{"id":245,"date":"2014-01-10T10:45:40","date_gmt":"2014-01-10T10:45:40","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/noemi-nadelmann-sempre-libera\/"},"modified":"2014-01-10T10:45:40","modified_gmt":"2014-01-10T10:45:40","slug":"noemi-nadelmann-sempre-libera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/noemi-nadelmann-sempre-libera\/","title":{"rendered":"No\u00ebmi Nadelmann: \u00abSempre libera\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2007\/071102nadelmann.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><em>02.11.2007 &#8212;<\/em> Junge smarte Frauen beherrschen im CD-Gesch\u00e4ft heute die Auslagen der Klassik-Neuerscheinungen. Unter den Instrumentalistinnen die Pianistin H\u00e9l\u00e8ne Grimaud, die Cellistin Sol Gabetta, die Trompeterin Alison Balsom, die Geigerinnen Hilary Hahn und Julia Fischer und zahlreiche andere. Die absolute Musik ist als Konsumware beim breiten Publikum allerdings nie wirklich angekommen. Am meisten Geld l\u00e4sst sich deshalb nach wie vor mit den S\u00e4ngerinnen verdienen. Am komfortabelsten ist dabei die Deutsche Grammophon versorgt \u2212 sie hat mit Anna Netrebko und Elina Garan\u010da die ganz grossen Abr\u00e4umerinnen der letzten Jahre an Bord. Die ebenfalls von Universal vertriebene Decca hat mit dem originellen \u00abMaria Malibran\u00bb-Programm von Cecilia Bartoli ebenfalls einen Trumpf im \u00c4rmel, und EMI Classics kann mit Diana Damrau \u2212 und dank eines Jubil\u00e4ums \u2212 mit der Legende Maria Callas auftrumpfen.<\/p>\n<p> Da wirkt es schon fast ein bisschen wie Trittbrettfahren, wenn Sony BMG unter dem Titel \u00abSempre libera\u00bb noch einmal nun fast zehn Jahre alte Aufnahmen der Schweizer Sopranistin No\u00ebmi Nadelmann auf den Markt dr\u00fcckt. F\u00fcr die Wiederauflage des bereits im November 1999 bei Arte Nova erschienenen Albums gibt es allerdings einen weiteren triftigen Grund: Dank ihrem Mitwirken in der Jury einer Pop-Castingshow des Schweizer Fernsehens ist die S\u00e4ngerin auch Nicht-Klassik-Liebhabern ein Begriff. Vor allem aber ist sie vom 21. bis 25. November dieses Jahres im Z\u00fcrcher Hallenstadion in einer Arena-Produktion von Verdis \u00abTraviata\u00bb zu sehen und zu h\u00f6ren, und zwar in der Rolle der Violetta.<\/p>\n<p> Die Aufnahmen der CD stammen aus einer Einspielung im Passionsspielhaus Erl, in dem der S\u00e4ngerin unter der Leitung von Gustav Kuhn vom Orchester der Tiroler Festspiele der akustische Teppich ausgerollt worden ist. Einen kurzen Gastauftritt hat \u00fcberdies der Tenor Arnold Bezuyen.<\/p>\n<p> Das Kernst\u00fcck des Arienreigens der Silberscheibe bilden die beiden opulenten Nummern \u00abE strano&#8230;Ah fors&#8217;\u00e9 lui\u00bb \u2212 nat\u00fcrlich aus Verdis \u00abTraviata\u00bb \u2212 und \u00abEccomi in lieta vesta&#8230;\u00bb aus Bellinis \u00abI Capuleti ed i Montecchi\u00bb, letztere sicherlich der expressive H\u00f6hepunkt der CD. In der Rolle der Violetta ist Nadelmann \u00fcberdies mit \u00abAddio del passato\u00bb zu h\u00f6ren. Ansonsten versammelt die CD Ausz\u00fcge aus Opern von Mozart, H\u00e4ndel, Puccini, Donizetti und Massenet.<\/p>\n<p> Seit 1999 haben die Produktionen f\u00fcr den globalen Klassikmarkt die Latte in Sachen CD-Perfektion allerdings etwas h\u00f6her gelegt. So f\u00e4llt vielleicht heute etwas st\u00e4rker auf, dass die ansonsten erstklassige und charaktervolle Nadelmann m\u00f6glicherweise etwas zu sehr auf kerniges Vibrato setzt und in den Spitzent\u00f6nen vereinzelte H\u00e4rten zeigt. Auch das Orchester wackelt ab und zu. Alles in allem unterstreicht die Neuauflage aber den neugewonnenen Ruhm der Schweizer Sopranistin. Sie d\u00fcrfte als Erinnerungsst\u00fcck f\u00fcr alle Hallenstadionbesucher und als stimmungsvolle Begleiterin dunkler Adventstage beste Dienste leisten. <em>(wb)<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\"><em> <span class=\"txt-s-black\"> No\u00ebmi Nadelmann: Sempre libera, Arien von Verdi, Puccini, Mozart, H\u00e4ndel, Massenet, Bellini und Donizetti, Orchester der Tiroler Festspiele, Gustav Kuhn (Leitung), Sony BMG 2007, Best.-Nummer 88697 19102 2.<\/span><\/em><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>02.11.2007 &#8212; Junge smarte Frauen beherrschen im CD-Gesch\u00e4ft heute die Auslagen der Klassik-Neuerscheinungen. 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