{"id":287,"date":"2014-01-10T21:50:53","date_gmt":"2014-01-10T21:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/wie-langsam-ist-so-langsam-wie-moeglich\/"},"modified":"2014-01-10T21:50:53","modified_gmt":"2014-01-10T21:50:53","slug":"wie-langsam-ist-so-langsam-wie-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/wie-langsam-ist-so-langsam-wie-moeglich\/","title":{"rendered":"Wie langsam ist so langsam wie m\u00f6glich?"},"content":{"rendered":"<p>09.12.2004 &#8212; <span class=\"txt-m-black\">In Halberstadt, einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, zwischen G\u00f6ttingen und Magdeburg, ist ein ungew\u00f6hnliches Projekt in Angriff genommen worden: In einer nicht mehr als Sakralraum genutzten, geschichtstr\u00e4chtigen Kirche wird John Cages Orgelst\u00fcck \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb so langsam gespielt, dass bis zum Verklingen des letzten Tones 639 Jahre vergehen werden.<\/span><\/p>\n<p><strong>09.12.2004 &#8212; <span class=\"txt-m-black\">In Halberstadt, einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, zwischen G\u00f6ttingen und Magdeburg, ist ein ungew\u00f6hnliches Projekt in Angriff genommen worden: In einer nicht mehr als Sakralraum genutzten, geschichtstr\u00e4chtigen Kirche wird John Cages Orgelst\u00fcck \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb so langsam gespielt, dass bis zum Verklingen des letzten Tones 639 Jahre vergehen werden.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\">Wohl kaum ein Komponist hat die Frage nach den Grenzen dessen, was (noch) als Musik bezeichnet werden kann, so radikal gestellt wie der amerikanische Sch\u00f6nberg-Sch\u00fcler John Cage. Bis zum Extrem vorgedrungen ist er etwa mit seinem Klavierst\u00fcck \u00ab4\u201933\u2019\u2019\u00bb, das bloss noch die Umgebungsger\u00e4usche in einem Konzertsetting als akustische Ereignisse kennt oder mit zahlreichen Experimenten zu Zufallskonstruktionen. Auch mit dem Orgelst\u00fcck \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb (ASLSP steht f\u00fcr \u00abAs Slow As Possible\u00bb) aus dem Jahr 1985 zieht er die Trennlinie in extremer Region: Nimmt man die Tempoanweisung ernst, dann wird das St\u00fcck so zerdehnt gespielt, dass ein Zuh\u00f6rer mit den kognitiven Mitteln des Gestalth\u00f6rens bloss noch aneinander gereihte Einzelereignisse und keine Sinnganzheiten mehr erfassen kann. <\/p>\n<p><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p> <center>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p> <strong>Die Weblinks<\/strong> <br \/> John-Cage-Project: <a href=\"http:\/\/www.john-cage.halberstadt.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.john-cage.halberstadt.de<\/a><br \/> Orgelbau Seifert: <a href=\"http:\/\/www.orgelbau-seifert.de\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.orgelbau-seifert.de <\/a> <br \/> Halberstadt: <a href=\"http:\/\/www.halberstadt.de\/st_hbs.html\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.halberstadt.de <\/a><\/p>\n<p> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> 1987 bearbeitete Cage das St\u00fcck f\u00fcr Orgel. 1997, zehn Jahre danach, haben sich Organisten und Musiktheoretiker an einem Symposium in Trossingen die K\u00f6pfe dar\u00fcber zerbrochen, wie das St\u00fcck denn nun korrekt aufzuf\u00fchren w\u00e4re. Schliesslich hat man sich daf\u00fcr entschieden, die in der Idee angelegte Radikalit\u00e4t konsequent nachzuvollziehen und eine Wiedergabe ins Auge (oder ins Ohr) zu fassen, die ganze 639 Jahre in Anspruch nehmen soll.<\/p>\n<p> Auf ausgerechnet diese Zeitspanne ist man aufgrund des Auff\u00fchrungortes, der Burchardi-Kirche in Halberstadt, gekommen. In dem St\u00e4dtchen wurde 1361 mit dem Bau der ersten Grossorgel der Welt Musikgeschichte geschrieben. Die Blockwerksorgel verf\u00fcgte erstmals \u00fcber eine 12-t\u00f6nige Klaviatur und wies damit der abendl\u00e4ndischen Musik den Weg. Von 1361 bis ins Jahr 2000 sind 639 Jahre vergangen. An der Millenniums-Achse sollten die Ereignisse gewissermassen gespiegelt werden, um nach weiteren 639 Jahren einen weiteren musikgeschichtlichen Markstein setzen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p> <strong>Experiment im ehemaligen Schweinestall<\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<table align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"144\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/halb071204tasten.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\">Die letzten 190 Jahre ist die Kirche als Scheune, Schuppen, Schnapsbrennerei und Stall f\u00fcr Schweine genutzt worden. Mit Unterst\u00fctzung der Stadt Halberstadt und der Hilfe privater H\u00e4nde ist der Raum deshalb zun\u00e4chst gereinigt und durch ein neues Dach vor Regen gesch\u00fctzt worden. Nachdem auch neue Fenster eingesetzt worden sind, hat man nach dem Vorbild der ersten Faber-Orgel einen Blasebalg errichtet. Die Idee: Die Orgel, auf welcher \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb w\u00e4hrend der 639 Jahre wiedergegeben werden soll, wird sozusagen fliegend erbaut. Erst wenn die Partitur einen neuen Ton erfordert, wird dieser dem Instrument hinzugef\u00fcgt. So findet sich in dem Raum zur Zeit ein kleines Rumpfinstrument aus ein paar wenigen Orgelpfeifen \u2013 inklusive Manual. Und da kein Organist bereit ist, da jahrelang seinen Finger draufzudr\u00fccken, sind die Tasten der klingenden T\u00f6ne mit kleinen Sands\u00e4cklein beschwert.<\/p>\n<p> Die Wiedergabe des St\u00fcckes ist 2001, etwas sp\u00e4ter als geplant, anl\u00e4sslich des Geburtstages von John Cage, mit einer Generalpause aufgenommen worden, w\u00e4hrend der bloss der Blasebalg seinen noch nicht effektiven Dienst verrichtet hat. Seit 5. Februar 2003 erklingen g\u2019\u2019-h\u2019\u2019-gis\u2019\u2019\u2019, am 5. Juli 2004 sind e und e\u2019 hinzugekommen. <\/p>\n<p> Zun\u00e4chst einmal scheint es, als ob damit alles gesagt w\u00e4re und das ganze Projekt vor allem als cleveres Stadtmarketing in die Geschichte eingehen k\u00f6nnte, das es ja unbestrittenermassen auch ist. H\u00f6ren kann man von dem St\u00fcck im Grunde gnommen n\u00e4mlich nichts als bloss mikroskopische Auschnitte in Form liegender T\u00f6ne, die einem Normalsterblichen keinerlei Eindruck vom Ganzen zu geben verm\u00f6gen. Trotzdem kann man ob der radikalen Interpretation ins Gr\u00fcbeln kommen. Was an der Halberst\u00e4dter Auff\u00fchrung, kann man sich etwa fragen, ist denn nun wirklich verlangsamt?<\/p>\n<p> <strong>Aufgebl\u00e4ht oder verl\u00e4ngert?<\/strong><\/p>\n<p> Es besteht zum Beispiel ein hochinteressantes Missverh\u00e4ltnis zwischen Artikulation und Tempo, wenn die massiv zerdehnten T\u00f6ne in \u00abNormalgeschwindigkeit\u00bb ein- und ausgeschaltet werden. Kompositionen von immer l\u00e4ngerer Zeitdauer sind in der Musikgeschichte ja auch nie dadurch geschaffen worden, dass die Melodien l\u00e4nger gemacht wurden (ausser vielleicht bei Wagner, aber wir wollen jetzt nicht Thema wechseln), sondern dadurch, dass mehr Themen ins Spiel gebracht wurden. Die Achttaktperiode im Standardzeitmass von sechzig Schl\u00e4gen pro Minute gibt das menschliche Mass vor, was dar\u00fcber hinausgreift wird als opulent empfunden, was darunter bleibt als fragmentarisch. <\/p>\n<p> Ein Interpret, der ein St\u00fcck sehr langsam spielt, w\u00fcrde \u2013 auf einem flexibleren Instrument als der Orgel \u2013 Tonwechsel gewichtiger werden lassen, etwa mit ausziselierten Portamenti oder gem\u00e4chlichem Aufbl\u00fchen eins Tones. Aber auch auf der Orgel m\u00fcsste der Tonwechsel, zum Beispiel mit mikroskopischen \u00dcberlappungen f\u00fcr den Legato-Effekt oder einer kurzen Pause f\u00fcr ein Portamento, ein Ereignis f\u00fcr sich darstellen.<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"right\" valign=\"bottom\" width=\"220\"><span class=\"txt-s-black\"><strong>Die Orgel besitzt vorl\u00e4ufig genau so viele T\u00f6ne, wie ben\u00f6tigt werden, um die ersten Jahre des St\u00fcckes zu realisieren.<\/strong><\/span><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/halb071204orgel.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> W\u00e4re dies in Halberstadt der Fall ist, dann w\u00e4re die Ausdehnung von \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb auf 639 Jahre nicht als eine Erweiterung der Form im \u00fcblichen Sinn anzusehen, sondern sozusagen als Hochzoomen zu einer Art Gulliver-Musik im Zwergenland der Menschen. \u00dcberg\u00e4nge von einem Ton zum andern m\u00fcssten dann im zerdehnten Zustand ebenso vergr\u00f6ssert werden \u2013 quasi unter der Lupe betrachtet \u2013 und von einer gewaltigen, sich bereits Monate vor dem eigentlichen Kipp-Punkt ank\u00fcndigenden Dramatik sein. Und auch die Innenstrukturen der T\u00f6ne m\u00fcssten aufgebl\u00e4ht werden: Kleine Schwankungen in der Luftzufuhr w\u00fcrden zu gigantischen Toninstabilit\u00e4ten f\u00fchren. Auch im Falle des Orgel h\u00e4tte man da in Mikrostrukturen hineinzuh\u00f6ren, die etwa mit nat\u00fcrlichen Schwankungen der Luftzufuhr zusammenh\u00e4ngten.<\/p>\n<p> Dem ist in Halberstadt aber nicht so. Das St\u00fcck gleicht weniger einer solchen Titanenmusik, als einem \u00fcber alle Massen ausgedehnten Gummib\u00e4ndchen, das in der Zeitdimension astronomische Ausmasse angenommen hat, in der an normalem Mass orientierten K\u00f6rperlichkeit sich aber irritierend d\u00fcrr und masselos pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p> <strong>Musik entsteht im Kopf<\/strong><\/p>\n<p> Ein weiteres R\u00e4tsel bietet der musikalische Sinn: Musik, die nicht geh\u00f6rt wird, ist per se Nonsense. Denn musikalische Ganzheit \u2013 stets mehr als die Summe von Einzelereignissen \u2013 entsteht immer im Kopf des H\u00f6rers. So gesehen ist die Halberst\u00e4dter Version von \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb kein Musikst\u00fcck, sondern ein Folge von aneinandergereihten und simultan erklingender Orgelt\u00f6ne.<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"300\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/halb071204sponsoren.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"300\"><center><span class=\"txt-s-black\"><strong> Mitfinanziert wird das Projekt von Sponsoren, die f\u00fcr mindestens 1000 Euro ein Klangjahr reservieren k\u00f6nnen. Sie erhalten in der Kirche eine Gedenktafel.<\/strong><\/span><\/center><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> Musikalisch ergiebig gemacht werden k\u00f6nnte das Projekt demnach bloss, wenn das ganze St\u00fcck aufgenommen w\u00fcrde. Technisch w\u00e4re das durchaus machbar: 639 Jahre Musik am St\u00fcck w\u00fcrden nach dem heutigen Stand der Technik etwa 350 Terabyte Speicherplatz erfordern, wenn man nach den g\u00e4ngigen Kompressionsmethoden rund ein MByte Speicher f\u00fcr eine Minute Musik rechnet. Man k\u00f6nnte auch Surroundaufnahmen machen, der Speicherplatz w\u00fcrde sich entsprechend vervielf\u00e4ltigen. Platz f\u00e4nde sich f\u00fcr diese Daten vermutlich problemlos: Eine DVD mit einem Speicherverm\u00f6gen von einem Terabyte ist bereits in Sicht. Zur Speicherung der Datenmengen w\u00e4re also bloss ein kleiner Schrank vonn\u00f6ten. Man kann aber getrost davon ausgehen, dass in 639 Jahren die Speicherminiaturisierung derartige Fortschritte gemacht haben wird, dass die Aufnahme auf der Gr\u00f6sse einer heutigen DVD locker Platz finden d\u00fcrfte (vermutlich in einem Multilayerverfahren, vielleicht gibts dann aber auch ausgekl\u00fcgelte Quantenspeicher, die das gesamte \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb in der Halberst\u00e4dter Version in einem 100-Kanal-Surround-Format auf Stecknadelgr\u00f6sse unterzubringen verm\u00f6gen). <\/p>\n<p><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/halb071204aussen.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td align=\"left\" valign=\"bottom\" width=\"150\"><span class=\"txt-s-black\"><strong>Blick von aussen auf die Burchardi-Kirche.<br \/><\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> Nachdem der letzte Ton des St\u00fcckes endg\u00fcltig verklungen w\u00e4re, beg\u00e4nne dann der eigentlich spannende Teil des Unternehmens, n\u00e4mlich die Raffung der Zeit, die Wiedergabe der Aufnahme im extremen Schnelldurchlauf, die mit den k\u00fcnftig zur Verf\u00fcgung stehenden Verarbeitungsm\u00f6glichkeiten vermutlich auch locker von jedem Heimcoputer erledigt wird: W\u00fcrde man die Aufnahme im Jahr 2639 etwa 67-millionenfach beschleunigt abspielen, h\u00f6rte man in f\u00fcnf Minuten die Schnellfassung von 639 Jahren auditiver Ereignisgeschichte und die H\u00f6rbarmachung einer Struktur. Es w\u00e4re eine Sinnstiftung \u00e4hnlich der R\u00e4tsel der farbigen Chaosbilder, aus denen sich Objekte sch\u00e4len, wenn man mit zugekniffenen Augen nur lange genug durch sie hindurch starrt. Beliebiges akustisches Reinzoomen in die Aufnahme w\u00fcrde es erlauben, sich mit den Ohren nach freier Wahl in die verflossenen Tage und Jahre reinzuh\u00e4ngen. <\/p>\n<p> Damit w\u00e4re ein einzigartiges akustisches Dokument zur Versinnlichung einer sehr grossen Zeitspanne geschaffen.<\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><br \/><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>09.12.2004 &#8212; <span class=\"txt-m-black\">In Halberstadt, einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, zwischen G\u00f6ttingen und Magdeburg, ist ein ungew\u00f6hnliches Projekt in Angriff genommen worden: In einer nicht mehr als Sakralraum genutzten, geschichtstr\u00e4chtigen Kirche wird John Cages Orgelst\u00fcck \u00abOrgan 2\/ASLSP\u00bb so langsam gespielt, dass bis zum Verklingen des letzten Tones 639 Jahre vergehen werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-287","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musikgeschichte","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=287"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}