{"id":179,"date":"2014-01-09T17:41:22","date_gmt":"2014-01-09T17:41:22","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/patricia-petibon-singt-barockarien\/"},"modified":"2014-01-09T17:41:22","modified_gmt":"2014-01-09T17:41:22","slug":"patricia-petibon-singt-barockarien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/patricia-petibon-singt-barockarien\/","title":{"rendered":"Patricia Petibon singt Barockarien"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2010\/100514petibon.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/> <em>14.05.2010 &#8212;<\/em> Da begegnen sich Ausnahmetalente auf Augenh\u00f6he: Andrea Marcons Venice Baroque Orchestra setzt in Sachen italienischem Barock zur Zeit Massst\u00e4be, mit zugleich kraftvollem und luzidem Spiel, glitzernder Leichtigkeit und impulsivem, aber kontrolliertem Temperament. Und die Sopranistin Patricia Petibon beweist einmal mehr, dass sie sich in der sehr d\u00fcnnen Luft auf dem recht einsamen Gipfel des globalen S\u00e4ngerolymps souver\u00e4n zu bewegen versteht, ohne dass ihr die Puste auszugehen droht. Ganz im Gegenteil: Je h\u00f6her ihre Stimme klettert, umso mehr scheint sie an Energie und schneidender Expressivit\u00e4t zu gewinnen, und nie hat man den Eindruck, da seien schon alle Reserven aufgezehrt.<\/p>\n<p> Mit ihrer Jahrhundertstimme versteht es Particia Petibon, die italienischen Barock-Arien, denen ihre aktuelle CD gewidmet ist, mit einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit zu gestalten, die immer originell, \u00fcberraschend und stimmig wirkt und eine Art Verismo pflegt, der zwar individualistisch, ja fast romantisch anmutet, ohne aber je den Boden der barocken \u00c4sthetik zu verlassen. <\/p>\n<p> Was man eher in einem norditalienischen Patrizierhaus vermutet h\u00e4tte, hat ausgerechnet in einem Gustav Mahler gewidmeten Saal in Toblach stattgefunden. Die Aufnahmesitzungen haben allerdings nichts von der morbiden Fin-de-Si\u00e8cle-Melancholie des \u00f6sterreichischen Sinfonikers aufgesaugt. Auch wenn sich in den Texten der barocken Opern antike Helden und Antihelden unabl\u00e4ssig an die Gurgel gehen, entwerfen die S\u00e4ngerin und das Instrumental-Ensemble einen musikalischen Kosmos voll praller Lebenslust. Wichtige atmosph\u00e4rische Akzente setzen dabei die Lauten- und Barockgitarrenspieler Daniele Caminiti und Josias Rodriguez. <\/p>\n<p> Bei aller K\u00fchnheit und K\u00fcnstlichkeit der Gestaltung wirkt Petibons Sopran nie exhibitionistisch, immer effektvoll, aber nie affektiert. Aber auch wenn es den Eindruck zu machen scheint: Die hohe Kunst des Barockgesangs ist der franz\u00f6sischen S\u00e4ngerin mit Vivaldi-M\u00e4hne nicht einfach zugeflogen. Das solide R\u00fcstzeug dazu hat sie sich in intensiver Zusammenarbeit mit dem Dirigenten und Cembalisten William Christie und dem Ensemble Les Arts Florissants erworben. <\/p>\n<p> Aufs Barocke beschr\u00e4nkt sich ihre Kunst im \u00fcbrigen keineswegs. Auch als Mozart-Interpretin hat sie sich einen hervorragenden Namen gemacht, und diesen Sommer wird sie am Festival von Salzburg in Alban Bergs \u00abLulu\u00bb in der Titelrolle zu h\u00f6ren sein. Man zweifelt keine Minute, dass sie auch diese Aufgabe auf singul\u00e4re Art bew\u00e4ltigen wird. <em>(wb)<\/em> <\/p>\n<p> <em><span class=\"txt-s-black\" style=\"font-size: x-small;\">Rosso &#8211; Italian Baroque Arias. Patricia Petibon (Sopran), Venice Baroque Orchestra, Andrea Marcon (Leitung). Werke von H\u00e4ndel, Marcello, Porpora, Sartorio, Alessandro Scarlatti, Stradella und Vivaldi, Deutsche Grammohpon\/Universal, Best.-Nr. 477 8763<\/span><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>14.05.2010 &#8212; Da begegnen sich Ausnahmetalente auf Augenh\u00f6he: Andrea Marcons Venice Baroque Orchestra setzt in Sachen italienischem Barock zur Zeit&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-179","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-gespraech","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=179"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/179\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}