{"id":3378,"date":"2017-12-19T18:47:26","date_gmt":"2017-12-19T18:47:26","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2017\/12\/19\/20-jahre-basisarbeit\/"},"modified":"2017-12-19T18:47:26","modified_gmt":"2017-12-19T18:47:26","slug":"20-jahre-basisarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2017\/12\/19\/20-jahre-basisarbeit\/","title":{"rendered":"20 Jahre Basisarbeit"},"content":{"rendered":"<p><em>Das 15. Symposium der SMM in den R\u00e4umen der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste war zugleich Jubil\u00e4um des 20-j\u00e4hrigen Bestehens des Gesellschaft. Zum Leitmotiv wurde die Balance aus Emotion und Kognition in der Musik.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/SMZ1712_SMM_web.JPG\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"270\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" \/><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><span style=\"font-size: x-small;\">Die SMM-Pioniere Sylvia Schwarzenbach, Pia Bucher und Beat Vollmar mit der aktuellen<br \/>Pr\u00e4sidentin Martina Berchtold-Neumann (v.l.n.r.). (Bild: SMM)\u00a0<\/span> <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>SMM<\/em> \u2013 \u00abMentales Training f\u00fcr Musiker &#8211; Interdisziplin\u00e4re Impulse\u00bb lautete das Thema des gutbesuchten 15. Symposiums der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr-Medizin (SMM), das am Samstag, dem 28. Oktober, in den R\u00e4umlichkeiten der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste (ZHdK) durchgef\u00fchrt wurde. Geleitet und moderiert wurde das Symposium von der Pr\u00e4sidentin der SMM, Martina Berchtold.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Mitgr\u00fcnderin und Ehrenpr\u00e4sidentin Pia Bucher blickte aus Anlass des Jubil\u00e4ums auf die zur\u00fcckliegenden zwanzig Jahre Basisarbeit zur\u00fcck. Den Ausgangspunkt bildete nach der Gr\u00fcndung zun\u00e4chst viel Aufkl\u00e4rungsarbeit. Die Mitglieder hielten Fachvortr\u00e4ge an Musikhochschulen und boten Weiterbildungskurse f\u00fcr Betroffene an. Das Angebot erg\u00e4nzten bald einmal j\u00e4hrliche Symposien und eine interdisziplin\u00e4re Sprechstunde. Als unsch\u00e4tzbar erwies sich dabei die Unterst\u00fctzung der Schweizerischen Interpretenstiftung SIS.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Horst Hildebrandt, Mitbegr\u00fcnder des seit 2006 bestehenden Schweizerischen Hochschulzentrums f\u00fcr Musikphysiologie, zeigte auf, welche grossen Fortschritte die Musikermedizin in der Schweiz seit der Gr\u00fcndung der SMM gemacht hat und welche Pionierrolle die SMM als basisnahe, niederschwellige Anlaufstelle dabei gespielt hat. Er wies auch auf eine f\u00fcr die institutionelle Musikermedizin nach wie vor herausfordernde Eigenheit der Musikwelt hin: Immer noch ziehen es viele Musikerinnen und Musiker vor, eine der unz\u00e4hligen alternativen Therapieformen in Anspruch zu nehmen. Die akademischen Angebote werden eher z\u00f6gerlich akzeptiert. Die Bedeutung der Selbsthilfekonzepte fu\u0308r Berufsmusiker und Amateure, so Hildebrandt weiter, werde immer deutlicher erkannt. Dies gelte fu\u0308r physische wie auch psychosomatische\u00a0 Belastungen. Die Aktivierung individueller psychophysischer Ressourcen spiele bei der Gesundheitsfo\u0308rderung und beim konstruktiven Umgang mit berufsspezifischen Belastungen eine wachsende Rolle. Eine k\u00fcnftige Herausforderug d\u00fcrfte es deshalb sein, f\u00fcr die unbestrittenen Fortschritte der Schulmedizin vermehrt Vertrauensarbeit zu leisten und diese sinnvoll im Mix der Therapieangebote zu positionieren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die \u00c4rztin Giovanna Eilers ist Trainerin f\u00fcr das sogenannte Z\u00fcrcher Ressourcen Modell (ZRM) , ein vom Psychotherapeuten Frank Krause und der Psychologin Maja Storch f\u00fcr die Universit\u00e4t Z\u00fcrich entwickeltes Selbstmanagement-Training. Eilers sprang als Referentin \u00e4usserst kurzfristig f\u00fcr die erkrankte Maja Storch ein. Sie zeigte auf, wie Storch das Spannungsfeld zwischen unterbewussten Emotionen, die vom Stammhirn gesteuert werden, und kognitiv reflektierten, bewussten Entscheidprozessen in \u00abMotto-Ziele\u00bb kleidet.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Das ZRM erl\u00e4uterte Eilers in einem Workshop etwas detaillierter. Sie zeigte dabei auf, wie ein individuell gew\u00e4hltes Bild es mo\u0308glich macht, Kr\u00e4fte zur Verwirklichung eigener Projekte zu mobilisieren. Es weist den Weg zu einer inneren Haltung, die es erlaubt, auch unter Anspannungen im Einklang mit sich selber zu bleiben. Die innere Haltung, so Eilers weiter, sei zentral fu\u0308r das Gelingen schwieriger Situationen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Mit dem Widerstreit zwischen Denken und F\u00fchlen\u00a0 besch\u00e4ftigte sich auch der Innsbrucker \u00a0Mentalcoach Reinhold Bartl, der als Trainer \u00f6sterreichischer Spitzensportler auch eine Br\u00fccke zwischen den Hochleistungswelten von Sport und Kultur schl\u00e4gt. In sehr humorvoller Weise wies er \u00a0darauf hin, dass gute Vors\u00e4tze oder \u00c4nderungsimpulse nur Wirkung haben, wenn die elementare Motivation stimmt und Herz und Verstand vers\u00f6hnt werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Markus Weber, Zentrumsleiter Muskelzentrum am Kantonsspital St. Gallen, zeigte schliesslich aus neurologischer Sicht auf, dass Musizieren eine der komplexesten Leistungen des menschlichen Gehirns darstellt. Es integriert Ged\u00e4chtnis, Planungsf\u00e4higkeit, Exekutivfunktion und stetes U\u0308berpru\u0308fen der Ausfu\u0308hrung.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 15. 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