{"id":283,"date":"2014-01-10T21:43:21","date_gmt":"2014-01-10T21:43:21","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/kubas-beruehmteste-zweite-stimme\/"},"modified":"2014-01-10T21:43:21","modified_gmt":"2014-01-10T21:43:21","slug":"kubas-beruehmteste-zweite-stimme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/kubas-beruehmteste-zweite-stimme\/","title":{"rendered":"Kubas ber\u00fchmteste zweite Stimme"},"content":{"rendered":"<p>28.08.2003 &#8212; <span class=\"txt-m-black\"><strong>Mit 15 Jahren komponierte er seinen ersten Son, mit 90 wurde er zu einem Weltstar, aufgetreten ist er bis kurz vor seinem Tod: Francisco Repilado alias Compay Segundo hat das Erbe der kubanischen Popul\u00e4rmusik mit Passion in die Gegenwart getragen. Am 14. Juli 2003 ist der alterslose Meister in Havanna 95-j\u00e4hrig einem Nierenversagen erlegen.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>28.08.2003 &#8212; <span class=\"txt-m-black\"><strong>Mit 15 Jahren komponierte er seinen ersten Son, mit 90 wurde er zu einem Weltstar, aufgetreten ist er bis kurz vor seinem Tod: Francisco Repilado alias Compay Segundo hat das Erbe der kubanischen Popul\u00e4rmusik mit Passion in die Gegenwart getragen. Am 14. Juli 2003 ist der alterslose Meister in Havanna 95-j\u00e4hrig einem Nierenversagen erlegen.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\">\u00abDe Alto Cedro voy para Marcan\u00e9, \/ Llego a Cueto voy para Mayar\u00ed\u2026\u00bb: Ein verliebter Wanderer zieht in Kubas wildem Osten von einem Ort zum n\u00e4chsten, erinnert sich an Juanica und Chan Chan \u2013 Realit\u00e4t und Figuren aus einem Volksm\u00e4rchen vermischen sich. Compay Segundos Son \u00abChan Chan\u00bb, der aufgenommen worden ist ins Goldene Buch des kubanischen Kulturerbes, gilt als zweite Nationalhymne. <\/p>\n<p> Das raffiniert-eing\u00e4ngliche, verspielt-frivole, auf nur zwei Akkorden basierende Meister-St\u00fcck komponierte Compay Segundo im reiferen Alter von 82 Jahren; 1989 hat er es mit dem Cuarteto Patria an einem Festival in Washington, im Feindesland, uraufgef\u00fchrt. <\/p>\n<p> Der internationale Durchbruch des M\u00e1ximo Francisco Repilado Mu\u00f1oz alias Compay Segundo kam in den Neunzigerjahren in vier Schritten: 1994 in Sevilla \u2013 Compay war mittlerweile 87 und strotzte vor Vitalit\u00e4t \u2013, 1995 mit der ersten Tournee in Frankreich und Belgien sowie Einspielungen in Madrid, 1996 mit einer Europatournee und, als Folge der in Spanien ausgel\u00f6sten Kuba-Welle, 1997 mit Ry Cooders CD \u00abBuena Vista Social Club\u00bb, der zwei Jahre darauf Wim Wenders\u2019 gleichnamiger Film folgte. <\/p>\n<p> Hut, Zigarre und Arm\u00f3nico<\/p>\n<p> Und pl\u00f6tzlich standen sie im Rampenlicht, Omara Portuondo und Ibrahim Ferrer, Manuel Puntillita Licea und P\u00edo Leyva, Orlando Cacha\u00edto Lopez, Manuel Guajiro Mirabal, Eliades Ochoa und Rub\u00e9n Gonz\u00e1lez \u2013 allen voran dominant und breit lachend der Senior, der dunkelh\u00e4utige Compay Segundo mit seinem hellen Panama samt tabakbraunem Hutband, in gediegenem Anzug und mit Gitarre. Las leyendas cubanas, die kubanischen Legenden, die einst popul\u00e4ren Trovadores und Soneros, waren selbst in ihrer Heimat nur noch einem kleinen Kreis von Aficionados bekannt gewesen. <\/p>\n<p> Die alte Garde kn\u00fcpfte, als ob mittlerweile nicht Jahrzehnte vergangen w\u00e4ren, an die Tradition der Zwanziger- und Dreissigerjahre an, bef\u00f6rderte m\u00fchelos Aberhunderte alter Balladen und Sones, Habaneras und Guajiras, Boleros, Canciones, Danzones, Merengues, Congas und Rumbas aus dem Ged\u00e4chtnis, brachte allerorten das Publikum in die Theater und in die Stadien, auf die Beine und aus dem H\u00e4uschen. <\/p>\n<p> Mit Schalk und Passion<\/p>\n<p> Primus inter pares und Methusalem war er seit Beginn des Kuba-Fiebers; lust- und humorvoll hat Compay Segundo sein F\u00fcllhorn ausgesch\u00fcttet, hat mit sonorem Bassbariton, virtuosem Spiel auf dem von ihm entwickelten Arm\u00f3nico, mit bezwingender B\u00fchnenpr\u00e4senz, mit Witz, Selbstironie, Schalk und Passion Millionen von Menschen in seinen Bann gezogen und mit dem wonnigen Virus der ostkubanischen l\u00e4ndlichen Musik angesteckt. Weit \u00fcber hundert Werke seines immensen Repertoires hat er selber gedichtet und komponiert, das erste mit 15 Jahren, \u00abYo vengo aqu\u00ed\u00bb, eine Elegie an ein M\u00e4dchen, das Franciscos Herz raubte. Der Son hat keine Patina angesetzt. <\/p>\n<p> Compay sang von Liebe und Lust, von Trennung, Schmerz und Erf\u00fcllung, von spr\u00f6den und willigen Se\u00f1oritas; er pries die Frauen, die G\u00e4rten, das Meer, die Weiler und St\u00e4dte der urw\u00fcchsigen Provinz Oriente; er entlarvte den schn\u00f6den Schein der Welt, beschwor die heilige Jungfrau von Cobre, die Geister der Yoruba-G\u00f6tter und die Bek\u00f6mmlichkeit von W\u00fcrsten, K\u00fcrbis, Reis und frittierten Bananen. Kr\u00e4ftig gew\u00fcrzt, saftvoll, k\u00f6stlich und stark im Abgang \u2013 \u00absabroso\u00bb eben \u2013 ist das Ganze im lockeren Zusammenspiel von Text, Melodie, Harmonie und Instrumentarium. Nicht zu vergessen: Compay Segundo hat es nach alter Tradition verstanden, seinen Worten elegant und spitzb\u00fcbisch den kubanischen erotischen Doppelsinn zu unterlegen \u2013 der Macho denkt an sich selbst zuerst. <\/p>\n<p> Eine bewegte Epoche<\/p>\n<p> Geboren wurde Compay Segundo am 18. November 1907 als viertes Kind einer Bauernfamilie in Siboney nahe Santiago im heissen S\u00fcdosten Kubas, dem Tiegel, in dem die Musiken der ehemaligen Sklaven aus Afrika und Haiti, der Immigranten aus Andalusien, Galicien, den Kanarischen Inseln, aus Nord-, Mittel- und S\u00fcdamerika zusammengeworfen und verschmolzen wurden zu dem, was in den Neunzigerjahren als afrokubanische Musik die Discos, Konzerts\u00e4le und Kinos der \u00fcbrigen Welt mit tropischen Melodien, Rhythmen und Emotionen zu f\u00fcllen begann. <\/p>\n<p> F\u00fcnf Jahre vor Francisco Repilados Geburt wurde Kuba offiziell unabh\u00e4ngig von der Kolonialmacht Spanien, dann folgte die Pseudorepublik mit ihrem Pr\u00e4sidentenkarussell samt Machtmissbrauch, Korruption, Nepotismus, Zensur, Folter, Terror, US-Mafia; Fidel Castro entz\u00fcndete die Fackel der Revolution, die USA antworteten mit einem bis heute Kuba im W\u00fcrgegriff haltenden Handelsembargo, es kam die Kubakrise, schliesslich 1991 die \u00abSpezialperiode in Friedenszeiten\u00bb mit der Rationierung alles Lebensnotwendigen. <\/p>\n<p> Torcedor, Barbero, Sonero<\/p>\n<p> Francisco lernte das Metier des Zigarrendrehers, des Torcedors, das er neben dem Musikmachen w\u00e4hrend vierzig Jahren aus\u00fcbte, und des Barbiers, liess sich, weitgehend autodidaktisch, auf die Musik des Volkes ein \u2013 ohne Zweifel eine Naturbegabung, denn keiner seiner Vorfahren war musikalisch auff\u00e4llig. <\/p>\n<p> Ein Mann der zweiten Stunde, dieser Francisco Repilado, der in Santiago de Cuba, wo seine Familie 1916 Wohnsitz genommen hatte, auf der Klarinette, auf dem Tres und der gr\u00f6sseren Gitarre zu spielen begann, komponierte und sich 1919 sein eigenes Instrument baute, Trilina oder Arm\u00f3nico genannt, eine Gitarre mit sieben Metallsaiten (die dritte doppelt), und die ad\u00e4quate Spielweise aust\u00fcftelte. <\/p>\n<p> Jung war er von Dorf zu Dorf gezogen und hatte in Bars, Caf\u00e9s und an Fiestas nach alter Sitte der Wanders\u00e4nger mit seinen Sones einige Pesos gesammelt. Seine ersten Auftritte mit Kollegen hatte er in den fr\u00fchen Zwanzigerjahren mit dem Sexteto Los Seis Ases, mit drei Estudiantinas (Studentengruppen), dann mit dem Cuarteto Cubanac\u00e1n, das Anfang der Dreissigerjahre in den neu gegr\u00fcndeten kommerziellen Radiostationen eine Plattform fand. Mit dem Quinteto Cuban Stars unternahm Francisco Repilado seine erste Tournee, gastierte anschliessend 1934 in Havanna, und er blieb im Trubel der Hauptstadt mit ihren Bars, Casinos, Cabarets, Theatern, Festivit\u00e4ten und dem quirligen musikalischen Leben h\u00e4ngen. <\/p>\n<p> Das Duo \u00abLos Compadres\u00bb <\/p>\n<p> Wie kam Francisco zu seinem Pseudonym? Auf dem Land begr\u00fcssten sich Kubas M\u00e4nner mit Compadre, und so verfielen Lorenzo Hierrezuelo, ebenfalls 1907 in der Provinz Oriente geboren, und dessen Vetter Francisco Repilado auf die Idee, ihr 1942 gegr\u00fcndetes Duo \u00abLos Compadres\u00bb zu nennen. Lorenzo sang die erste Stimme, war Compadre oder Compay Primero, Francisco die zweite: Compay Segundo. Der Name ist l\u00e4ngst zu einem Monument geworden in der Geschichte der urw\u00fcchsig l\u00e4ndlichen kubanischen Musik. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/compay2.jpg\" border=\"0\" align=\"middle\" \/><\/p>\n<p> Dank den neuen Medien Radio und Schallplatte breitete sich der Ruhm der \u00abCompadres\u00bb fl\u00e4chendeckend aus. Nach einem Streit um Autorenrechte trennten sich die beiden im Herbst 1955. (Lorenzo Hierrezuelo f\u00fchrte das Duo mit seinem Bruder Reinaldo weiter bis Ende der Siebzigerjahre. Ein ber\u00fchmtes Duo bildete Lorenzo zudem mit Mar\u00eda Teresa Vera zwischen 1937 und 1962. Reinaldo Hierrezuelo \u00fcbrigens leitet die seit 1933 bestehende Gruppe Vieja Trova Santiaguera.) <\/p>\n<p> Francisco Repilado bildete seine eigene Gruppe, bald bekannt als Compay Segundo y sus Muchachos. Zusammen mit den S\u00e4ngern Carlos Embale und P\u00edo Leyva spielte sie 1957 in Havanna ihre erste Platte ein \u2013 am Nachmittag des 13. M\u00e4rz. Die Aufnahme musste unterbrochen werden, weil Sch\u00fcsse und Explosionen ins Studio hallten: Das Directorio Revolucionario versuchte, Diktator Fulgencio Batistas Pr\u00e4sidentenpalast zu st\u00fcrmen. <\/p>\n<p> Die neue und die alte Zeit<\/p>\n<p> Erfolgreicher waren die von Castro angef\u00fchrten Barbudos, die b\u00e4rtigen Revolution\u00e4re: Am 1. Januar 1959 marschierte die Vorhut der Rebellenarmee in Havanna ein. Das Kultur- und Gesellschaftsleben, in den Augen der neuen Herrscher und struppigen Haudegen ein kapitalistischer S\u00fcndenpfuhl, wurde trockengelegt. Aufm\u00e4rsche, Hurrapatriotismus und die linientreuen Politges\u00e4nge der Nueva Trova waren das Gebot der Stunde. Die Musiker im alten Stil standen f\u00fcr eine \u00fcberwundene Zeit und mussten sich fortan ihren Unterhalt mit volksn\u00fctzlicher T\u00e4tigkeit sichern: Compay rollte bei H. Upmann bis 1970 Zigarren \u2013 ohne einen Tag zu fehlen. Im Rentnerdasein begann er mit Lust und Laune wieder intensiv zu musizieren. <\/p>\n<p> Mittlerweile hatte es der Regierung zu d\u00e4mmern begonnen, dass den Kuba-Touristen mit martialischen Marschliedern und lobhudelnden Heldenepen nach dem Muster von Carlos Puebla wenig gedient war und sie begann, mit bescheidenen Mitteln die in die Jahre gekommenen, ehedem popul\u00e4ren Tocadores, Cantadores, Vokal- und Instrumentalgruppen und die traditionellen Orchester zu f\u00f6rdern. <\/p>\n<p> Gewandeltes Selbstverst\u00e4ndnis<\/p>\n<p> W\u00e4hrend mehr als acht Jahrzehnten hat Compay Segundo die musikalischen Traditionen seiner Heimat, das Schaffen von Gr\u00f6ssen wie Juan de Dios Hechevarr\u00eda, Pepe S\u00e1nchez, Manuel Corona, Salvador Adams, Sindo Garay, Miguel Matamoros, Jos\u00e9 Banderas, \u00d1ico Saquito, Benny Mor\u00e9 assimiliert und bereichert, glanzvolle Kapitel der Musikgeschichte Kubas mitgestaltet. <\/p>\n<p> Doch im eigenen Land geh\u00f6rte Compay Segundo bis auf Weiteres zum alten Eisen. In Mar\u00eda Teresa Linares\u2019 Publikation \u00abLa m\u00fasica y el pueblo\u00bb aus dem Jahr 1974 (Editorial Pueblo y Educaci\u00f3n, La Habana) kommt Francisco Repilado zu einer einzigen Namensnennung; im 1981 vorgelegten \u00abDiccionario de la m\u00fasica cubana\u00bb von Helio Orovio (Editorial Letras Cubanas, La Habana) sind Compay Segundo 24 schmale Zeilen gewidmet. <\/p>\n<p> Ganz unverst\u00e4ndlich ist dies nicht. Denn Trovadores, M\u00e4nner und Frauen, die fantasiereich und eigenst\u00e4ndig \u00fcber einen enormen Schatz an kubanischer Popul\u00e4rmusik verf\u00fcgen, sind auch heutzutage keineswegs rar. Nur wenige jedoch haben nach Jahrzehnten der Plackerei ums \u00dcberleben und ohne \u00f6ffentliche Auftritte und Anerkennung (und dank Hilfe von aussen) im Alter wieder zur\u00fcckfinden k\u00f6nnen zu Energie und Stimme. Und in Kuba, der Insel junger Menschen, ist eine der Revolution entfremdete Generation herangewachsen, die an den Erzeugnissen der Vereinigten Staaten, an der international kompatiblen Rock-, Pop- und Technomusik mehr Interesse hat als am eigenen kulturellen Erbe und die eine Trova nur noch im Schlepptau freigebiger Touristen besucht. <\/p>\n<p> Klingendes Weltkulturerbe<\/p>\n<p> Anders im Westen. Kubas melodisch eing\u00e4ngige, formal kleinteilig und durch Refrain gegliederte, allerdings rhythmisch zuweilen komplexe Musik mit ihrer Vitalit\u00e4t und Lyrik, ihrem Zwang zum Tanzen, ihren prallen Texten voller Heiterkeit und Anz\u00fcglichkeit, dem Wechsel von Solostimme (Individuum) und Chor (Kollektiv), ihrer Vielfalt der Instrumente und deren Kombinationen \u2013 diese Musik, den heiteren Seiten des Lebens zugetan, weckt und belebt Kr\u00e4fte, f\u00fchrt an die Quellen volkst\u00fcmlicher Inspiration und b\u00e4uerlichen Gesangs, wirkt, als unverbildet und unkommerziell wahrgenommen, wie manche traditionelle Musik aus anderen Teilen der Welt als sonniger Gegenpol zum fahlen Einheitsbrei der Unterhaltungsgiganten. <\/p>\n<p> Der Durchbruch der betagten kubanischen Musiker kam noch zur rechten Zeit: Dank der Erfahrung und dem K\u00f6nnen der Veteraninnen und Veteranen, dank dem Anklang beim Publikum auf dem Alten Kontinent und dank der nun kaum mehr \u00fcberschaubaren Anzahl von Neueinspielungen und Archivausgrabungen ist der Nachwelt ein klingendes Weltkulturerbe bewahrt worden. <\/p>\n<p> Vida linda, amor lindo<\/p>\n<p> \u00abQue linda es la vida, que lindo es el amor\u00bb, heisst es in Compay Segundos Son \u00abAtaidi\u00bb (\u00abLas flores de la vida\u00bb) \u2013 \u00abWie sch\u00f6n ist das Leben, wie sch\u00f6n ist die Liebe\u00bb. Compay wollte so alt werden wie seine Grossmutter. Ma Regina, auf Kuba als Sklavin geboren (erst 1886 wurde in jener spanischen Kolonie die Leibeigenschaft aufgehoben), paffte Tabacos. Sie brachte es, was des Berichtens wert ist, auf ein biblisches Alter von 115 Jahren. Trotzdem: Ganz vergessen w\u00e4re sie, h\u00e4tte es da nicht ihren Lieblingsenkel Francisco gegeben, der als F\u00fcnfj\u00e4hriger zum Anraucher avancierte, die Zigarren seiner Abuela in Brand setzte. Die Havanna sollte Compay Segundo sein Leben lang begleiten. <\/p>\n<p> \u00abIch sitze nicht in der Ecke, um auf den Tod zu warten. Der muss mich schon suchen\u00bb, witzelte der hochbetagte Compay, der sein letztes Konzert in Mexiko-Stadt gab Ende Februar 2003. <\/p>\n<p> Und wenn ihn der Tod finde? \u00abDann werde ich ihn um noch einige J\u00e4hrchen bitten.\u00bb Das Ansinnen ist abgelehnt worden, vielleicht weil Compay Segundo, der Lebenslust und der Daseinsfreude standhaft verfallen, dem Gevatter Knochenmann keines seiner Lieder gewidmet hat. <\/p>\n<p> CDs mit Compay Segundo (Auswahl) <\/p>\n<p> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B000025M2C\/codexflores-21\">Yo Vengo Aqui<\/a> (1991, Dro East West) <br \/> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B00000B6FJ\/codexflores-21\">Antolog\u00eda Vol. 1-2<\/a> (1996, Dro East West; 2CDs)<br \/> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B00000B5LO\/codexflores-21\">Buena Vista Social Club<\/a> (1997, World Circuit)<br \/> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B000026QFY\/codexflores-21\">Lo mejor de la vida<\/a> (1998, Dro East West)<br \/> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B0000258WR\/codexflores-21\">Calle Salud<\/a> (1999, Dro East West)<br \/> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B000042OOC\/codexflores-21\">Los Compadres<\/a> (1999, Edenways)<br \/> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B000050663\/codexflores-21\">Las Flores de la Vida<\/a> (2000, Dro East West)<br \/> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B00005UCEX\/codexflores-21\">Duets<\/a><\/span><span class=\"txt-m-black\"> (2001, Dro<\/span><strong><span class=\"txt-m-black\"> East West) <\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.08.2003 &#8212; <span class=\"txt-m-black\"><strong>Mit 15 Jahren komponierte er seinen ersten Son, mit 90 wurde er zu einem Weltstar, aufgetreten ist er bis kurz vor seinem Tod: Francisco Repilado alias Compay Segundo hat das Erbe der kubanischen Popul\u00e4rmusik mit Passion in die Gegenwart getragen. Am 14. Juli 2003 ist der alterslose Meister in Havanna 95-j\u00e4hrig einem Nierenversagen erlegen.<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musikgeschichte","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=283"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}