{"id":152,"date":"2014-01-09T15:20:23","date_gmt":"2014-01-09T15:20:23","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/claudio-abbados-luzerner-fidelio\/"},"modified":"2014-01-09T15:20:23","modified_gmt":"2014-01-09T15:20:23","slug":"claudio-abbados-luzerner-fidelio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/claudio-abbados-luzerner-fidelio\/","title":{"rendered":"Claudio Abbados Luzerner \u00abFidelio\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2011\/110610fidelio.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><em>10.06.2011 &#8212;<\/em> Die Produktion hat viel Interesse gefunden: \u00abFidelio\u00bb zum Auftakt des Lucerne Festival 2010 mit dem erweiterten Chamber Mahler Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado im Luzerner KKL (Kultur- und Kongresszentrum). Nach wie vor ist das Festival am Vierwaldst\u00e4ttersee ja prim\u00e4r eine Orchesterschau \u2013 auf ein Opernhaus wartet es noch immer, und vermutlich auch wieder l\u00e4nger, nachdem sich die Pl\u00e4ne zum Bau einer \u00abSalle Modulable\u00bb wegen des R\u00fcckzugs der privaten Spender zerschlagen haben. Im KKL kam&#8217;s zur halbszenischen Auff\u00fchrung. F\u00fcr die Regie sorgte Tatjana G\u00fcrbaca, die in Bern <em>Mazeppa<\/em> und in Luzern <em>Cosi fan tutte<\/em> auf die B\u00fchne gebracht hat.<\/p>\n<p> Neben der souver\u00e4nen Orchester- und Dirigentenleistung sowie dem nicht minder \u00fcberzeugenden, von Erwin Ortner einstudierten Arnold-Sch\u00f6nberg-Chor Wien, beeindruckte die vereinigte Weltpresse nicht zuletzt die s\u00e4ngerische Besetzung. Es sei \u00abein Ensemble an Vokalsolisten\u00bb gewesen, wie man es sich \u00abstimmiger nicht vorstellen k\u00f6nne\u00bb, schrieb etwa der NZZ-Kritiker. Das Line-up ist tats\u00e4chlich beeindruckend: Die Wagner-Sopranistin Nina Stemme als Leonore, Jonas Kaufmann als Florestan, Christof Fischesser in der Rolle des Rocco, Falk Struckmann in derjenigen des Don Pizarro, Rachel Harnisch als Marzelline, Christoph Strehl als Jaquino und Peter Mattei als Don Fernando. <\/p>\n<p> Julia Spinola h\u00f6rte f\u00fcr die FAZ in Abbados Auffassung des Werkes eine \u00absymphonisch entwickelte Folge innerer Monologe\u00bb. Alles Opernhafte, der Gestus des Sich-selbst-Behauptens, seien \u2013 so Spinola weiter &#8211; aufgel\u00f6st und zu einer \u00abfein ziselierten, von klaren orchestralen Akzenten und flexiblen Tempi getragenen, \u201asprechenden\u2019 Impulsivit\u00e4t verfl\u00fcssigt\u00bb worden. Die halbszenische Umsetzung, zu der man sich laut <em>Financial Times<\/em> bloss sechs Wochen vor der Auff\u00fchrung entschlossen habe, sei diskutabel, schreibt das Finanzblatt, aber davon kann ja mit der vorliegenden CD abstrahiert werden. <\/p>\n<p> Die Berichterstatterin des britischen <em>Guardian<\/em> wiederum stellte fest, dass alle Solistinnen und Solisten ausser Kaufmann sich an diskret in der Ausstattung verborgenen Noten als Soufflierhilfen hielten. Auch das kann dem H\u00f6rer der Decca-Produktion letztlich herzlich egal sein. Er wird froh sein, einen so aussergew\u00f6hnlichen Moment in der Interpretationsgeschichte der einzigen Beethoven-Oper ins heimische Laufwerk schieben zu k\u00f6nnen. <em>(wb)<\/em><\/p>\n<p> <em><span class=\"txt-s-black\" style=\"font-size: x-small;\">Ludwig van Beethoven: Fidelio, Mahler Chamber Orchestra, Claudio Abbado (Leitung), S\u00e4nger: Nina Stemme, Jonas Kaufmann, Falk Struckmann, Rachel Harnisch, Christoph Fischesser und andere, Arnold Sch\u00f6nberg Chor Wien, Aufnahme vom Lucerne Festival 2010. Doppel-CD, Booklet mit Libretto, Decca\/Universal, Best-Nr. 478 2551<\/span><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.06.2011 &#8212; Die Produktion hat viel Interesse gefunden: \u00abFidelio\u00bb zum Auftakt des Lucerne Festival 2010 mit dem erweiterten Chamber Mahler&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-152","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-gespraech","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=152"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/152\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}