{"id":2534,"date":"2015-09-11T09:31:53","date_gmt":"2015-09-11T09:31:53","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2015\/09\/11\/see-siang-wongs-swiss-piano-project\/"},"modified":"2015-09-11T09:31:53","modified_gmt":"2015-09-11T09:31:53","slug":"see-siang-wongs-swiss-piano-project","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2015\/09\/11\/see-siang-wongs-swiss-piano-project\/","title":{"rendered":"See Siang Wongs Swiss Piano Project"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2015\/150911wong.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"100\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">11.09.2015 \u2013 Ganze Zyklen von Auftragswerken haben Konjunktur. So schlecht ist das gar nicht, ergeben sich doch Quervergleiche, Kontraste und Bez\u00fcge, die das Verst\u00e4ndnis zeitgen\u00f6ssischen Komponierens in tiefenscharfem Licht schillern und irisieren lassen. Die amerikanische Geigerin Hilary Hahn etwa hat die originelle Idee gehabt, gleich 27 Zugabest\u00fccke in Auftrag zu geben und das so entstandene Musterbuch heutiger Kompositionstechniken auf einem Album zu dokumentieren. \u00a0Pro Helvetia und der Verband Schweizerischer Berufsorchester haben unter dem Label \u00ab\u0152uvres Suisses\u00bb 34 Schweizer Orchesterwerke initiiert. Man kann das Engagement der Schweizer Kulturstftung dabei als eine Art sanfte Erpressung verstehen: Im Gegenzug unterst\u00fctzt sie die Orchester, welche die Werke auff\u00fchren, mit einem Beitrag an Auslandtourneen, Nachwuchs- und Vermittlungsprojekte.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2015\/150911wong.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"100\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">11.09.2015 \u2013 Ganze Zyklen von Auftragswerken haben Konjunktur. So schlecht ist das gar nicht, ergeben sich doch Quervergleiche, Kontraste und Bez\u00fcge, die das Verst\u00e4ndnis zeitgen\u00f6ssischen Komponierens in tiefenscharfem Licht schillern und irisieren lassen. Die amerikanische Geigerin Hilary Hahn etwa hat die originelle Idee gehabt, gleich 27 Zugabest\u00fccke in Auftrag zu geben und das so entstandene Musterbuch heutiger Kompositionstechniken auf einem Album zu dokumentieren. \u00a0Pro Helvetia und der Verband Schweizerischer Berufsorchester haben unter dem Label \u00ab\u0152uvres Suisses\u00bb 34 Schweizer Orchesterwerke initiiert. Man kann das Engagement der Schweizer Kulturstftung dabei als eine Art sanfte Erpressung verstehen: Im Gegenzug unterst\u00fctzt sie die Orchester, welche die Werke auff\u00fchren, mit einem Beitrag an Auslandtourneen, Nachwuchs- und Vermittlungsprojekte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Das Projekt des in Z\u00fcrich wirkenden niederl\u00e4ndisch-chinesischen Pianisten See Siang Wong verfolgt eine \u00e4hnliche Idee wie Hahn: Entstanden ist, allerdings \u00fcber einen etwas l\u00e4ngeren Zeitraum, ein \u00abKompendium der Neuen Schweizer Klaviermusik\u00bb. Die von ihm in Auftrag gegeben Werke sind zwischen 2001 und 2014 entstanden und zeugen damit auch vom musikalischen Schaffen der Nuller-Jahre des neuen Jahrhunderts in der Schweiz. Musiques Suisses pr\u00e4sentiert die Sammlung in Form einer Tripel-CD mit einem sorgf\u00e4ltig gestalteten Booklet, das die einzelnen Beitr\u00e4ge und die Biografien ihrer Sch\u00f6pfer beschreibt. Ein einziges (!) Werk stammt \u00fcbrigens von einer Komponistin, n\u00e4mlich von C\u00e9cile Marti.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">In einem klugen Kommentar erkl\u00e4rt Michael Eidenbenz, der Direktor der Musikabteilung der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste, im Booklet \u00fcberdies, dass sich die Kompositionen \u00abunbek\u00fcmmert autonom\u00bb geb\u00e4rdeten \u00abgegen\u00fcber dem Regelwerk der pianistischen Standardisierungen\u00bb und damit den H\u00f6rappetit umso entschiedener anregten.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Die Tripel-CD d\u00fcrfte f\u00fcr Pianisten (wie Hahns Album f\u00fcr Geiger) vor allem auch als Musterbuch dienen \u2012 falls ihnen die Lust noch nicht vergangen ist, ihr Repertoire um Zeitgen\u00f6sssisches zu erweitern. <em>(wb)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"> <strong>Info:<\/strong><\/span><br \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"> See Siang Wong, Swiss Piano Project, Musiques Suisses, MGB CTS-M143,<br \/>Bezugsnachweis:<\/span><br \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><a href=\"https:\/\/www.musiques-suisses.ch\/de\/See-Siang-Wong\/Swiss-Piano-Project\/id\/617\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> https:\/\/www.musiques-suisses.ch\/de\/See-Siang-Wong\/Swiss-Piano-Project\/id\/617<\/a> \u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/bilder2015\/150911wong.png\" border=\"0\" alt=\"Cover CD\" width=\"100\" height=\"100\" style=\"float: left; margin: 8px;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\">11.09.2015 \u2013 Ganze Zyklen von Auftragswerken haben Konjunktur. So schlecht ist das gar nicht, ergeben sich doch Quervergleiche, Kontraste und Bez\u00fcge, die das Verst\u00e4ndnis zeitgen\u00f6ssischen Komponierens in tiefenscharfem Licht schillern und irisieren lassen. Die amerikanische Geigerin Hilary Hahn etwa hat die originelle Idee gehabt, gleich 27 Zugabest\u00fccke in Auftrag zu geben und das so entstandene Musterbuch heutiger Kompositionstechniken auf einem Album zu dokumentieren. \u00a0Pro Helvetia und der Verband Schweizerischer Berufsorchester haben unter dem Label \u00ab\u0152uvres Suisses\u00bb 34 Schweizer Orchesterwerke initiiert. 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