{"id":51,"date":"2014-01-06T10:29:46","date_gmt":"2014-01-06T10:29:46","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/06\/entwurf-einer-bundeskulturpolitik\/"},"modified":"2014-01-06T10:29:46","modified_gmt":"2014-01-06T10:29:46","slug":"entwurf-einer-bundeskulturpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/06\/entwurf-einer-bundeskulturpolitik\/","title":{"rendered":"Entwurf einer Bundeskulturpolitik"},"content":{"rendered":"<p>01.06.2010<\/p>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><strong>Kultur ist in der Schweiz Sache der Kantone. Dies bekr\u00e4ftigt das neue Kulturf\u00f6rderungsgesetz einmal mehr. Eine eigenst\u00e4ndige Bundes-Kulturpolitik ist dennoch unerl\u00e4sslich. Helvetia m\u00fcsste dazu allerdings zun\u00e4chst ein paar alte Z\u00f6pfe opfern.<\/strong><\/p>\n<p> Es ist ein Paradox: Liberales Denken beruft sich auf Freiheit und Selbstverantwortung. Kunst ebenso. Liberales Denken betont die Notwendigkeit von Ver\u00e4nderung und Risiken, um die offene Gesellschaft immer neu zu erfinden. Kunst ebenso. Dennoch hat Kulturpolitik in der b\u00fcrgerlichen Mittepolitik \u00fcber Festreden hinaus kaum einen Stellenwert. Mehr noch: Seit den Umbr\u00fcchen von 1968 hat die Linke den Liberalen die Deutungshoheit \u00fcber kreatives Schaffen entrissen, und die Rechte die Meinungsf\u00fchrerschaft zur \u00f6konomischen Rolle der Kulturwirtschaft. <\/p>\n<p> Dem linken Modell des Kulturschaffens als Gesellschaftskritik (das vor kurzem auch vom gr\u00fcnen Genfer Nationalrat Antonio Hodgers explizit beschworen worden ist, <a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#1\">1<\/a>) muss der Liberale ein solches der \u00c4hnlichkeit des K\u00fcnstlers mit Grundlagenforschung und Unternehmertum gegen\u00fcberstellen. Dazu gilt es, das Kulturf\u00f6rderern und Unternehmern gemeinsame Dilemma herauszuarbeiten: Wie k\u00f6nnen Qualit\u00e4t und Tragf\u00e4higkeit von Ideen beurteilt werden, wenn man \u00fcber diese erst retrospektiv entscheiden kann, nachdem sie ihre Wirkung entfaltet haben (oder eben nicht)? <\/p>\n<p> Unternehmer m\u00fcssen aufgrund ungen\u00fcgenden Wissens \u00fcber die Zukunft Gesch\u00e4ftsmodelle mit existentiellen Konsequenzen entwickeln, Kulturf\u00f6rderer Geld in Projekte investieren, die ihren Wert m\u00f6glicherweise erst Jahrzehnte sp\u00e4ter zeigen. Kulturf\u00f6rderung hat auch enge Verandtschaft mit Wissenschaftspolitik Wie k\u00f6nnen Kreativit\u00e4t, Forscherneugier und Dynamik politisch und wirtschaftlich stimuliert werden? Diese Frage stellt sich in der Universit\u00e4tsentwicklung auf verbl\u00fcffend \u00e4hnliche Art wie in der Kulturf\u00f6rderung; dargelegt hat dies k\u00fcrzlich die Forschungsmanagerin Margrit Osterloh in einem Artikel in der \u00abNZZ\u00bb (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#2\">2<\/a>). <\/p>\n<p> <strong>Braucht es \u00fcberhaupt eine Kulturpolitik des Bundes?<\/strong><\/p>\n<p> Um die Grundz\u00fcge einer zukunftsweisenden nationalen schweizerischen Kulturpolitik zu entwerfen, muss zun\u00e4chst die Existenzfrage gestellt werden, ist Kultur doch Sache der Kantone. Die Diskussion einer zukunftsgerichteten Bundeskulturpolitik wird dabei aufgrund historischer Zuf\u00e4lligkeiten erschwert. Als hinderlich erweist sich vor allem die Tatsache, dass sie vor dem Zweiten Weltkrieg als Instrument der propagandistischen Aussenpolitik (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#3\">3<\/a>) begr\u00fcndet wurde. Der Grossteil der Kritiken an der Kulturstiftung Pro Helvetia bezieht sich denn auch auf ihr Wirken im Ausland. Diese Verquickung von Kulturpolitik mit nationaler Auslandswerbung ist eine Altlast, die eine autonome Definition der Kunstf\u00f6rderung unn\u00f6tigerweise behindert.<\/p>\n<p> Ebenso Ballast ist die Auseinandersetzung mit der rechtsliberalen These des \u00abKultur ist Sache der Kultur\u00bb (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#4\">4<\/a>). Sie entwirft n\u00e4mlich eigentlich nicht eine autonome Kulturpolitik, sondern glaubt im Geiste des Kalten Krieges, gegen linke Konzeptionen von Kultur einen \u00abfreiheitlichen\u00bb Verteidigungswall errichten zu m\u00fcssen. Der Schl\u00fcsselartikel dazu aus den Kreisen des Liberalen Institutes erinnert etwa daran, dass sich in \u00d6sterreich unter dem Regime einer Mitte-Links-Regierung \u00abeine Art von \u00f6ffentlich approbiertem Kultursozialismus\u00bb entwickelt habe, der \u00abbestimmte Ausdrucksformen der Kultur und der Kulturkritik f\u00f6rderte und am Leben erhielt, ohne dass eine entsprechende wirtschaftliche und durch die Nachfrage gest\u00fctzte Basis vorhanden gewesen w\u00e4re\u00bb.<\/p>\n<p> Der Artikel gipfelt in der Mahnung, gegen eine eigenst\u00e4ndige \u00ablinke Kulturszene\u00bb sei nichts einzuwenden, solange sie keinen verbrieften Anspruch auf staatliche F\u00f6rderung beanspruche. Dieser Stossrichtung folgen selbst heute noch Verlautbarungen wie die Stellungnahme des Schwyzer Regierungsrates zur kantonalen Kulturpolitik (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#5\">5<\/a>). Im Grunde genommen ist sie aber nichts anderes, als die Zur\u00fcckweisung ebenso \u00fcberholter linker Konzeptionen und damit f\u00fcr eine konstruktive b\u00fcrgerliche Kulturpolitik nicht von Nutzen. Eine authentische b\u00fcrgerliche Kulturpolitik l\u00e4sst sich nur entwickeln, wenn sich Kulturf\u00f6rderung von jeglicher politischer Instrumentalisierung emanzipiert. <\/p>\n<p> <strong>Entpolitisierung der F\u00f6rderung, Politisierung der Kunst<\/strong><\/p>\n<p> Selbstverst\u00e4ndlich bedeutet dies nicht, dass Kunstschaffen und Kultur keine politische Dimension h\u00e4tten. Wie mit Blick auf ihre Geistesverwandte, die wissenschaftliche Forschung, sollten sie jedoch nicht \u00fcber nationale Verbindungen oder politische Instrumentalisierungen definiert werden. Gentechnik, Nanotechnologie, Forschung zu erneuerbaren Energien und so weiter sind politisch hart umstrittene Bereiche, selbst wenn sich Wissenschaft selber nicht als politisches Unternehmen versteht. So etwas wie eine nationale Physik, Biologie oder \u00d6konomie ist undenkbar. Auf vergleichbare Weise m\u00fcsste in der Kulturf\u00f6rderung mit politischer Kunst umgegangen werden k\u00f6nnen. Kulturf\u00f6rderung darf kein politisches Projekt sein, sondern hat zuallerst die Aufgabe, die Vielfalt der \u00c4usserungen zu garantieren \u2013 unabh\u00e4ngig von der politischen Couleur ihrer Kreateure. <\/p>\n<p> Als historisches Vorbild kann dabei etwa das Wirken des Historikers Jean Rudolf von Salis als Pro-Helvetia-Pr\u00e4sident in den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts dienen. Unter seiner \u00c4gide pflegte die Kulturstiftung eine weltanschauliche Offenheit, die es erlaubte, sowohl ein Pamphlet des anarchistisch gepr\u00e4gten Sozialisten Fritz Brupacher zu f\u00f6rdern wie auch eine Jubil\u00e4umsschrift zum Wirken des Erzreaktion\u00e4rs Gonzague de Reynold (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#6\">6<\/a>). <\/p>\n<p> Derartige Offenheit und Integrit\u00e4t garantieren, dass Kulturf\u00f6rderung die politisch wichtige Aufgabe des Kulturschaffens sicherstellt, Tabuisierungen und Verdr\u00e4ngungen von Unstimmigkeiten in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verhindern. <\/p>\n<p> Damit stellt sich f\u00fcr die Kulturf\u00f6rderung nat\u00fcrlich auch die Machtfrage. Tats\u00e4chlich ist in dieser Hinsicht heute eine bedenkliche Entwicklung zu beobachten: Die Kulturf\u00f6rderung politisiert sich und die Kultur selber zieht sich ins Unverbindliche zur\u00fcck, wo es doch gerade umgekehrt sein sollte: Die politische Diskussion zu den Rahmenbedingungen der Kulturf\u00f6rderung sollte ein unspektakul\u00e4rer Verwaltungsakt bleiben, und das Kulturschaffen das Bewusstsein daf\u00fcr sch\u00e4rfen, dass seine Aktivit\u00e4ten immer auch politische Dimensionen hat. Die Besch\u00e4ftigung von Literaten vonehmlich mit ihrem privaten h\u00e4uslichen (Un-)gl\u00fcck ist genauso ein staatspolitisches Statement (ein unbefriedigendes) wie ein Trachtenfest oder eine Vernissage der urbanen Schickeria. <\/p>\n<p> <strong>Bundeskultur ohne Souver\u00e4nit\u00e4tsverlust der Kantone<\/strong><\/p>\n<p> Entscheidend ist dabei, die Souver\u00e4nit\u00e4t der Kantone zu respektieren, die eine substantielle Bundeskulturpolitik mit der Ablehnung eines vermeintlichen \u00abeidgen\u00f6ssischen Kulturvogtes\u00bb (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#7\">7<\/a>) nie zugelassen haben. Auch das neue Kulturf\u00f6rderungsgesetz (KFG) folgt dieser Tradition. Es bekr\u00e4ftigt zun\u00e4chst den Grundsatz, wonach Kultur Sache der Kantone ist. Politiker von links bis rechts haben zudem daf\u00fcr gesorgt, dass weder ein Zweckartikel, noch eine explizite Definition von \u00abKultur\u00bb darin Eingang findet. Es ist \u2013 guteidgen\u00f6ssich \u2013 explizit und gewollt als reines Organisationsgesetz konzipiert worden. <\/p>\n<p> Ankn\u00fcpfen kann eine Definition der Aufgaben einer Bundeskulturpolitik deshalb vor allem an den Modellen der Forschungspolitik, die zeigen, dass der Bund gewichtige Aufgaben \u00fcbernehmen kann, ohne die Hoheit der Kantone zu gef\u00e4hrden (Bildung ist ja auch Sache der Kantone). Institutionen wie die ETH beweisen, dass der Bund Wichtiges leisten kann, indem er das Wirken der Kantone dort erg\u00e4nzt, wo deren Leistungsf\u00e4higkeit und Eigeninteresse Grenzen hat. Der Bund muss dazu in die kantonalen Kulturkonzeptionen nicht eingreifen. Die Schweiz kann gut damit leben, dass sie auf Kantonsebene 26 Kulturtheorien unterschiedlicher Qualit\u00e4t und Aktualit\u00e4t hat.<\/p>\n<p> Als Aufgabe des Bundes wird im Kulturartikel der Bundesverfassung bloss beschrieben, was \u00abvon gesamtschweizerischer Bedeutung\u00bb ist. Das KFG verquickt aber leider nach wie vor auch Kulturf\u00f6rderung und Landesmarketing (Art.3e: \u00abDie Kulturf\u00f6rderung des Bundes hat [unter anderem] zum Ziel, das schweizerische Kulturschaffen im Ausland bekannt zu machen\u00bb), und es beschr\u00e4nkt die Aufgabe der Bundeskulturf\u00f6rderung auf subsidi\u00e4re Massnahmen (Art. 4: \u00abDer Bund erg\u00e4nzt in seinem Zust\u00e4ndigkeitsbereich die kulturpolitischen Aktivit\u00e4ten der Kantone, St\u00e4dte und Gemeinden\u00bb.<\/p>\n<p> Vonn\u00f6ten w\u00e4re demgegen\u00fcber, vergleichbar mit den Aufgaben-Definitionen einer ETH in der naturwissenschaftlichen Forschung, eine Bundeskulturpolitik, die nicht wie die Kantone regional und gesellschaftlich an einem bestimmten Ort situiertes Kulturschaffen f\u00f6rdert, sondern Spitzenleistungen und Exzellenz unterst\u00fctzt. Diese m\u00fcssten einem globalen k\u00fcnstlerischen Forschungsprojekt verpflichtet sein, das inhaltlich und nicht gesellschaftlich oder regional verortet ist. Vollzogen w\u00fcrde damit bloss eine Entwicklung respektive Emanzipation des \u00e4sthetischen Schaffens von nationaler Selbstdarstellung, die in der Kunstwelt schon lange Realit\u00e4t ist. Kunstschaffende sehen sich als Teil einer globalen Community und nicht als Vertreter lokaler Gemeinschaften.<\/p>\n<p> <strong>Kultur ist Arbeit an den Fundamenten der Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p> Welche positiven Aufgaben hat das Kunstschaffen demnach im staatspolitischen Ganzen? Allgemein anerkannt scheint die Vorstellung, dass es sich mit elementaren existentiellen und vorsystematischen Erfahrungen auseinandersetzt und dabei Freir\u00e4ume f\u00fcr Ideen und Reflexion schafft. Es besch\u00e4ftigt sich mit den M\u00f6glichkeiten und Eigenarten der sinnlichen Wahrnehmung und den Basismodellen der menschlichen Welterfahrung \u2013 den Mythen. Geschichten, Lebensbew\u00e4ltigungsstrategien, Emotionen und Antrieben privaten und gesellschaftlichen Handelns. Dies tut es mit einem unbedingten Willen zu Wahrheit und Authentizit\u00e4t, weshalb es \u2013 nach wie vor antiken Modellen der \u00c4sthetik folgend \u2013 eine kathartische Aufgabe (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#8\">8<\/a>) \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p> Das Kunstschaffen ist damit (idealerweise) Teil jener Kraft \u2013 ihr geh\u00f6ren auch die Medien als sogenannte vierte Gewalt im Staat an \u2013, die daf\u00fcr sorgt, dass in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion keine wesentlichen Tatsachen und Triebkr\u00e4fte tabuisiert, verdr\u00e4ngt oder propagandistisch manipuliert werden k\u00f6nnen. Sie kartografiert alle m\u00f6glichen Wege und Gebiete der Erforschung von Innen- und Aussenwelt (und darf dabei wie Mephisto in Goethes \u00abFaust\u00bb durchaus auch das B\u00f6se wollen und das Gute schaffen und deshalb lieber verneinen als sich vor herrschender Meinung verneigen, <a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#9\">9<\/a>). <\/p>\n<p> Eine solche Konzeption der Aufgaben von Kunst und Kultur birgt einen zentralen Widerspruch in sich: Zum einen verlangt sie nach einer m\u00f6glichst breiten F\u00f6rderung nach dem Giesskannenprinzip, um die Vielfalt der Ideen und Perspektiven zu sichern. Zum andern verlangt sie nach dem Willen zur kompromisslosen Exzellenz, um den Widerst\u00e4nden, die einer Katharsis zwangsl\u00e4ufig entgegengesetzt werden, erfolgreich begegnen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p> Dieses widerspr\u00fcchliche Anforderungsprofil liesse sich erf\u00fcllen, wenn den Kantonen die F\u00f6rderung der regionalen Vielfalt und gesellschaftlichen Breite \u00fcberlassen wird. In den Kantonen bilden sich die im Lebensalltag verwurzelten Gemeinschaften, in denen sich Kunstschaffen mit \u00abStallgeruch\u00bb entfaltet und soziale Aspekte der kulturellen Selbstdefinition einer Region eine Rolle spielen. <\/p>\n<p> Der Bund wiederum m\u00fcsste sich den Dimensionen des Kunstschaffens zuwenden k\u00f6nnen, die kompromisslos inhaltlicher und formaler Brillanz verpflichtet und geografisch nicht situierbar sind und sich alleine aus ihrer Relevanz mit Blick auf globale Entwicklungen und intrinsische Fragen \u00e4sthetischer Bewegungen legitimieren. Wie in der wissenschaftlichen Grundlagenforschung ginge es dabei darum, die Entwicklung von Ideen zu f\u00f6rdern, die vordergr\u00fcndig keinen \u00f6konomischen Nutzen bringen, aber f\u00fcr die Weiterentwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft letztlich das Fundament legen. <\/p>\n<p> Mit der Unterst\u00fctzung wissenschaftlicher Grundlagenforschung teilt die Kulturf\u00f6rderung auch das Kernproblem der Legitimation staatlicher Mittel: Sie hat keinen kurzfristigen und quantifizierbaren Nutzen und wird nur m\u00f6glich, wenn sie von Politikern verteidigt wird, die aufgrund eines weiten geistigen Horizontes ihren Nutzen zu verstehen in der Lage sind. Gegen\u00fcber der weitaus st\u00e4rker technologisch orientierten wissenschaftlichen Grundlagenforschung ist das \u00e4sthetische Schaffen noch schwerer fassbar und in Nutzkategorien zu fassen. <\/p>\n<p> <strong>F\u00fcnf Irrt\u00fcmer der Kulturf\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n<p> Dies zeigen f\u00fcnf verbreitete Irrt\u00fcmer der Kulturf\u00f6rderung \u2013 eher hilflose Versuche, das eigene Wirken politisch zu legitimieren: <\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Qualit\u00e4t ist kein Kriterium der F\u00f6rderung.<\/strong> Die Qualit\u00e4t und der Einfluss k\u00fcnstlerischer Erzeugnisse zeigt sich erst in der historischen Retrospektive, m\u00f6glicherweise erst Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte nach ihrer Erschaffung. Beurteilung von Qualit\u00e4t kann nur aufgrund fester Kriterien erfolgen. Das Festlegen von Kriterien widerspricht aber dem zentralen Anliegen des Kunstschaffens, das Regeln hinterfragen, relativieren oder gar zur\u00fcckweisen will. Das Bewusstsein f\u00fcr die Unzul\u00e4nglichkeit des Qualit\u00e4tskriteriums scheint sogar in den Kantonen zu steigen. So erkl\u00e4ren etwa die jurassischen Kulturf\u00f6rderer, es spiele in ihren Entscheidungen keine Rolle mehr (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#10\">10<\/a>).<\/li>\n<li><strong>Innovation ist kein Kriterium der F\u00f6rderung.<\/strong> F\u00fcr die Beurteilung des Innovationspotentials k\u00fcnstlerischen Schaffens gilt dasselbe wie f\u00fcr die Qualit\u00e4tsforderung. Hier liegt \u00fcberdies ein Kategorienfehler vor. Innovation ist weder Ausgangspunkt noch Absicht k\u00fcnstlerischen Schaffens, sondern eine Folge davon, die sich nicht planen l\u00e4sst. Die Forderung nach Innovation illustriert das Scheitern der F\u00f6rderer, sich Geldgebern gegen\u00fcber zu legitimieren. Innovation ist keine willentliche und kurzfristige Wirkkraft (das antike Axiom der Naturphilosophie \u00abnatura non facit saltus\u00bb gilt auch hier, <a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#11\">11<\/a>). Kunstschaffen, das sich scheinbar in konventionellen Bahnen bewegt, kann in langsamen Prozessen eine wuchtige Erneuerungskraft entwickeln, spektakul\u00e4r anmutende Innovationen auf der andern Seite wie Jahrmarkts-Feuerwerk in der Luft verpuffen.<\/li>\n<li><strong>Die Beachtung durch die \u00d6ffentlichkeit ist kein Kriterium der F\u00f6rderung.<\/strong> Wer fordert, dass Kunst popul\u00e4r sein muss, verkennt deren Grundcharakter ebenfalls. Alleine der Hinweis auf die unz\u00e4hligen herausragenden Kunstwerke, die zu popul\u00e4ren Ikonen geworden und zur Zeit ihrer Entstehung entweder ignoriert oder bel\u00e4chelt worden sind, gen\u00fcgt, um das Kriterium zu widerlegen. Popularit\u00e4t zu fordern, ist mutlos und zeugt von Unsicherheit der F\u00f6rderer, weil es kurzfristige \u00f6ffentliche Erfolge zur Legitimation nutzt. Sogar Risikokapitalgeber in der Jungunternehmerszene wissen, dass sich Erfolg nicht planen l\u00e4sst, sperrige Ideen l\u00e4ngerfristig nachhaltigen Return einbringen k\u00f6nnen und kurzfristige Erfolge \u00e0 la longue unter Umst\u00e4nden teuer bezahlt werden m\u00fcssen. F\u00fcr \u00e4sthetisches Schaffen, das auf wirtschaftliche Erfolge abzielt, m\u00fcssen die entsprechenden Angebote in der <em>Wirtschaftsf\u00f6rderung<\/em> nach deren Regeln geschaffen werden. Vor macht dies zum Beispiel die deutsche Filmf\u00f6rderung mit dem Deutschen Filmf\u00f6rderfonds (DFFF, <a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#12\">12<\/a>).<\/li>\n<li><strong>Finanzielle Aufwendungen f\u00fcr Gesuchsbearbeitung sind nicht administrative Leerl\u00e4ufe.<\/strong> Leider betrachtet die Politik die Arbeit von F\u00f6rderkommissionen oder -gremien als Arbeit von Funktion\u00e4ren, die m\u00f6glichst wenig kosten darf, weil \u00abdas Geld ja vor allem den K\u00fcnstlern zugute kommen soll\u00bb. Das ist ein verh\u00e4ngnisvoller Irrtum. F\u00f6rderentscheide sind \u00fcberaus komplex und haben weitreichende Folgen. Sie bestimmen gewichtig \u00fcber die Qualit\u00e4t des Kulturlebens. Es m\u00fcssten f\u00fcr die damit verbundenen Abkl\u00e4rungen und Diskussionen gen\u00fcgend Ressourcen zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Die daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Spezialisten m\u00fcssten zu den Gesuchstellern die n\u00f6tige Distanz haben (wie Richter zu Anw\u00e4lten und Angeklagten) und ihre T\u00e4tigkeit deshalb m\u00f6glichst hauptberuflich und gut entl\u00f6hnt aus\u00fcben k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>Qualit\u00e4ts- und Wirkungskontrollen verbessern die F\u00f6rderung nicht.<\/strong> Da kann auf den Untertitel des erw\u00e4hnten Artikels von Margrit Osterloh verwiesen werden: \u00abWie die Suche nach Effizienz, Output-Messung und das Ranking-Fieber in der Wissenschaft zu Opportunismus und Ideenarmut f\u00fchren k\u00f6nnen\u00bb. Die dort dargelegten Argumente mit Blick auf den Wissenschaftsbetrieb lassen sich praktisch eins zu eins auf die Kulturf\u00f6rderung \u00fcbertragen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"txt-m-black\"><br \/> Da Kulturf\u00f6rderung mit Bereichen des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens besch\u00e4ftigt ist, in denen nicht nach Regeln vorgegangen wird, sondern ebendiese in Frage gestellt oder neu definiert werden, ist es notorisch schwierig, Qualit\u00e4ts- und Handlungskriterien f\u00fcr ihre Praxis zu entwickeln. Folgen m\u00fcssten sie so allgemeinen Leitlinien wie einer Forderung danach, vor allem authentische, erkenntnisf\u00f6rdernde und originelle Arbeiten zu unterst\u00fctzen, ohne dass dazu einfach anzuwendende Regeln zu ihrer Identifikation angegeben werden k\u00f6nnen. Da wirklich gute Kunst zwangsl\u00e4ufig politische und emotionale Widerst\u00e4nde weckt, m\u00fcsste F\u00f6rderung politisch \u00fcberdies engagiert verteidigt und ihre Freiheit immer wieder neu erk\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p> <strong>Notorisch \u00fcberforderte F\u00f6rderkommissionen<\/strong><\/p>\n<p> Damit sind heutige F\u00f6rderkommissionen und ihre politischen Kontrollinstanzen prinzipiell \u00fcberfordert. Den Kulturf\u00f6rderprofis scheint das vermehrt bewusst zu werden. Sie fordern deshalb auf verschiedenen Gebieten, statt Milizgremien herausragende Pers\u00f6nlichkeiten als eine Art Intendanten oder Kuratoren mit der Gestaltung der F\u00f6rderung zu beauftragen. Ideen dazu kommen etwa aus dem Bundesamt f\u00fcr Kultur (BAK), das mit Blick auf die Filmf\u00f6rderung mit einer Art Intendantensystem nach d\u00e4nischem Vorbild lieb\u00e4ugelt; der Pro-Helvetia-Direktor Pius Kn\u00fcsel wiederum hat sich wiederholt f\u00fcr ein Kuratorensystem in der F\u00f6rderung ausgesprochen (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#13\">13<\/a>). <\/p>\n<p> Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re auch, das Modell des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) in der wissenschaftlichen Grundlagenforschung auf Bundesebene auf die Kulturf\u00f6rderung zu \u00fcbertragen. Da es \u2013 nach den Worten von Dieter Imboden (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#14\">14<\/a>), dem Pr\u00e4sidenten des Forschungsrates \u2013 nicht angehen kann, dass die zweitbesten Schweizer die besten Schweizer evaluieren, wird die Beurteilung von Gesuchen vom SNF an ausl\u00e4ndische Experten \u00fcbertragen. F\u00fcr die Kulturf\u00f6rderung, f\u00fcr welche die von Imboden angesprochenen Asymmetrien auch gelten, scheint ein derartiges Modell nur unvollstellbar, weil sie nach wie vor als Teil der nationalen Selbstdefinition betrachtet wird. <\/p>\n<p> Ein weitere M\u00f6glichkeit ist, von der F\u00f6rderung von Werken (mit Werkbeitr\u00e4gen und \u2013preisen) vermehrt zur Erm\u00f6glichung von Prozessen oder Pers\u00f6nlichkeiten zu wechseln. Auch hier kann die Start-up-F\u00f6rderung in der Wirtschaft ein Modell bieten, die mit vergleichbaren Situationen konfrontiert ist, in denen aufgrund mangelnder Informationen weitreichende und gegebenenfalls teure Entscheide gef\u00e4llt werden m\u00fcssen. Auch hier sind Versuche zu beobachten, statt Businesspl\u00e4ne zu finanzieren, Unternehmer-Pers\u00f6nlichkeiten mit Potential mit einer Carte blanche zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n<p> \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Labors der Privatwirtschaft, die mit Grundlagenforschung betraut sind. Der Computerkonzern IBM etwa kennt das System von sogenannten \u00abFellows\u00bb, denen \u00fcber mehrere Jahre finanzielle Mittel und weitere Ressourcen zur Verf\u00fcgung gestellt werden, ohne daran irgendwelche weiteren Forderungen zu kn\u00fcpfen \u2013 eine Art Carte blanche f\u00fcr eigene Projekte. Aus dem System sind in der Schweiz (im IBM Labor R\u00fcschlikon) zwei Nobelpreistr\u00e4ger-Teams (Binnig und Rohrer 1986, Bednorz und M\u00fcller 1987) hervorgegangen. <\/p>\n<p> Die Kriterien bleiben die jeweils gleichen: F\u00f6rderw\u00fcrdig ist, wer unter Beweis gestellt hat, dass er \u00fcber handwerkliches K\u00f6nnen und eine Pers\u00f6nlichkeitsstruktur verf\u00fcgt, die Innovationspotential zu beinhalten scheint. <\/p>\n<p> Solche Strategien sind in der Privatwirtschaft m\u00f6glich, in der Risikokapitalgeber eigenes Geld investieren und das Risiko deshalb selber tragen. Kulturf\u00f6rderung als gemeinwirtschaftliches politisches Projekt muss mit dem Problem zurecht kommen, das es aus den erw\u00e4hnten prinzipiellen Gr\u00fcnden f\u00fcr die investierten Steuergelder keine klare Kosten-Nutzen-Rechnung geben kann. Sie wird also immer auf politischen Goodwill angewiesen sein, der wiederum direkt abh\u00e4ngig ist vom Kulturverst\u00e4ndnis der entscheidungstragenden Politiker.<\/p>\n<p> Wieviel schliesslich darf Kulturf\u00f6rderung den Bund kosten? Mit etwas methodischer Intelligenz k\u00f6nnen m\u00f6glicherweise gewisse finanzielle Eckdaten eruiert werden. Zum einen l\u00e4sst sich vermutlich eine Obergrenze f\u00fcr das Investitionsvolumen zumindest grob absch\u00e4tzen, indem man feststellt, wieviele potentiell sinnvolle Projekte die K\u00fcnstlergemeinschaft des Landes \u00fcberhaupt zu generieren in der Lage ist. Untergrenzen k\u00f6nnten eventuell mit Blick auf die mit Kulturwirtschaft generierten Ums\u00e4tze abgesch\u00e4tzt werden. Im Grunde genommen wird sich die Budgetierung aber wohl einfach an bisherigen Gewohnheiten orientieren m\u00fcssen \u2013 eventuell unter Ber\u00fccksichtigung von Kennzahlen anderer L\u00e4nder, die sich als produktive Kulturnationen global positionieren. <\/p>\n<p> Optimierungen im Sinne von Best Practices und Reduktion von Verwaltungsaufw\u00e4nden sind mit Blick auf die administrativen Prozesse m\u00f6glich, wovon auch der Leitfaden \u00abEvaluieren in der Kultur\u00bb von Pro Helvetia und Migros Kulturprozent ausgeht (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#15\">15<\/a>). <\/p>\n<p> Die schwierige und konsequentenreiche Frage, wer dar\u00fcber wie entscheidet, was gef\u00f6rdert werden soll, bleibt die schwierigste im ganzen Themenkomplex. Interessanterweise wird die absolut zentrale Frage des Wahlprozederes f\u00fcr den Stiftungsrat der Pro Helvetia und die Ernennung von Kommissionsmitgliedern auf allen Ebenen der Kulturf\u00f6rderung nie wirklich thematisiert. Das neue Buch zur Geschichte der Kulturstiftung Pro Helvetia konstatiert, dass sie bereits in den Gr\u00fcndungsjahren zur politischen Steuerung gezielt genutzt worden ist (<a href=\"http:\/\/www.codexflores.ch\/dossiers_ind9.php?art=88#16\">16<\/a>). Das Thema wird auch im neuen KFG seltsam salopp abgehandelt (\u00abDer Bundesrat w\u00e4hlt den Stiftungsrat\u00bb). Dass die Wahlprozedere nie zum Politikum geworden sind, ist einer der erstaunlichsten Befunde der Kulturpolitik.<\/p>\n<p> Ein M\u00f6glichkeit, mit den Komplexit\u00e4ten der F\u00f6rderkriterien und den damit verbundenen Entscheidprozessen umzugehen, w\u00e4re es, diese einer neu zu gr\u00fcndenden Eidgen\u00f6ssischen Kunstuniversit\u00e4t zu \u00fcbertragen. Eine solche k\u00f6nnte auch daf\u00fcr sorgen, dass die Schweiz ihre Leistungen und Eigenheiten als Kulturnation nach aussen sichtbarer machen k\u00f6nnte. Einen vergleichbaren Effekt der Landeswerbung hat ja auch die ETH in der naturwissenschaftlichen Forschung.<\/p>\n<p> <span class=\"txt-s-black\"> <a name=\"1\"><\/a>1) in \u00abWenn man alles dem Markt \u00fcberl\u00e4sst, gibt es nur noch Mainstream-Kultur\u00bb. Eine kulturpolitische Diskussion unter jungen Schweizer Politikern. <em>Passagen<\/em>. Das Kulturmagazin von Pro Helvetia 50, 2009, S. 22.<br \/> <a name=\"2\"><\/a>2) \u00abUnternehmen Universit\u00e4t\u00bb von Margrit Osterloh in der NZZ vom 19. Mai 2010, Seite 31.<br \/> <a name=\"3\"><\/a>3) Siehe dazu: <em>Zwischen Kultur und Politik. Pro Helvetia 1939 bis 2009<\/em>, herausgegeben von Jakob Tanner, Claude Hauser und Bruno Seger, Verlag Neue Z\u00fcrcher Zeitung, NZZ Libro, 2010.<br \/> <a name=\"4\"><\/a>4) Robert Nef: \u00abKultur ist Sache der Kultur. Fragw\u00fcrdige staatliche Kulturf\u00f6rderung\u00bb, <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/2005\/02\/11\/il\/articleck4jz_1.91844.html\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NZZ vom 11.02.2005<\/a>. <br \/> <a name=\"5\"><\/a>5) offizieller <a href=\"http:\/\/www.sz.ch\/xml_1\/internet\/de\/application\/d999\/d998\/d25479\/d25489\/d835\/p26063.cfm\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kommentar<\/a> zum Bericht \u00abKulturr\u00e4ume im Kanton Schwyz\u00bb vom 10.11.2009.<br \/> <a name=\"6\"><\/a>6) <em>Zwischen Kultur und Politik<\/em>, Seite 166.<br \/> <a name=\"7\"><\/a>7) <em>Beitr\u00e4ge f\u00fcr eine Kulturpolitik in der Schweiz. Bericht der eidgen\u00f6ssischen Expertenkommission f\u00fcr Fragen einer schweizerischen Kulturpolitik<\/em>, herausgegeben von Gaston Clottu (\u00abClottu-Bericht\u00bb), Bern 1978, Seite 22.<br \/> <a name=\"8\"><\/a>8) Aristoteles, <em>Poetik<\/em>, Deutsch in: Aristoteles, Hauptwerke, \u00fcbersetzt von Wilhem Nestle, Alfred Kr\u00f6ner Verlag, Suttgart 1977, Seite 345.<br \/> <a name=\"9\"><\/a>9) Goethe, <em>Faust I<\/em>, Studierzimmer, 1335.<br \/> <a name=\"10\"><\/a>10) Pius Kn\u00fcsel: \u00abKleider machen Leute. \u00dcber die Macht der Qualit\u00e4t\u00bb. In: <em>\u00abUnd er sah, dass es gut war&#8230;\u00bb Zur Frage der Qualit\u00e4t in der Kultur<\/em>, Organ 4 schriftenreihe der Hochschule Luzern, Design &amp; Kunst, interact Verlag 2010.<br \/> <a name=\"11\"><\/a>11) Carl von Linn\u00e9: <em>Philosophia Botanica<\/em> (Stockholm, 1751).<br \/> <a name=\"12\"><\/a>12) siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.dfff-ffa.de\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.dfff-ffa.de<\/a> <br \/> <a name=\"13\"><\/a>13) etwa in \u00abKleider machen Leute. \u00dcber die Macht der Qualit\u00e4t\u00bb, a.a.O., Seite 82.<br \/> <a name=\"14\"><\/a>14) im <a href=\"http:\/\/www.drs1.ch\/www\/de\/drs1\/sendungen\/tagesgespraech\/2782.sh10138193.html\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tagesgespr\u00e4ch<\/a> von DRS 1 vom 27.05.2010.<br \/> <a name=\"15\"><\/a>15) <em>\u00abEvaluieren in der Kultur. Warum, was, wann und wie? Ein Leitfaden f\u00fcr die Evaluation von kulturellen Projekten, Programmen, Strategien und Institutionen<\/em>, Herausgegeben von Migros-Kulturprozent und Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia (<a href=\"http:\/\/www.prohelvetia.ch\/fileadmin\/user_upload\/customers\/prohelvetia\/Publikationen\/Leitfaden_Evaluieren\/Leitfaden_Evaluieren.pdf\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF-Download<\/a>)<br \/> <a name=\"16\"><\/a>16) <em>Zwischen Kultur und Politik. Pro Helvetia 1939 bis 2009<\/em>, Seite 57: \u00abDie ohne \u00f6ffentliche Ausschreibung oder demokratisches Wahlverfahren durch den Bundesrat vorgenommene Ernennung der Stiftungsratsmitglieder setzt (&#8230;) Pro Helvetias Handlungsfreiheit somit eine Grenze. (&#8230;) Mit der Ernennung linientreuer Personen hatte sich der Bundesrat in den vierziger Jahren ein Organ geschaffen, das eine Politik getreu nach dem in der Botschaft von 1938 definierten \u201aSchweizergeist\u2019 f\u00fchrte.\u00bb<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>01.06.2010 Kultur ist in der Schweiz Sache der Kantone. Dies bekr\u00e4ftigt das neue Kulturf\u00f6rderungsgesetz einmal mehr. 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