen Hand\u00f6rgeli und Klarinetten. Dabei verh\u00e4lt es sich in dieser Hinsicht wie beim Besitzanspruch aufs Alphorn, in das historisch zwar im ganzen Alpenraum geblasen worden ist, das am st\u00e4rksten aber mit Schweizer Tradition verbunden wird. Bayern hin oder her, auch in der Schweiz hatten Blasmusiken historisch als Tanzkapellen und Volksmusikensembles Bedeutung. Lebendig geblieben ist in Sachen H\u00f6rnern, Tuben und Trompeten aber vor allem die Tradition der in Dorfvereinen organisierten Harmoniemusiken, die hierzulande nach wie vor auf hohem Niveau gepflegt werden, zur Volksmusikszene aber eher lockere Verbindung haben. Finden sich in der Schweiz Musikanten ausserhalb dieser staatstragenden Strukturen zum popul\u00e4ren Musizieren, orientieren sie sich st\u00e4rker an den kernigeren Traditionen des benachbarten Auslandes, der bierseligen bayerischen Blasmusik oder den wilden, virtuosen Balkanformationen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1396","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-gespraech","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1396"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1396\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}