{"id":34,"date":"2014-01-06T10:11:34","date_gmt":"2014-01-06T10:11:34","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/06\/institut-fuer-musik-und-akustik-karlsruhe-i\/"},"modified":"2014-01-06T10:11:34","modified_gmt":"2014-01-06T10:11:34","slug":"institut-fuer-musik-und-akustik-karlsruhe-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/06\/institut-fuer-musik-und-akustik-karlsruhe-i\/","title":{"rendered":"Institut f\u00fcr Musik und Akustik Karlsruhe (I)"},"content":{"rendered":"<p>20.09.2004<\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><strong>Das Institut f\u00fcr Musik und Akustik ist Teil des Karlsruher Zentrums f\u00fcr Kunst und Medientechnologie (ZKM) und eines der wenigen Studios f\u00fcr elektronische Musik in Deutschland, das externen Musikern projektbezogene Arbeitspl\u00e4tze bietet. Seit 1990 hat es rund 90 Gastk\u00fcnstlern die Realisierung von mehr als 180 Werken erm\u00f6glicht.<\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\"><strong>Codex flores:<\/strong> Das Institut f\u00fcr Musik und Akustik stellt Komponisten und Komponistinnen elektronischer Musik einen Raum zur Verwirklichung eigener Projekte zur Verf\u00fcgung.<\/span><br \/> <strong>Ludger Br\u00fcmmer:<\/strong> Der Raum besteht dabei nicht nur aus der technischen Infrastruktur. Hinzu kommt eine finanzielle und personelle Ausstattung, Leute, die wissen, wie man Probleme l\u00f6sen kann und eine Art Laborsituation, welche die K\u00fcnstler in der Regel selbst\u00e4ndig nutzen sollen. Sie sollen in der Entwicklung ihrer Werke einen Dialog mit der Technologie entwickeln. Sie m\u00fcssen ihre Ideen selber umsetzen, selber programmieren und die M\u00f6glichkeiten dieser Technik erforschen. Wenn ihnen die Techniker sagen m\u00fcssen, was die Instrumente k\u00f6nnen, dann entsteht nur ein sehr indirekter Dialog.<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/bilder\/060904bruemmer1.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"190\"><span class=\"txt-s-black\"><strong>Ludger Br\u00fcmmer, seit 2003 Leiter des Institutes f\u00fcr Musik und Akustik am Zentrum f\u00fcr Kunst und Medientechnologien in Karlsruhe.<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><br \/> Ich war zwei Jahre in Stanford und habe diese Philosophie dort kennengelernt. Die amerikanische Szene ist anders als die europ\u00e4ische. Musik findet viel weniger staatliche Unterst\u00fctzung und die Musiker m\u00fcssen lernen, sich selber zu helfen.<\/p>\n<p> <strong>Musiker aus aller Welt realisieren eigene Projekte<\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Nach welchen Kriterien werden die K\u00fcnstler ausgew\u00e4hlt, die am Institut arbeiten k\u00f6nnen?<\/span><br \/> Es gibt ein paar pragmatische Kriterien \u2013 wie teuer ist das Projekt? Haben wir die Manpower, haben wir die R\u00e4ume, um das Projekt durchzuf\u00fchren? Wir k\u00f6nnen wie gesagt auch leichter Komponisten akzeptieren, die ihre St\u00fccke selber machen. W\u00fcrde jeder Komponist zwei, drei Mitarbeiter brauchen, die die St\u00fccke technisch umsetzen, dann k\u00f6nnten wir hier nur gleichzeitig einen Komponisten haben. Wir haben aber bis zu sechs gleichzeitig hier.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Aus welchen Weltgegenden stammen denn die Musiker?<\/span><br \/> Etwa ein Drittel der K\u00fcnstler, die hier arbeiten sind Deutsche, der Rest sind unter anderem Amerikaner, Engl\u00e4nder, Franzosen, Koreaner, Japaner. Ich freue mich nat\u00fcrlich dar\u00fcber, dass viele Leute mit unterschiedlicher \u00c4sthetik hier zusammenkommen. Ich denke, dass die elektronische Musik viel mehr als die Instrumentalmusik international ist. Die Szene ist deutlich kleiner, aber sie ist besser vernetzt.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Sind Angebot oder Nachfrage nach Arbeitspl\u00e4tzen gr\u00f6sser? <\/span><br \/> Es kommen sehr viele Anfragen auf uns zu, teilweise auch sehr interessante und sehr heterogene. Ich muss aber sagen, dass nicht sehr viele musikalisch wirklich interessante Projekte darunter sind. Wir haben viele Anfragen f\u00fcr Installationen, weil das eine ZKM-Dom\u00e4ne ist. Wir f\u00fchlen uns als Musiker aber mehr dem musikalischen Werk verpflichtet. Die Installation ist eher die Umsetzung einer Idee als die einer musikalischen Sprache. Ein musikalisches Werk ist eher der Versuch, eine musikalische Sprache zu entwickeln.<\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/bilder\/060904bruemmer2.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><span class=\"txt-s-black\">Ein einzigartiges Angebot?<\/span><br \/> Es gibt das Studio der Akademie der K\u00fcnste und das Experimentalstudio Heinrich Strobel in Freiburg und das ZKM. Das sind die drei einzigen Institutionen, die nicht in einen Universit\u00e4tskontext eingebettet sind und professionellen K\u00fcnstlern frei zur Verf\u00fcgung stehen. Alle andern Studios dienen der Ausbildung oder der Forschung.<\/p>\n<p> <strong>Schneller technischer Wandel<\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Die Elektronik ist ja mittlerweile so billig, dass sich beinahe jeder ein semiprofessionelles Studio leisten kann. Hat das Auswirkungen auf die am Institut realisierten Projekte? <\/span><br \/> Die Arbeit ist eigentlich immer gleich geblieben, obwohl die Computer immer billiger geworden sind. Wir merken aber, dass die Komponisten kompetenter werden. Sie k\u00f6nnen mit der Software umgehen.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Dann werden zu Hause Vorproduktion gemacht und die Infrastruktur hier wird genutzt, um Sachen zu realisieren, die in den eigenen vier W\u00e4nden nicht m\u00f6glich sind? <\/span><br \/> Genau. Es gibt heute mehr Crossplattformen und die Wahrscheinlichkeit ist h\u00f6her, dass der Komponist auf der Software weiterarbeiten kann, auf der er sich schon auskennt. Das macht den Produktionsprozess sehr effizient. Wir haben immer die neuesten Computer, aber auch Mehrkanal-Audioenvironments und hochwertige Lautsprecher, Soundkarten und Mischer, welche den Komponisten zu Hause nicht unbedingt zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Und die kalibrierten R\u00e4ume hat er in der Regel nicht.<\/span><br \/> Die akustisch optimierten R\u00e4ume fehlen in privaten Umgebungen und die M\u00f6glichkeit, auch in der Nacht so lange L\u00e4rm zu machen, wie man will. In Sachen Raum sind wir ehrgeizig. Wir versuchen jetzt auch, in einem ganz neuen Projekt eine 40-Kanal-Umgebung, eine Art Klangdom zu entwickeln, mit hochwertigen Lautsprechern. Wir wollen vierzig Meyersound-Konzertlautsprecher mit den ultimativen Subwoofern zu einem spektakul\u00e4ren Klanginstrument kombinieren und dazu noch eine einzigartige Raumsteuerungs-Software programmieren, mit der sich die Werke hochaufgel\u00f6st im Klangdom, alternativ aber auch in kleineren Lautsprecher-Environments, auff\u00fchren lassen.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Was muss man sich unter einem \u00abKlangdom\u00bb denn vorstellen?<\/span><br \/> Zum Einen wollen wir ein sogenanntes \u00abAkusmonium\u00bb realisieren, in dem Klang im Raum mit unterschiedlichen Lautsprechertypen instrumentiert wird. Wie mit einem Orchester kann ich der Musik unterschiedliche Klangfarbe, Masse und Struktur geben. Eine Melodie l\u00e4sst sich zum Beispiel solistisch mit der Fl\u00f6te, aber auch mit vierzig Streichern setzen. Anstelle der einzelnen Instrumente des Orchesters wird der Klang bei einem Akusmonium mit einzelnen Lautsprechern oder Lautsprechergruppen w\u00e4hrend des Konzertes instrumentiert beziehungsweise interpretiert. Das Konzert ist hier das Resultat einer musikalischen Interpretation mit dem Instrument Akusmonium.<br \/> Zum Anderen soll der Klang mit dem bereits erw\u00e4hnten Klangdom im Raum verteilt werden. Die einzelnen Klangpartikel k\u00f6nnen sich im Raum bewegen, aber auch solistisch aus einem, oder im Tutti aus vielen Lautsprechern erklingen. Diese Raummelodien werden m\u00f6glich, weil eine grosse Anzahl an Lautsprechern in Form einer Halbkugel gleichm\u00e4ssig um den H\u00f6rer herum verteilt wird. Es ist bis heute die technisch \u00fcberzeugenste M\u00f6glichkeit, Klang im Raum zu pr\u00e4sentieren. Das Konzert wird hierdurch zu einem einzigartigen Erlebnis, welches das Kino mit seinen aufwendigen Lautsprecheranlagen in den Schatten stellt.<br \/> Die Idee kommt urspr\u00fcnglich aus Bourges, da wurde 1976 zum ersten Mal ein derartiger Klangraum geschaffen. Paris und Birmingham haben so ein Akusmonium, auch in Berlin ist eines eingerichtet worden. <\/p>\n<p> <strong>Karlsruhe und Baden-W\u00fcrttemberg setzen auf neue Musik<\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Wie finanzieren sich denn die Projekte?<\/span><br \/> Das ZKM wird gemeinsam von der Stadt Karlsruhe und vom Land Baden-W\u00fcrttemberg finanziert.<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 350px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/bilder\/060904bruemmer3.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><center><span class=\"txt-s-black\"><strong> \u00abWir wollen ein sogenanntes &#8218;Akusmonium&#8216; realisieren, in dem Klang im Raum mit unterschiedlichen Lautsprechertypen inszeniert wird.\u00bb <\/strong><\/span><\/center><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Das ist eher ungew\u00f6hnlich f\u00fcr eine Stadt wie Karlsruhe.<\/span><br \/> Man muss Stadt und Land f\u00fcr die \u00dcbernahme dieser kulturellen Verantwortung h\u00f6chstes Lob aussprechen. Nicht \u00fcberall verhalten sich die Politiker so vorbildlich. Meine Wurzeln sind im Ruhrgebiet; K\u00f6ln hat vor zwei, drei Jahren das WDR-Studio geschlossen.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">&#8230;was jedem weh tun muss, der die historische Entwicklung der elektronischen Musik mitverfolgt hat. <\/span><br \/> Das war <em>das<\/em> Studio und es ist v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich, dass man das schliessen kann. Das Beispiel zeugt von der unterschiedlichen Gewichtung der Kultur. K\u00f6ln ist eine der Hauptst\u00e4dte der Neuen Musik und gibt f\u00fcr Musik viel Geld aus. Aber dieser Richtung der Neuen Musik wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Stadtv\u00e4ter von Karlsruhe wiederum hatten wirklich eine Vision. Hier haben sich Politiker und Professoren \u00fcber mehrere Jahre zusammengesetzt, um dieses Projekt durchzuziehen. Das ist schon eine enorme Leistung f\u00fcr eine 300\u2019000-Seelen-Stadt.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Sie sind nicht der erste Direktor?<\/span><br \/> Die Leitung des Institutes habe ich erst seit April letzten Jahres inne. Ich arbeite aber seit 1993 am ZKM, kenne das Institut also schon seit 11 Jahren. Ich habe Johannes Goebel, den fr\u00fcheren Leiter des Instituts, in Stanford kennengelernt. Er ist in die USA zur\u00fcckgegangen und realisiert an der Rensselaer University in New York ein von Stiftungseldern finanziertes 120-Millionen-Dollar-Projekt \u2013 eine Wahnsinnsumme.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Wie ist denn die finanzielle Situation des ZKM und Ihres Institutes? <\/span><br \/> Wir hatten im letzten Jahr eine Evaluation durch den Wissenschaftsrat und die ist gerade f\u00fcr das Institut f\u00fcr Musik und Akustik hervorragend ausgefallen. F\u00fcr fast das gesamte ZKM waren nur h\u00f6chst positive Stimmen in dieser Evaluation wahrnehmbar. Das hat die Politik aber leider nicht davon abgebracht, unsere Mittel nach bereits erfolgten K\u00fcrzungen noch einmal um zehn Prozent zu reduzieren. Das ist schmerzlich und wir m\u00fcssen die Arbeiten etwas reduzieren. Aber es sind noch eine Menge M\u00f6glichkeiten vorhanden und wir versuchen, das Beste daraus zu machen. <\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/bilder\/060904bruemmer4.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/><span class=\"txt-s-black\">Die schnelle technische Entwicklung erfordert aber auch st\u00e4ndig Neuinvestitionen&#8230;<\/span><br \/> Wir k\u00e4mpfen mit der schnellen Entwicklung im Bereich High-Definition-Audio. Wir haben ein wunderbares, sehr teures Pult mit einer grossen Einheit im Studio und einer Tochtereinheit im Konzertraum, das allerdings nur 48 KHz beherrscht. Man kann es nicht auf den neuesten Stand bringen und ein neues Pult k\u00f6nnen wir uns nicht leisten. Es ist nat\u00fcrlich schade, dass so etwas nach sieben, acht Jahren bereits wieder erneuert werden m\u00fcsste. Wir haben versucht, das Problem so zu l\u00f6sen, dass wir einfach ein kleineres Pult daneben stellen und Projekte mit Anforderungen im Bereich High Definition mit andern Mitteln durchf\u00fchren.<\/p>\n<p> <strong>Geforscht wird nur projektbezogen<\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Wie steht es mit der Forschung am Institut. Naheliegend w\u00e4re ja f\u00fcr ein ZKM gerade die Erforschung der syn\u00e4sthetischen Aspekte des H\u00f6rens und des Sehens.<\/span><br \/> Dar\u00fcber haben wir sehr viel nachgedacht. Es ging auch um die Frage, wie wir hier eine Stelle im Bereich Forschung besetzen sollten.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Gibt es da eine erkl\u00e4rte Strategie?<\/span><br \/> Das ZKM stellt keine klassische Forschungsumgebung dar, und wir sind kein Fraunhofer Institut. Die Gr\u00f6sse des Institutes erlaubt es nicht, sowohl den k\u00fcnstlerischen als auch den wissenschaftlichen Weg zu beschreiten. Wir betreiben deshalb bloss Forschung, die ganz konkret im Kontext mit den Projekten steht, die hier realisiert werden. Zur Zeit gerade im Zusammenhang mit dem Akusmonium: Welche Art von Steuerungsm\u00f6glichkeiten bieten sich, welche k\u00f6nnen wir f\u00fcr dieses Instrument entwickeln?<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Die Arbeit selber wird aber zumindest dokumentiert?<\/span> <br \/> Es gibt beim Plattenlabel Wergo eine \u00abEdition ZKM\u00bb, in dieser haben wir gerade in diesem Jahr zwei DVD herausgebracht, eine im Videoformat und eine auf Basis von unkomprimiertem 5.1-Audio. Und wir veranstalten Konzerte.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Sicher ein Verlustgesch\u00e4ft.<\/span><br \/> Konzerte mit Neuer Musik ohne Subvention gibt es mit Sicherheit nicht viele. Da haben wir einen Auftrag \u2013 sozusagen als Geschenk der Stadt und des Landes an die Menschen der Umgebung.<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"190\"><span class=\"txt-s-black\"><strong>\u00abMan hat in den achtziger Jahren eigentlich alles ausprobiert, was man mit einer Geige oder einem Fl\u00fcgel machen kann&#8230;\u00bb<\/strong><\/span><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/bilder\/060904bruemmer5.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><br \/> <span class=\"txt-s-black\">Wie sieht denn die Zukunft der elektronischen Musik aus? <\/span><br \/> Elektronische Musik wird immer wichtiger, gerade weil die Neue Musik immer nach neuen Ideen sucht und neue Spielm\u00f6glichkeiten der Instrumente ausprobiert. Man hat in den achtziger Jahren eigentlich alles ausprobiert, was man mit einer Geige oder einem Fl\u00fcgel machen kann, man hat Kieselsteine reingesch\u00fcttet, man ist mit der Hand rein, solche Dinge sind nicht mehr spektakul\u00e4r. Die M\u00f6glichkeit der Erweiterung des Instrumentes durch elektronische Mittel sind da sehr willkommen.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\">Und die Situation der Komponisten selber verbessert sich?<\/span><br \/> Fast alle Komponisten haben mittlerweile eine Ausbildung im elektronischen Bereich. Immer mehr Musikhochschulen haben f\u00fcr die Ausbildung von Komponisten eigene elektronische Studios, und deswegen geh\u00f6rt der Umgang mit dem Computer inzwischen auch zur selbstverst\u00e4ndlichen Erfahrung der Komponisten von Instrumentalmusik. <br \/> Leider ist es immer noch selbstverst\u00e4ndlich, Komponisten ohne Erfahrung mit elektronischer Musik Auftr\u00e4ge f\u00fcr elektroakustische Werke zu erteilen, weil man noch nicht begriffen hat, dass dazu mehr geh\u00f6rt als instrumentieren zu k\u00f6nnen. Ein Komponist elektronischer Musik bekommt selten einen Auftrag f\u00fcr Instrumentalmusik, weil ihm das nicht zugetraut wird. Hier liegt ein asymmetrisches Verh\u00e4ltnis zwischen instrumentaler und elektroakustischer Musik. Da braucht es vielleicht noch mehr Erfahrung der Kulturschaffenden im Bereich elektroakustischer Musik.<br \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20.09.2004 Das Institut f\u00fcr Musik und Akustik ist Teil des Karlsruher Zentrums f\u00fcr Kunst und Medientechnologie (ZKM) und eines der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-34","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-systematische-musikwissenschaften","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}