{"id":2117,"date":"2015-02-20T10:12:27","date_gmt":"2015-02-20T10:12:27","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2015\/02\/20\/agula-swiss-mongolian-music-exchange-project\/"},"modified":"2015-02-20T10:12:27","modified_gmt":"2015-02-20T10:12:27","slug":"agula-swiss-mongolian-music-exchange-project","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2015\/02\/20\/agula-swiss-mongolian-music-exchange-project\/","title":{"rendered":"Agula. Swiss-Mongolian Music Exchange Project"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2015\/Agula_Jazz%2013_160x160.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"100\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>13.02.2015 &#8212; Aus irgendwelchen Gr\u00fcnden interessieren sich Schweizer Musiker zur Zeit f\u00fcr die Mongolei \u2012 m\u00f6glicherweise auf der Suche nach den letzten exotischen Parf\u00fcms oder noch unausgesch\u00f6pften Kombinationen der Weltmusik. Gr\u00f6ssere Gegens\u00e4tze gibt\u2019s trotz Beschw\u00f6rungen von Gemeinsamkeiten fast nicht, und dies nicht nur kulinarisch. Die Mongolei ist gef\u00fchlt das flachste, topfebenste, weiteste Land der Welt (was objektiv nicht stimmt, es sind Hochebenen eines gebirgigen Binnenlandes und es gibt sogar viele Gletscher), und geradeso d\u00fcnn besiedelt wie die Schweizer Dichtestress zu f\u00fchlen glauben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2015\/Agula_Jazz%2013_160x160.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"100\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>13.02.2015 &#8212; Aus irgendwelchen Gr\u00fcnden interessieren sich Schweizer Musiker zur Zeit f\u00fcr die Mongolei \u2012 m\u00f6glicherweise auf der Suche nach den letzten exotischen Parf\u00fcms oder noch unausgesch\u00f6pften Kombinationen der Weltmusik. Gr\u00f6ssere Gegens\u00e4tze gibt\u2019s trotz Beschw\u00f6rungen von Gemeinsamkeiten fast nicht, und dies nicht nur kulinarisch. Die Mongolei ist gef\u00fchlt das flachste, topfebenste, weiteste Land der Welt (was objektiv nicht stimmt, es sind Hochebenen eines gebirgigen Binnenlandes und es gibt sogar viele Gletscher), und geradeso d\u00fcnn besiedelt wie die Schweizer Dichtestress zu f\u00fchlen glauben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der Stimmhorn-Akrobat Christian Zehnder hat mit der Gruppe Huun-Huur-Tu gearbeitet. Nun hat sich der Bassist Heiri K\u00e4nzig mit der mongolischen Ethno-Jazz-Gruppe Arga Bileg zusammengetan. Mit von der Partie sind auf Schweizer Seite der Fl\u00fcgelhornist Matthieu Michel, die Akkordeonistin Patricia Draeger, die S\u00e4ngerin Karin Streule und Kaspar Rast am Schlagzeug. Die Mongolen spielen unter anderem Klavier (Purevsukh Tyeliman ist der Komponist der Gruppe), Perkussion (Gantulga Ganbat ist der Kopf der Gruppe), Pferdekopfgeige (Batzaya Kladhuu und Jingjiddorj Nanzaddorj) , mongolische Zither (Munkhtogtokh Ochirkhuyag), und sie tragen ihre eigene Technik des Kehlkopfgesangs bei (Davaazorig Altangerel).<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Das Resultat der Zusammenarbeit t\u00f6nt unerwartet mehrheitsf\u00e4hig und zug\u00e4nglich, nicht so experimentell und vielfach schr\u00e4g oder verschroben wie fr\u00fchere solche kultur\u00fcbergreifendenden Experimente. Die waren eher <em>Musician\u2019s Music<\/em>, als dass sie das breite Publikum adressiert h\u00e4tten. Das ist hier anders, und das hat wohl auch seine Geschichte: Wir leben in einer Welt, in der Globalisierung nicht mehr Exotik evoziert, sondern zum <em>Courant normal<\/em> geworden ist. Mongolen und Schweizer verf\u00fcgen heute \u00fcber eine \u00e4hnliche, globalisierte Jazz-Ausbildung, und so klingen die St\u00fccke dieser CD auch eher wie solider ethnokolorierter Jazzrock denn wie experimentelle Begegnungen im Rausch spezieller Gesangtechniken.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Musik ist mehr linien- als klangorientiert, mit treibenden Schlagzeugbeats und groovigen, intelligenten Melodien. Da hat man unweigerlich den Eindruck, solche kontinent\u00fcbergreifenden Begegungen seien heute keine grosse Sache mehr. Der Reiz des Fremden geht etwas verloren, daf\u00fcr steigt das Gef\u00fchl der Zusammengeh\u00f6rigkeit und Gemeinsamkeit, und das ist ja eigentlich gar keine so schlechte Sache. <em>(wb) \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Info: <\/strong>Agula. Swiss-Mongolian Music Exchange Project \u00a0feat. Arga Bileg Ethno Jazz Band and Heiri K\u00e4nzig Quintet. Musiques Suisses, MGB Jazz 13. <a href=\"https:\/\/www.musiques-suisses.ch\/de\/AGULA\/Swiss-Mongolian-Music-Exchange-Project-feat--Arga-Bileg-Ethno-Jazz-Band-and-Heiri-Kaenzig-Quintet\/id\/638\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.musiques-suisses.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2015\/Agula_Jazz%2013_160x160.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"100\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>13.02.2015 &#8212; Aus irgendwelchen Gr\u00fcnden interessieren sich Schweizer Musiker zur Zeit f\u00fcr die Mongolei \u2012 m\u00f6glicherweise auf der Suche nach den letzten exotischen Parf\u00fcms oder noch unausgesch\u00f6pften Kombinationen der Weltmusik. Gr\u00f6ssere Gegens\u00e4tze gibt\u2019s trotz Beschw\u00f6rungen von Gemeinsamkeiten fast nicht, und dies nicht nur kulinarisch. 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