{"id":298,"date":"2014-01-10T22:08:04","date_gmt":"2014-01-10T22:08:04","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/zwischen-sponsoren-und-oeffentlicher-hand\/"},"modified":"2014-01-10T22:08:04","modified_gmt":"2014-01-10T22:08:04","slug":"zwischen-sponsoren-und-oeffentlicher-hand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/10\/zwischen-sponsoren-und-oeffentlicher-hand\/","title":{"rendered":"Zwischen Sponsoren und \u00f6ffentlicher Hand"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\">26.10.2009 &#8212; Die privat organisierten Orchester stehen angesichts der Wirtschaftskrise vor speziellen Herausforderungen. Dennoch setzen sie k\u00fcnstlerisch immer mehr eigenst\u00e4ndige Akzente. \u00dcber das Spannungsfeld von privater Initiative und \u00f6ffentlicher Hand hat sich Codex flores mit Hans Georg Hofmann, dem k\u00fcnstlerischen Leiter des Kammerorchester Basel unterhalten.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><strong>26.10.2009 &#8212; Die privat organisierten Orchester stehen angesichts der Wirtschaftskrise vor speziellen Herausforderungen. Dennoch setzen sie k\u00fcnstlerisch immer mehr eigenst\u00e4ndige Akzente. \u00dcber das Spannungsfeld von privater Initiative und \u00f6ffentlicher Hand hat sich Codex flores mit Hans Georg Hofmann, dem k\u00fcnstlerischen Leiter des Kammerorchester Basel unterhalten.<\/strong><\/p>\n<p> <em><strong>Codex flores:<\/strong> Das Kammerorchester Basel ist einer der renommiertesten Schweizer Klangk\u00f6rper, der auf privater Basis organisiert ist. Sein j\u00e4hrlicher Umsatz bel\u00e4uft sich auf rund sechs Millionen Franken, bei einer Subvention von zirka 400&#8217;000 Franken, er ist also bedeutend geringer als der eines typischen st\u00e4dtischen Sinfonieorchesters. Wie w\u00fcrden Sie das Ensemble in zwei, drei S\u00e4tzen k\u00fcnstlerisch charakterisieren?<\/em><br \/> <strong>Hans Georg Hofmann:<\/strong> Das Orchester zeichnet sich durch eine sehr flexible Spielweise aus. Es pflegt sowohl die alte Musik auf historischen Instrumenten als auch das zeitgen\u00f6ssische Musikschaffen. Es arbeitet mit S\u00e4ngerinnen wie Cecilia Bartoli oder Angelika Kirchschlager eng zusammen, \u00fcberrascht aber auch immer wieder mit erfrischenden Ensembleproduktionen, wie die Concerti grossi op. 3, die gerade erschienen sind, unterstreichen. Gezeigt hat sich das in den letzten Jahren auch in der Zusammenarbeit mit dem italienischen Dirigenten Giovanni Antonini, den man vor allem als Chef des Barockensembles Giardino armonico kennt. Mit dem Kammerorchester Basel hat Antonini eine ganz eigene Gesamteinspielung der Beethoven-Sinfonien realisiert.<\/p>\n<p> <em>Mit dieser Philosophie kommt das Orchester zur Zeit sicherlich auch dem Trend entgegen, barocke Musik zwar auf modernen Instrumenten zu spielen, aber die Erkenntnisse zu den historischen Spielweisen in die eigenen Interpretationen zu integrieren.<br \/> <\/em>Die Auseinandersetzung mit Alter Musik kann schnell museal werden, wenn es nur darum geht, historische Spielweisen zu rekonstruieren. Mindestens genauso interessant ist es, aufgrund dieses Wissens intelligente Interpretationen f\u00fcr heutige H\u00f6rer zu erarbeiten. Das Kammerorchester Basel tut sich hier sicherlich hervor. Es greift im Bedarfsfall aber eben auch auf historische Instrumente wie Naturh\u00f6rner zur\u00fcck, oder die Streicher spielen \u2013 wie etwa im Falle der Beethoven-Einspielungen \u2013 auf Darmsaiten.<\/p>\n<p> <em>Wirkt sich da die N\u00e4he zur Schola Cantorum Basel aus, die ja eines der Gravitationszentren der Pflege Alter Musik in Europa bildet?<br \/> <\/em>Nicht nur. Es hat auch mit den Dirigenten zu tun, mit denen das Orchester arbeitet. Die Zusammenarbeit mit Antonini gibt es seit 10 Jahren, daneben arbeiten andere renommierte Spezialisten aus der Alte-Musik-Szene, wie Paul McCreesh oder Paul Goodwin h\u00e4ufig mit dem Orchester zusammen. Pr\u00e4gend f\u00fcr das Profil des Orchesters war vor allem aber auch die Zusammenarbeit mit Christopher Hogwood.<\/p>\n<p> <em>Und was macht das Kammerorchester Basel in Bezug auf die Moderne einzigartig?<br \/> <\/em>Da hat das Ensemble als Partner der Basler Sacher-Stiftung einen privilegierten Zugang zu dem Repertoire, das dank Auftr\u00e4gen Paul Sachers entstanden ist. Die Zusammenarbeit hat zur Herausgabe der CD-Reihe \u00abKlassizistische Moderne\u00bb mit Kompositionen von Strawinsky, Martinu, Copland Malipiero, Britten und anderen gef\u00fchrt, deren Partituren in der Stiftung aufbewahrt werden. In der vergangenen Saison gab es aber zum Beispiel auch ein Programm, in dem Heinz Holliger Werke Elliott Carters f\u00fcr Paul Sacher und Holliger mit Musik von Mozart konfrontierte.<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"right\" valign=\"bottom\" width=\"200\"><span class=\"txt-s-black\"><strong> \u00abWenn man den Weg des rein Unterhaltenden einschl\u00e4gt, wird es immer schwieriger, auch neue Musik zu programmieren.\u00bb <\/strong><\/span><\/td>\n<td width=\"150\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2009\/091026hofmann2.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> <em>Ist das Kammerorchester Basel nicht sogar der direkte Nachfolger von Paul Sachers eigenem Basler Kammerorchester?<br \/> <\/em>Nicht direkt. Sacher hat sein Ensemble 1987 aufgel\u00f6st. Zehn Jahre sp\u00e4ter taufte sich die 1984 gegr\u00fcndete Serenata Basel in \u00abKammerorchester Basel\u00bb um. Es ist also nicht der direkte Nachfolger, sieht sich aber in gewisser Hinsicht in der Tradition von Sachers Basler Kammerorchester.<\/p>\n<p> <em>Das Ensemble scheint viel k\u00fcnstlerischen Freiraum zu haben. Das ist vielleicht etwas \u00fcberraschend. Traditionellerweise haben doch die \u00f6ffentlichen Orchester den ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Kulturauftrag und die privaten den Ruf, mit ihren Programmen nach dem Brot zu gehen. Zur Zeit hat man aber den Eindruck, dass sich das Verh\u00e4ltnis etwas verschiebt. Die st\u00e4dtischen Sinfonieorchester werden immer popul\u00e4rer, und die privaten leisten sich immer mehr \u00e4sthetisch interessante eigene Projekte.<br \/> <\/em>Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass die \u00f6ffentlichen Ensembles im Zugzwang sind. Ihnen droht das traditionelle Publikum wegzubrechen. Da werden die Kr\u00e4fte st\u00e4rker, die davon ausgehen, dass man dieses nur zur\u00fcckgewinnen kann, wenn man sich einer popul\u00e4reren Programmierung \u00f6ffnet. <\/p>\n<p> <em>F\u00fchrt das tats\u00e4chlich zum Erfolg?.<br \/> <\/em>Wenn man den Weg des rein Unterhaltenden einschl\u00e4gt, wird es immer schwieriger, auch neue Musik zu programmieren. Es ist wichtig, den Anspruch, den man hat, auch zu vermitteln. Die freieren Orchester sind da vielleicht eher offen, neue Wege zu beschreiten und zu experimentieren.<\/p>\n<p> <em>Schl\u00e4gt sich das im Verhalten der Konzertbesucher nieder?<br \/> <\/em>Allgemein ist ein Umbruch zu beobachten, weg vom Abonnement, hin zu spontanen Konzertbesuchen. Interessanterweise haben wir aber in der neuen Saison einen Anstieg der Abonnementszahlen um 25 Prozent zu vermelden.<\/p>\n<p> <em>Eindeutig ist dieses Bild offenbar nicht. Das Luzerner Sinfonieorchester zum Beispiel hat f\u00fcr diese Saison gerade eine Rekordzahl von Abonnenten gemeldet.<br \/> <\/em>Luzern ist mit seinem fantastischen Konzertsaal im KKL sicherlich in einer Sondersituation. In Basel sind wir da nicht gerade verw\u00f6hnt. Auf ein junges Publikum wirkt ein traditioneller Casinosaal alles andere als einladend. Was f\u00fcr eine Rolle die Architektur spielt, hat sich etwa auch beim Freiburger Barockorchester gezeigt. Es hat den Grossteil seiner Abonnenten gewonnen, als ein neuer Konzertsaal gebaut wurde.<\/p>\n<p> <em>Wie bewegt sich das Kammerorchester Basel im Spannungsfeld zwischen k\u00fcnstlerischer Freiheit und \u00f6konomischen Zw\u00e4ngen?<br \/> <\/em>Wir m\u00fcssen nat\u00fcrlich unsere Tourneen finanzieren k\u00f6nnen. Es gibt aber auch Veranstalter, die mittlerweile grosses Vertrauen in unseren Klangk\u00f6rper haben und ihm mehr Freir\u00e4ume zugestehen. Die Wahl der Solisten schafft in einigen F\u00e4llen ebenfalls Spielr\u00e4ume. Wenn man mit Publikumslieblingen wie der Cellistin Sol Gabetta auftritt, dann kann man in einem zweiten Konzerteil auch weniger popul\u00e4re Sachen programmieren.<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 200px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2009\/091026hofmann1.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><center><span class=\"txt-s-black\"><strong> \u00abSelbst bei den Klassikern kann man ganz neue Facetten entdecken, unbekanntere Werke programmieren.\u00bb<\/strong><br \/> <\/span><\/center><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> <em>Vergibt das Orchester auch Kompositionsauftr\u00e4ge?<br \/> <\/em>Ja, und beileibe nicht an die einschl\u00e4gigen Publikumslieblinge. Geplant sind f\u00fcr diese Saison Urauff\u00fchrungen von Werken Martin Jaggis und Roland Mosers.<\/p>\n<p> <em>Entscheidet da eine Programmkommission?<br \/> <\/em>Der Orchesterdirektor Christoph M\u00fcller und ich geniessen das Vertrauen der Musiker. Auch die Dirigenten haben ihre W\u00fcnsche. Alle Entscheide werden aber vom Orchestervorstand abgesegnet.<\/p>\n<p> <em>Wie bringt man diese musikalische Vielfalt dem Publikum n\u00e4her?<br \/> <\/em>Zum Beispiel, indem man es \u00fcberrascht. Selbst bei den Klassikern kann man ganz neue Facetten entdecken, unbekanntere Werke programmieren. Andererseits ist es eine St\u00e4rke des Orchester, St\u00fccke, die man meint zu kennen, ganz anders als gewohnt zu interpretieren. Die Vermittlung beginnt aber schon im Vorfeld. Man kann in den Konzerteinf\u00fchrungen oder in Zeitschriften Hintergr\u00fcnde zu den Werken erz\u00e4hlen, mit den Musikern \u00fcber die Interpretation sprechen oder Beziehungen zu anderen Kunstformen herstellen.<\/p>\n<p> <em>Und das Publikum macht da mit?<br \/> <\/em>Am Anfang hatte ich einige Zweifel, da es gegen\u00fcber der \u00abdidaktischen\u00bb akademischen Vermittlungsform berechtigte Vorbehalte gibt. Es hat sich aber schnell herumgesprochen, dass das bei uns nicht der Fall ist. Inzwischen scheint trotz moderner Informationsflut auch wieder ein Bed\u00fcrfnis nach Hintergrundswissen da zu sein, das merkt man zumindest am sehr starken Interesse der Konzerteinf\u00fchrungen. Wir arbeiten aber auch mit Kindern, unter anderem solchen aus einer heilp\u00e4dagogischen Schule zusammen. Da trat zuletzt das ganze Orchester in Erscheinung. Zur Zeit organisieren wir zum Beispiel auch ein Familienkonzert mit Sol Gabetta. Im ersten Teil spielt sie ein Cellokonzert, im zweiten arbeitet sie mit den Kindern und die Eltern k\u00f6nnen den zweiten Teil des Konzertes geniessen.<\/p>\n<p> <em>Bleibt bei den Kindern auch etwas dauerhaft h\u00e4ngen?<br \/> <\/em>Unbedingt. Wir haben jetzt noch regen Kontakt mit Schulklassen von fr\u00fcheren Projekten.<\/p>\n<p> <em>Kulturarbeit externer Anbieter in Schulen und Kinderg\u00e4rten liegt im Trend. Besteht da nicht die Gefahr, dass man in den Schulen eine Art Alibifunktion \u00fcbernimmt? Der Musikunterrricht kann nach aussen delegiert und die Vernachl\u00e4ssigung des Faches Musik im Normalstundenplan damit gerechtfertigt werden.<br \/> <\/em>F\u00fcr Basel kann ich das nicht sagen, dort gibt es in den Schulen einen Schwerpunkt Musik. Die Arbeit tr\u00e4gt nun auch Fr\u00fcchte. Die Schulklassen melden sich mittlerweile von sich aus bei uns. <\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2009\/091026hofmann3.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td align=\"left\" valign=\"bottom\" width=\"200\"><span class=\"txt-s-black\"><strong> \u00abDas Gieskannenprinzip hilft uns nicht wirklich weiter.\u00bb <\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> <em>Wie sieht die arbeitsrechtliche Position der Musiker aus?<br \/> <\/em>Die Mitglieder des Orchesters arbeiten auf Projektbasis. Die Gagen liegen rund zehn Prozent unter den \u00fcblichen Tarifen. Alles in allem verdient ein Musiker des Kammerorchesters Basel etwa ein Drittel dessen, was ein Angeh\u00f6riger des Basler Sinfonieorchesters verdient. Dass sich da etwas \u00e4ndern muss, ist uns nat\u00fcrlich bewusst. Denn es entsteht eine sonderbare Schieflage. Man gastiert mit den grossen Stars in ganz Europa in ausverkauften Musiks\u00e4len und wird gefeiert, w\u00e4hrend der Basler Grosse Rat sich hartn\u00e4ckig zu einem Sinfonieorchester bekennt, das in den letzten Jahren eher wenige Akzente gesetzt hat. Unter solchen Bedingungen besteht die Gefahr, dass wir die guten Musiker verlieren. Die Mitglieder des Ensembles werden auch \u00e4lter, und ihre Anspruche steigen damit berechtigterweise.<\/p>\n<p> <em>Wie sieht die Alterstruktur denn heute aus?<br \/> <\/em>Das Durchschnittsalter bel\u00e4uft sich zur Zeit etwa auf 35 Jahre. Wir sind also noch immer ein relativ junges Orchester.<\/p>\n<p> <em>Der Basler Kulturmanager Cyrill H\u00e4ring, der f\u00fcr die Neuorganisation des Berner Symphonieorchesters und des Berner Stadttheaters einen Bericht verfasst hat, schreibt darin, Musiker sch\u00e4tzten Teilzeitstellen. W\u00e4re ein Modell mit Teilzeitanstellungen eine Option f\u00fcr das Kammerorchester Basel?<br \/> <\/em>Sicherlich. Vielleicht kommt das ja auch dem Sinfonieorchester entgegen und man erg\u00e4nzt sich da &#8211; jeder nach seinem Interesse.<\/p>\n<p> <em>Wenn es um Finanzierungen geht, ist heute auch oft von der Zusammenarbeit zwischen Privaten und \u00f6ffentlicher Hand die Rede, sogenannter Private-Public-Partnership.<br \/> <\/em>Sorgen macht uns da das \u00abP\u00bb von \u00abPublic\u00bb. Wir haben vor kurzem erfahren, dass wir nur mit geringen Subventionserh\u00f6hungen werden rechnen k\u00f6nnen. Das ist in wirtschaftlich schlechten Zeiten sicherlich konsequent, aber das Giesskannenprinzip hilft uns nicht wirklich weiter. Es sollte eine Kommission geben, die die einzelnen Klangk\u00f6rper sowohl nach k\u00fcnstlerischen wie auch wirtschaftlichen Aspekten begutachtet und dann dem Grossen Rat Empfehlungen macht. Es ist f\u00fcr uns ern\u00fcchternd, wenn man eine Ablehnung erh\u00e4lt, der zust\u00e4ndige Regierungspr\u00e4sident aber noch kein einziges unserer Konzerte besucht hat.<\/p>\n<p> <em>Wie setzen sich die selber generierten Einnahmen zusammen? <br \/> <\/em>Vor allem \u00fcber die Konzerte ausserhalb Basels, die rund vier F\u00fcnftel unserer Gesamteinnahmen ausmachen. Daneben haben wir das grosse Gl\u00fcck, mit der Credit Suisse einen wichtigen Sponsoring-Partner gewonnen haben, der uns nicht nur finanziell unters\u00fctzt, sondern viel f\u00fcr die \u00f6ffentliche Wahrnehmung tut. Auch das private M\u00e4zenatentum ist f\u00fcr uns wichtig. Es erlaubt uns etwa, CD-Produktionen zu realisieren, die wir sonst nicht machen k\u00f6nnten, im Moment zum Beispiel eine Neuaufnahme mit H\u00e4ndels Concerti grossi op. 3. Die k\u00e4me nicht zustande ohne Unterst\u00fctzung einer M\u00e4zenatin.<\/p>\n<p> <em>Gibt es eine Koordination zwischen \u00f6ffentlichen und privaten Geldgebern.<br \/> <\/em>Bis jetzt nicht.<\/p>\n<p> <em>Und wie sieht die Zukunft des Orchesters aus.<br \/> <\/em>Wir hoffen sehr, dass in den n\u00e4chsten Jahren eine Absicherung der Musiker \u00fcber feste Vertr\u00e4ge m\u00f6glich ist. Nur so kann mehr Stabilit\u00e4t erreicht werden, die sich letztendlich auch im k\u00fcnstlerischen Ergebnis wiederspiegelt. Das Orchester hat inzwischen ein k\u00fcnstlerisches Niveau erreicht, bei dem die Latte ziemlich hoch liegt, da sind gewisse Sicherheiten notwendig. Wir tendieren dazu, die Tourneen zahlenm\u00e4ssig zur\u00fcckzufahren, um im qualitativen Bereich noch kompromissloser zu werden. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\">26.10.2009 &#8212; Die privat organisierten Orchester stehen angesichts der Wirtschaftskrise vor speziellen Herausforderungen. Dennoch setzen sie k\u00fcnstlerisch immer mehr eigenst\u00e4ndige Akzente. \u00dcber das Spannungsfeld von privater Initiative und \u00f6ffentlicher Hand hat sich Codex flores mit Hans Georg Hofmann, dem k\u00fcnstlerischen Leiter des Kammerorchester Basel unterhalten.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-298","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kulturpolitik","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=298"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}