{"id":364,"date":"2014-01-11T08:34:18","date_gmt":"2014-01-11T08:34:18","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/forscher-muessen-langfristig-planen-koennen\/"},"modified":"2014-01-11T08:34:18","modified_gmt":"2014-01-11T08:34:18","slug":"forscher-muessen-langfristig-planen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/forscher-muessen-langfristig-planen-koennen\/","title":{"rendered":"Forscher m\u00fcssen langfristig planen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p><center><em>Von Wolfgang B\u00f6hler<\/em><\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<table align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"70\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/kolumnewb.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"txt-m-black\">25.05.2007 &#8212; Diese Woche hat die Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des St\u00e4nderates getagt. Sie hat dabei die Diskussion darum wieder angefacht, was sich der Bund Forschung und Bildung kosten lassen will. Namentlich hat sie einen Vorschlag zu einem Bundesgesetz (mit 7 zu 5 Stimmen) abgelehnt, das Forschung und Bildung vor Kreditsperren und Budgetk\u00fcrzungen sch\u00fctzen sollte. Vielmehr ist die WBK der Meinung, die Forschungskredite sollten weiterhin Thema der j\u00e4hrlichen Budgetdebatten bleiben. Diese Form der \u00abStop and Go\u00bb-Politik wird von verschiedenen Seiten moniert. Zwar ist sie typisch f\u00fcr das politische System der Schweiz, forschende Industrie und Hochschulen stellt sie in Sachen Planungssicherheit allerdings vor grosse Probleme. Das rohstoffarme Binnenland Schweiz droht auf dem Gebiet, auf dem ein globaler Spitzenplatz f\u00fcrs wirtschaftliche Wohlergehen unerl\u00e4sslich ist, ins Hintertreffen zu geraten. <\/p>\n<p> L\u00e4nder wie Grossbritannien und Schweden planen Investitionen in Forschung \u00fcber mehrere Jahre, und selbst in den USA werden die Ausgaben f\u00fcr Bildung und Forschung kontinuierlich ausgebaut. Die Schweiz, die ihren Forschern keine Sicherheit dar\u00fcber gibt, ob sie mehrj\u00e4hrige Vorhaben wirklich zu Ende f\u00fchren k\u00f6nnen und sie zum st\u00e4ndigen Kampf um ihre finanziellen Mittel zwingt, wird die besten K\u00f6pfe ans Ausland verlieren.<\/p>\n<p> Kritisiert wird die Budgetpolitik auch vom Forum Wissens- &amp; Werkplatz Schweiz (<a href=\"http:\/\/www.fwws.ch\">www.fwws.ch<\/a>), in dem sich hochkar\u00e4tige Vertreter von Unternehmen wie Hoffmann-La Roche, Holcim, ABB oder Logitech mit f\u00fchrenden K\u00f6pfen aus dem Hochschulbereich \u2013 aus Technoparks, ETH, Fachhochschulen, Universit\u00e4ten und Paul-Scherrer-Institut \u2013 zusammengeschlossen haben. \u00abVor dem Hintergrund der unberechenbaren finanzpolitischen Rahmenbedingungen\u00bb, warnt das FWWS, \u00aberw\u00e4gt die in der Schweiz ans\u00e4ssige forschende Industrie zunehmend von langfristigen Investitionspl\u00e4nen abzusehen.\u00bb Die Entwicklung f\u00fchre zu einer Abkehr vom Bekenntnis zu exzellenter Hochschulbildung und bewirke einen Vertrauensverlust in den Wissensplatz Schweiz.<\/p>\n<p> Zur Zukunftsgestaltung macht das FWWS auf seiner Webseite (und einer Stellungnahme zu den Budgetdiskussionen) zw\u00f6lf Vorschl\u00e4ge. Neben dem Aufruf dazu, mit guten Rahmenbedingungen die besten Talente zu gewinnen, regt das Forum auch eine Bundesl\u00f6sung f\u00fcr Stipendien und den Ausbau entsprechender Darlehen an. Unter andem hofft es auf eine Professionalisierung des Managements der Hochschulen und eine St\u00e4rkung der Entrepreneurship unter den Studierenden. <\/p>\n<p> Besonders ins Auge sticht im Weiteren der Vorschlag 11: \u00abDie Hochschulen kommunizieren aktiver und attraktiver \u00fcber ihre Forschungsprojekte\u00bb, postuliert das FWWS, \u00abund bilden ihre Forschenden entsprechend aus. Sie arbeiten eng mit den interessierten Medien zusammen.\u00bb Unsere eigene praktische Erfahrung zeigt, dass die Hochschulen und Fachhochschulen ihr Potential hier noch keineswegs aussch\u00f6pfen. Das gegenseitige Geben und Nehmen mit Medien wie dem unseren, das sich explizit als Angelpunkt zwischen \u00d6ffentlichkeit und akademischer Forschung versteht, klappt mit privaten Bildungs- und Forschungsorganisationen und ausl\u00e4ndischen Hochschulen sehr gut. Die staatlichen Institutionen in der Schweiz scheinen hingegen eher M\u00fche zu bekunden, sich solchen Initiativen zu \u00f6ffnen. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 420px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Der Musikphilosoph Wolfgang B\u00f6hler (M.A.) studierte an der Universit\u00e4t Bern Wissenschaftstheorie, Mathematik und Musikwissenschaft. Er ist Chefredaktor des Codex flores Onlinemagazins.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" bgcolor=\"#d3d3d3\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" bgcolor=\"#666666\">\u00a0<\/td>\n<td>\n<table style=\"width: 430px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" bgcolor=\"#d3d3d3\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"right\" valign=\"center\">\u00a0<\/td>\n<td align=\"left\" valign=\"center\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Wolfgang B\u00f6hler \u00a0 25.05.2007 &#8212; Diese Woche hat die Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des St\u00e4nderates getagt.&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-editorials","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=364"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}