{"id":2277,"date":"2015-05-04T14:49:07","date_gmt":"2015-05-04T14:49:07","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2015\/05\/04\/minenfeld-musikergagen\/"},"modified":"2015-05-04T14:49:07","modified_gmt":"2015-05-04T14:49:07","slug":"minenfeld-musikergagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2015\/05\/04\/minenfeld-musikergagen\/","title":{"rendered":"Minenfeld Musikergagen"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><em>von Wolfgang B\u00f6hler<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/kolumnewb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Portr\u00e4t Wolfgang B\u00f6hler\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>01.05.2015 \u2013 Zum Tag der Arbeit: Musikergagen sind ein Minenfeld f\u00fcr alle, die mit dem Betrieb wenig vertraut sind (und f\u00fcr die, die damit vertraut sind, auch, also eigentlich f\u00fcr alle). Wer \u00f6ffentlich Jobs anbietet, die mikrig bezahlt werden, muss mit Shitstorms rechnen \u2012 von seiten der Musikergewerkschaften und -verb\u00e4nde und von Musikern. Wer fern von kulturellen Netzwerken Konzerte zu Tarifen veranstalten will, die den Tarifvorstellungen der Verb\u00e4nde entsprechen, kann h\u00e4ufig rechnen wie er will, seine Budgets werden am Schluss rot aussehen, es sei denn, er oder sie geh\u00f6ren zu irgendwelchen Inner Circles, die irgendwo irgendwelche grossz\u00fcgigen Sponsoren- und M\u00e4zenengelder abholen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<em>von Wolfgang B\u00f6hler<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/kolumnewb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Portr\u00e4t Wolfgang B\u00f6hler\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>01.05.2015 \u2013 Zum Tag der Arbeit: Musikergagen sind ein Minenfeld f\u00fcr alle, die mit dem Betrieb wenig vertraut sind (und f\u00fcr die, die damit vertraut sind, auch, also eigentlich f\u00fcr alle). Wer \u00f6ffentlich Jobs anbietet, die mikrig bezahlt werden, muss mit Shitstorms rechnen \u2012 von seiten der Musikergewerkschaften und -verb\u00e4nde und von Musikern. Wer fern von kulturellen Netzwerken Konzerte zu Tarifen veranstalten will, die den Tarifvorstellungen der Verb\u00e4nde entsprechen, kann h\u00e4ufig rechnen wie er will, seine Budgets werden am Schluss rot aussehen, es sei denn, er oder sie geh\u00f6ren zu irgendwelchen Inner Circles, die irgendwo irgendwelche grossz\u00fcgigen Sponsoren- und M\u00e4zenengelder abholen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Um die ganze Sache komplizierter zu machen, verhalten sich viele Musiker inkonsequent. Sie protestieren \u00f6ffentlich, sind privat aber durchaus bereit, untertarifliche Angebote zu akzeptieren, um wenigstens \u00fcberhaupt mal Auftrittsgelegenheiten zu haben. Der Musikmarkt ist ein K\u00e4ufermarkt und es gibt viel zu viel gute, sehr gute, ja auch exzellente Musiker und Musikerinnen. Das ist f\u00fcr die Kreativit\u00e4t und Vitalit\u00e4t des Musiklebens gut, macht das \u00dcberleben aber f\u00fcr alle, ausser die k\u00fcnstlerischen oder kommerziellen \u00dcberflieger, schwierig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">In die Falle getappt ist in Luzern die Brasserie Bodu. Ihre Betreiber offerierten Studierenden (naiverweise) \u00f6ffentlich Auftrittsgelegenheiten gegen einen Verpflegungsgutschein. Auf Facebook provozierte das Lokal damit einen Sturm der Entr\u00fcstung: Frechheit, Zumutung, Spinnerei, mies, Angebot von Vollpfosten\u2026 halt das Kabinett der \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen unter den Online-Schm\u00e4hungen hat sich \u00fcber die Brasserie ergossen. Laut einem Bericht des Innerschweizer Onlinemagazins <a href=\"http:\/\/www.zentralplus.ch\/de\/news\/kultur\/3507584\/Shitstorm-gegen-Luzerner-Kult-Lokal.htm\">zentralplus<\/a> hatten die Brasseristen nur gute Absichten. Sie h\u00e4tten den Auszubildenden etwas bieten wollen, und die Idee sei mit der Musikhochschule besprochen worden. Von deren Seite seien keine Bedenken ge\u00e4ussert worden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Es gibt aber durchaus Veranstalter, die in dem schwierigen Umfeld in Form einer Win-Win-Situation Gutes zu tun in der Lage w\u00e4ren: Chancen bieten k\u00f6nnten den Nachwuchsmusikern vor allem die zahllosen Blasmusik- und Chorvereingungen im Land, die f\u00fcr ihre Jahreskonzerte, Unterhaltungsabende und f\u00fcr weitere Anl\u00e4sse Anregungen suchen. Sie w\u00e4ren mit einem Link zu den Musikhochschulen in der Lage, gleich drei Fliegen auf einen Schlag zu treffen. In Zusammenarbeit mit jungen, hungrigen Musikerinnen und Musikern k\u00f6nnten sie hochklassige interessante Programme gestalten, Br\u00fccken schlagen zwischen urbaner und l\u00e4ndlicher Kultur und etwas Substantielles f\u00fcr die Nachwuchsf\u00f6rderung tun. Viele von ihnen haben nach wie vor genug Geld in den Schatullen, um angemessene Gagen zu bezahlen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Die Musikhochschulen stellen entsprechende Angebote zur Verf\u00fcgung. In Bern etwa vermittelt <a href=\"http:\/\/www.kult-agentur.ch\">www.kult-agentur.ch<\/a> Studierende f\u00fcr Anl\u00e4sse aller Art.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><em>von Wolfgang B\u00f6hler<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/kolumnewb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Portr\u00e4t Wolfgang B\u00f6hler\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/>01.05.2015 \u2013 Zum Tag der Arbeit: Musikergagen sind ein Minenfeld f\u00fcr alle, die mit dem Betrieb wenig vertraut sind (und f\u00fcr die, die damit vertraut sind, auch, also eigentlich f\u00fcr alle). Wer \u00f6ffentlich Jobs anbietet, die mikrig bezahlt werden, muss mit Shitstorms rechnen \u2012 von seiten der Musikergewerkschaften und -verb\u00e4nde und von Musikern. Wer fern von kulturellen Netzwerken Konzerte zu Tarifen veranstalten will, die den Tarifvorstellungen der Verb\u00e4nde entsprechen, kann h\u00e4ufig rechnen wie er will, seine Budgets werden am Schluss rot aussehen, es sei denn, er oder sie geh\u00f6ren zu irgendwelchen Inner Circles, die irgendwo irgendwelche grossz\u00fcgigen Sponsoren- und M\u00e4zenengelder abholen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2277","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-editorials","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2277","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2277"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2277\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2277"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2277"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2277"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}