{"id":1770,"date":"2014-10-04T09:45:29","date_gmt":"2014-10-04T09:45:29","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/10\/04\/dvoraks-sechste-mit-dem-luzerner-sinfonieorchester\/"},"modified":"2014-10-04T09:45:29","modified_gmt":"2014-10-04T09:45:29","slug":"dvoraks-sechste-mit-dem-luzerner-sinfonieorchester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/10\/04\/dvoraks-sechste-mit-dem-luzerner-sinfonieorchester\/","title":{"rendered":"Dvo\u0159\u00e1ks Sechste mit dem Luzerner Sinfonieorchester"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/140926_lso.jpg\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">26.09.2014 &#8212; Man k\u00f6nnte meinen, dass das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) als Residenzorchester des KKL seiner Heimatstadt, dem Gravitationszentrum des Lucerne Festival, Reputation sozusagen frei Haus geliefert bekommt. So ist es aber nicht, die Residenz ist eher Hypothek, misst man das st\u00e4dtische Sinfonieorchester doch automatisch an all den Klangk\u00f6rpern, die da allj\u00e4hrlich im Sommer aufspielen, nichts anderes als die versammelte Weltelite, von den Wiener und Berliner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, dem Concertgebouw Orchester \u00fcber die grossen amerikanischen Orchester aus Chicago, Los Angeles und so weiter bis zum Mariinsky Orchester, vom Allstars-Kollektiv Lucerne Festival Orchestra ganz zu schweigen. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um sich Respekt und eigenes Profil zu erarbeiten.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/140926_lso.jpg\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">26.09.2014 &#8212; Man k\u00f6nnte meinen, dass das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) als Residenzorchester des KKL seiner Heimatstadt, dem Gravitationszentrum des Lucerne Festival, Reputation sozusagen frei Haus geliefert bekommt. So ist es aber nicht, die Residenz ist eher Hypothek, misst man das st\u00e4dtische Sinfonieorchester doch automatisch an all den Klangk\u00f6rpern, die da allj\u00e4hrlich im Sommer aufspielen, nichts anderes als die versammelte Weltelite, von den Wiener und Berliner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, dem Concertgebouw Orchester \u00fcber die grossen amerikanischen Orchester aus Chicago, Los Angeles und so weiter bis zum Mariinsky Orchester, vom Allstars-Kollektiv Lucerne Festival Orchestra ganz zu schweigen. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um sich Respekt und eigenes Profil zu erarbeiten.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Das LSO tut dies auf exemplarische Weise. Es hat sich einerseits auf das russische Repertoire spezialisiert (mittlerweile unter dem Label \u00abZaubersee\u00bb auch mit einem eigenen Themenfestival), andererseits schafft es der Klangk\u00f6rper immer wieder, mit Kompositionsauftr\u00e4gen und Urauff\u00fchrungen Ereignisse zu schaffen, die es auch auf CD dokumentiert, in neuerer Zeit etwa Fazil Says Violinkonzert \u00ab1001 Nacht im Harem\u00bb und Wolfgang Rihms Symphonie \u00abN\u00e4he fern\u00bb.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Aber auch das grosse klassisch-romantische Repertoire dokumentiert das LSO, auf seiner neuesten CD tut es dies mit einer Wiedergabe von\u00a0Dvo\u0159\u00e1ks Sinfonie Nr. 6 und der Amerikanischen Suite op. 98b des gleichen Komponisten, die im Oktober 2013 im KKL eingespielt worden sind. Das Orchester erweist sich unter der Stabf\u00fchrung seines Chefdirigenten James Gaffigan dabei als technisch souver\u00e4ner Klangk\u00f6rper und betont in seinen Dvo\u0159\u00e1k-Wiedergaben eher die strukturbetonten, expressiv eher distanzierten brahmschen Seiten der Werke. Trotz durchaus \u00fcppiger Klanglichkeit und z\u00fcgiger Tempi (und im Speziellen exzellenter Blechbl\u00e4ser) bleibt die Interpretation transparent und pr\u00e4zise. <em>(wb) \u00a0\u00a0<\/em>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><strong>Info:<\/strong><br \/>Antonin Dvo\u0159\u00e1k: Symphony No. 6, American Suite op. 98b, Luzerner Sinfonieorchester, James Gaffigan, Harmonia Mundi, HMC 902188<br \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2014\/140926_lso.jpg\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">26.09.2014 &#8212; Man k\u00f6nnte meinen, dass das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) als Residenzorchester des KKL seiner Heimatstadt, dem Gravitationszentrum des Lucerne Festival, Reputation sozusagen frei Haus geliefert bekommt. So ist es aber nicht, die Residenz ist eher Hypothek, misst man das st\u00e4dtische Sinfonieorchester doch automatisch an all den Klangk\u00f6rpern, die da allj\u00e4hrlich im Sommer aufspielen, nichts anderes als die versammelte Weltelite, von den Wiener und Berliner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, dem Concertgebouw Orchester \u00fcber die grossen amerikanischen Orchester aus Chicago, Los Angeles und so weiter bis zum Mariinsky Orchester, vom Allstars-Kollektiv Lucerne Festival Orchestra ganz zu schweigen. 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