{"id":1445,"date":"2014-05-22T11:57:31","date_gmt":"2014-05-22T11:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/05\/22\/die-musik-spielt-in-den-regionen\/"},"modified":"2014-05-22T11:57:31","modified_gmt":"2014-05-22T11:57:31","slug":"die-musik-spielt-in-den-regionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/05\/22\/die-musik-spielt-in-den-regionen\/","title":{"rendered":"Die Musik spielt in den Regionen"},"content":{"rendered":"<p><em><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">von Wolfgang B\u00f6hler<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/kolumnewb.jpg\" border=\"0\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>16.05.2014 &#8212; Der \u00abCluster-Bericht 2011\u20132013\u00bb des Kantons Z\u00fcrich zeigt Interessantes: Gut ein Viertel der Arbeitspl\u00e4tze und ein Drittel des Umsatzes der gesamtschweizerischen Kreativwirtschaft sind dem Kanton Z\u00fcrich geschuldet. Der Musikmarkt des Kantons z\u00e4hlt knapp 1200 Betriebe und 7500 Besch\u00e4ftigte mit insgesamt 5000 Vollzeitstellen-\u00c4quivalenten. Die Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste z\u00e4hlte 2012 2200 Studierende, etwas mehr davon Frauen als M\u00e4nner. Die Unternehmen, steht im Bericht, \u00abweisen im Durchschnitt weniger als f\u00fcnf Besch\u00e4ftigte aus. Da Kreative in der Regel ein lebendiges und urbanes Umfeld mit kurzen Wegen sch\u00e4tzen, konzentrieren sich rund 50 Prozent der Firmen in der Stadt. Im Vergleich mit anderen Metropolitanregionen liegt die Bruttowertsch\u00f6pfung der Z\u00fcrcher Kreativwirtschaft mit einem Anteil von rund 5 Prozent an der Gesamtwirtschaft im oberen Bereich\u00bb.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/kolumnewb.jpg\" border=\"0\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>16.05.2014 &#8212; Der \u00abCluster-Bericht 2011\u20132013\u00bb des Kantons Z\u00fcrich zeigt Interessantes: Gut ein Viertel der Arbeitspl\u00e4tze und ein Drittel des Umsatzes der gesamtschweizerischen Kreativwirtschaft sind dem Kanton Z\u00fcrich geschuldet. Der Musikmarkt des Kantons z\u00e4hlt knapp 1200 Betriebe und 7500 Besch\u00e4ftigte mit insgesamt 5000 Vollzeitstellen-\u00c4quivalenten. Die Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste z\u00e4hlte 2012 2200 Studierende, etwas mehr davon Frauen als M\u00e4nner. Die Unternehmen, steht im Bericht, \u00abweisen im Durchschnitt weniger als f\u00fcnf Besch\u00e4ftigte aus. Da Kreative in der Regel ein lebendiges und urbanes Umfeld mit kurzen Wegen sch\u00e4tzen, konzentrieren sich rund 50 Prozent der Firmen in der Stadt. Im Vergleich mit anderen Metropolitanregionen liegt die Bruttowertsch\u00f6pfung der Z\u00fcrcher Kreativwirtschaft mit einem Anteil von rund 5 Prozent an der Gesamtwirtschaft im oberen Bereich\u00bb.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Wenn der Umzug der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste (ZHdK) aufs Toni Areal endlich einmal Realit\u00e4t geworden ist, hat die Stadt eine der gr\u00f6ssten Kunstfachhochschulen der Welt. Sie hat mit der ETH, die Partner so dynamischer und zukunftstr\u00e4chtiger Unternehmen wie Disney und Google ist, ein weiteres Gravitationszentrum, das die Stadt global als Schmelztiegel der Kreatiwrtschaft sichtbar macht. Die Stadt ist allerdings keine Musik-, Literatur- oder Theaterstadt der Zukunft. Sie hat ihre kreativen St\u00e4rken (nicht zuletzt wegen der ETH) in technologiebetonten Teil- oder Nischenm\u00e4rkten wie Games, Neue Medien oder Design.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Im Schweizer Inland zeigt sich nicht zuletzt die Musikszene (wie auch die Literaturszene) aber vital, wenn sie ihre Energien aus regionaler Vielfalt und der produktiven Spannung aus l\u00e4ndlichen und (klein-)st\u00e4dtischen Traditionen ziehen kann. Anteile am Schmelztiegel sind in der Popularmusik eine einzigartig lebendige Volksmusik auf hohem Niveau, und in der Klassik Begegnungsorte ausserhalb der urbanen Zentren. Gegen\u00fcber dem Ausland d\u00fcrften aber die mehr oder weniger \u00abortlosen\u00bb, in eine globale Community eingebetteten urbanen Musikhochschulen sichtbar werden. Um diesen international mehr Profil zu geben, m\u00fcsste noch mehr auf ein Ausgleich dieser beiden Dynamiken hingearbeitet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Die Einzigartigkeit der Schweizer Kreativwirtschaft zeigt sich trotz der Stadt Z\u00fcrich als Attraktor gerade eben in der tiefen Verwurzelung im Regionalen und Dezentralen und im Gewerbe (deshalb auch die St\u00e4rken in den handwerklich-technologischen orientierten Disziplinen). Statt dies als Mangel zu betrachten und international eher herunterzuspielen, in der Bef\u00fcrchtung, dem urbanen Chic der Szenen in Metropolen wie London, Berlin oder New York nicht zu gen\u00fcgen, sollte dies als St\u00e4rke gesehen werden. Dort wo die Zukunft spielt \u2012 in Indien, China, Arabien, Afrika und so weiter \u2012 m\u00fcssen nicht prim\u00e4r st\u00e4dtische Unterhaltungsindustrien vitalisiert, sondern Probleme des Ausgleichs und der Partizipation ruraler und regionaler Minderheiten gel\u00f6st werden. Das Lebensgef\u00fchl der europ\u00e4ischen Grossstadt und ihrer Schickeria war gestern. \u00d6kologie, Energie, Wasser, glokalisierte regionale Identit\u00e4t und Religiosit\u00e4t werden morgen das Lebensgef\u00fchl der Erdenb\u00fcrger bestimmen. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><em><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">von Wolfgang B\u00f6hler<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/kolumnewb.jpg\" border=\"0\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>16.05.2014 &#8212; Der \u00abCluster-Bericht 2011\u20132013\u00bb des Kantons Z\u00fcrich zeigt Interessantes: Gut ein Viertel der Arbeitspl\u00e4tze und ein Drittel des Umsatzes der gesamtschweizerischen Kreativwirtschaft sind dem Kanton Z\u00fcrich geschuldet. Der Musikmarkt des Kantons z\u00e4hlt knapp 1200 Betriebe und 7500 Besch\u00e4ftigte mit insgesamt 5000 Vollzeitstellen-\u00c4quivalenten. Die Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste z\u00e4hlte 2012 2200 Studierende, etwas mehr davon Frauen als M\u00e4nner. Die Unternehmen, steht im Bericht, \u00abweisen im Durchschnitt weniger als f\u00fcnf Besch\u00e4ftigte aus. Da Kreative in der Regel ein lebendiges und urbanes Umfeld mit kurzen Wegen sch\u00e4tzen, konzentrieren sich rund 50 Prozent der Firmen in der Stadt. Im Vergleich mit anderen Metropolitanregionen liegt die Bruttowertsch\u00f6pfung der Z\u00fcrcher Kreativwirtschaft mit einem Anteil von rund 5 Prozent an der Gesamtwirtschaft im oberen Bereich\u00bb.<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1445","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-editorials","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1445","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1445"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1445\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1445"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1445"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}