{"id":279,"date":"2014-01-10T11:12:49","date_gmt":"2014-01-10T11:12:49","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/fuenf-konzerte-vivaldis-erstmals-eingespielt\/"},"modified":"2014-01-10T11:12:49","modified_gmt":"2014-01-10T11:12:49","slug":"fuenf-konzerte-vivaldis-erstmals-eingespielt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/fuenf-konzerte-vivaldis-erstmals-eingespielt\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Konzerte Vivaldis erstmals eingespielt"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/popular\/060714vivaldi.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><em>15.07.2006 &#8212;<\/em> Vivaldis \u00abVier Jahreszeiten\u00bb geh\u00f6ren zu den popul\u00e4rsten Werken des italienischen Barocks und sind vermutlich tausendfach eingespielt worden. Die anregenden, h\u00f6chst musikantischen Kl\u00e4nge m\u00fcssten bei den Liebhabern eigentlich Lust auf mehr gemacht haben. Die vier Violinkonzerte sind n\u00e4mlich beileibe nicht die einzigen ihrer Art aus der Feder des \u00abRoten Priesters\u00bb, wie Vivaldi auch genannt wird. In Tat und Wahrheit z\u00e4hlt das Werkverzeichnis des venezianischen Tonsch\u00f6pfers um die 240 Konzerte f\u00fcr die Geige und umfasst damit rund ein Drittel seines Gesamtwerkes. Vierzig der Konzerte sind trotz der ungebrochenen Popularit\u00e4t Vivaldis \u00fcberhaupt noch nie eingespielt worden. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass sie in Kreisen der Musikwissenschaft unverst\u00e4ndlicherweise wenig Interesse zu wecken vermochten und das Notenmaterial deshalb bislang kaum aufgearbeitet worden ist.<\/p>\n<p> Das von Andrea Marcon geleitete Venice Baroque Orchestra und der Geigenvirtuose und Barockspezialist Giuliano Carmignola haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Sie legen eine spektakul\u00e4re Ersteinspielung von f\u00fcnf der kantigen und vor Ideenreichtum spr\u00fchenden unbekannteren Konzerte vor. Carmignola stellt f\u00fcr ein derartiges Projekt sicherlich eine Idealbesetzung dar, amtete er unter anderem doch sieben Jahre lang als Konzertmeister des legend\u00e4ren Opernorchesters La Fenice in Venedig. Dem Schweizer Publikum ist er heute als Dozent von Streicherklassen an der Musikhochschule Luzern ein Begriff. <\/p>\n<p> Die Aufnahmen der f\u00fcnf Konzerte mit den Verzeichnisnummern RV 331, 190, 325, 217 und 303 sind dieses Jahr im Gustav-Mahler-Saal des Kulturzentrums Grand Hotel in Toblach realisiert worden. Die akustische Konzertsaalumgebung bringt die Musik klar konturiert nahe an den Zuh\u00f6rer heran und unterstreicht die reichhaltigen Gestaltungsmittel von Solist und Orchester. Die Frische und Vitalit\u00e4t der Aufnahmen halten beste F\u00fcrsprache f\u00fcr die Trouvaillen. Solist und Orchester konzertieren mit energischem, konturiertem Zugriff. In vorw\u00e4rts st\u00fcrmenden Tutti scheint die charakteristische barocke Treppendynamik dabei manchmal auch fast von selber die Crescendi der Mannheimer Schule vorwegnehmen zu wollen. <\/p>\n<p> F\u00fcr die klangliche Brillanz des Orchesters d\u00fcrfte nicht zuletzt die Tatsache verantwortlich sein, dass zwar auf Originalinstrumenten, aber dennoch in relativ modernem Kammerton von 440 Hz musiziert wird. In den langsamen S\u00e4tzen, in denen das Cembalo als Continuo-Instrument pausiert und die delikaten Farbtupfer der Laute durchh\u00f6rbar werden, k\u00f6nnen die gut ein Dutzend Streicher ihren Instrumenten aber auch beinahe romantisierende T\u00f6ne entlocken. Der kundige und n\u00fctzliche Kommentar im Booklet stammt vom Musikologen Olivier Four\u00e9s, der sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Vivaldi-Konzerte verschrieben hat. <em>(wb)<\/em><\/p>\n<p> <em><span class=\"txt-s-black\" style=\"font-size: x-small;\">Antonio Vivaldi: Concertos for Violin, Strings, and Continuo; Giuliano Carmignola (Violine), Venice Baroque Orchestra, Andrea Macon (Harpischord and Conductor), Archiv-Produktion (Deutsche Grammophon), 00289 477 6005. <\/span><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15.07.2006 &#8212; Vivaldis \u00abVier Jahreszeiten\u00bb geh\u00f6ren zu den popul\u00e4rsten Werken des italienischen Barocks und sind vermutlich tausendfach eingespielt worden. 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