{"id":185,"date":"2014-01-09T17:49:11","date_gmt":"2014-01-09T17:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/aus-puccinis-musikalischer-werkstatt\/"},"modified":"2014-01-09T17:49:11","modified_gmt":"2014-01-09T17:49:11","slug":"aus-puccinis-musikalischer-werkstatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/09\/aus-puccinis-musikalischer-werkstatt\/","title":{"rendered":"Aus Puccinis musikalischer Werkstatt"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2010\/100205puccini.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><em>05.02.2010 &#8212;<\/em> Das Booklet dieser Puccini-CD schm\u00fccken die K\u00f6pfe des Tenors Placido Domingo, der Sopranistin Violeta Urmana und des Dirigenten Alberto Veronesi. Zu h\u00f6ren sind darauf \u00fcberdies die Wiener Philharmoniker. Da erwartet man eines dieser \u00fcblichen Best-of-Alben (\u00abDie sch\u00f6nsten Arien aus <em>Madame Butterfly<\/em> und <em>Manon Lescaut<\/em>\u00bb oder so \u00e4hnlich). F\u00fcr einmal ist da aber alles ein wenig anders: \u00abPuccini Ritrovato\u00bb versammelt Aufnahmen aus dem Grossen Musikvereinssaal in Wien aus dem Jahr 2008, in dem sich der Geburtstag des italienischen Opernschreibers zum 150. Mal j\u00e4hrte. Im Zuge der intensiven Auseinandersetzungen mit dem Werk des Tonsch\u00f6pfers fanden da auch Alternativ-Versionen von Arien und wenig bekannte Orchesterwerke Beachtung, die hier erstmals allgemein zug\u00e4nglich sind. Das t\u00f6nt eher nach trockenem musikwissenschaftlichem Akademismus \u2013 eine zweite falsche F\u00e4hrte. <\/p>\n<p> Was die Titelhelden dieser Silberscheibe sowie Annamaria Dell\u2019Oste (Sopran), Alfredo Nigro (Tenor) und Stefano Secco (Tenor) pr\u00e4sentieren, ist durchwegs erstklassige Musik, die mit Sorgfalt und Engagement interpretiert wird und ein interessantes Licht auf die kreativen Prozesse bei der langj\u00e4hrigen Entwicklung musikalischen Materials wirft.<\/p>\n<p> Den Auftakt macht ein Orchesterpr\u00e4ludium, das der 18-j\u00e4hrige Puccini 1876 noch vor seiner Ausbildung am Mail\u00e4nder Konservatorium verfasst hat. Ein zweites Instrumentalwerk, ein Adagetto f\u00fcr Kammerorchester (zwischen 1881 und 1883 zu Papier gebracht) folgt etwas sp\u00e4ter als Zwischenspiel. Ein drittes ist eine Fr\u00fchfassung (1892) des Vorspiels zu \u00abEdgar\u00bb, ein viertes das urspr\u00fcngliche Vorspiel zum dritten Akt von \u00abManon Lescaut\u00bb.<\/p>\n<p> Beim Rest handelt es sich in erster Linie um Erstfassungen von Arien aus den Opern \u00abMadama Butterfly\u00bb, \u00abLa Fanciulla del West\u00bb und \u00abSuor Angelica\u00bb sowie Umarbeitungen von St\u00fccken aus \u00abLa Rondine\u00bb.<\/p>\n<p> Das Hauptgewicht bildet schon nur l\u00e4ngenm\u00e4ssig mit gut zw\u00f6lf Minuten Spieldauer ein Duett aus der fr\u00fchen Oper \u00abEdgar\u00bb, und zwar aus dem bei Umarbeitungen komplett gestrichenen vierten Akt. Interessant ist es nicht zuletzt, weil es Puccini als Steinbruch f\u00fcr Arien in den Opern \u00abTosca\u00bb und \u00abMadama Butterfly\u00bb genutzt hat. Zudem bietet sich die Gelegenheit, den Selbstmord Cio-Cio Sans aus \u00abMadama Butterfly\u00bb in der Urfassung mitzuerleben, die 1904 in der Urauff\u00fchrung an der Mail\u00e4nder Scala erklang. Eine weitere Urauff\u00fchrung klingt ebenfalls eindr\u00fccklich nach: diejenige von \u00abManon Lescaut\u00bb 1893 in Turin, in der Manon in \u00abSola, perduta, abbandonata\u00bb ihr Elend in epischer Breite beklagen kann. Sp\u00e4ter ist die Nummer gek\u00fcrzt und zeitweilig sogar ganz gestrichen worden. <em>(wb)<\/em><\/p>\n<p> <em><span class=\"txt-s-black\"><span style=\"font-size: x-small;\">Puccini Ritrovato. Pl\u00e1cido Domingo (Tenor), Violeta Urmana (Sopran), Wiener Staatsopernchor, Wiener Philharmoniker, Alberto Veronesi (Leitung), CD289 477 7455 6, Deutsche Grammophon (Universal).<\/span> <\/span><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>05.02.2010 &#8212; Das Booklet dieser Puccini-CD schm\u00fccken die K\u00f6pfe des Tenors Placido Domingo, der Sopranistin Violeta Urmana und des Dirigenten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-185","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-gespraech","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/185\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}