{"id":540,"date":"2014-01-11T14:48:38","date_gmt":"2014-01-11T14:48:38","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/renate-kloeppels-kunst-des-musizierens\/"},"modified":"2014-01-11T14:48:38","modified_gmt":"2014-01-11T14:48:38","slug":"renate-kloeppels-kunst-des-musizierens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/renate-kloeppels-kunst-des-musizierens\/","title":{"rendered":"Renate Kl\u00f6ppels \u00abKunst des Musizierens\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/111203kloeppel.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>11.12.2003 &#8212; Renate Kl\u00f6ppels Buch ist ein Gl\u00fccksfall. Zum einen ist die Autorin gleich zweifach f\u00fcr ein derartiges Unternehmen pr\u00e4destiniert: Als ausgebildete und praxisbew\u00e4hrte Kinderneurologin absolvierte sie ein Zweitstudium zur Musiklehrerin und hatte dabei die Gelegenheit, professionelle Musikp\u00e4dagogik an ihrem medizinischen Wissen zu messen. Zum andern ist das Buch nicht einfach rasch hingeschrieben worden. Als Grundlage diente eine wissenschaftliche Arbeit, deren Erkenntnisse bloss noch in eine f\u00fcr den nicht medizinisch gebildeten Musiker goutierbare Form gebracht werden wollte.<\/p>\n<p> Entstanden ist eine erfrischend sachliche Tour d\u2019horizon durch alle praktischen Aspekte des Musizierens, die ohne jegliche Polemik verschiedene p\u00e4dagogische Schulen und Ans\u00e4tze zu Wort kommen l\u00e4sst und auch widersprechende wissenschaftliche Befunde gegeneinander abw\u00e4gt.<\/p>\n<p> Das Buch ist in zwei Teile \u2013 einen praktischen und einen theoretischen \u2013 unterteilt. Der erste enth\u00e4lt eine Menge n\u00fctzlicher Tipps, allerdings eher unsystematisch und anekdotisch pr\u00e4sentiert. Der zweite gibt Auskunft \u00fcber die Funktion von Nervensystem und Sinnesorgane. Ein eigenes Kapitel ist dabei der Tiefensensibilit\u00e4t (Kin\u00e4sthesie) gewidmet, die auch im ersten Teil bereits eine wichtige Rolle spielt. Kl\u00f6ppel weist in diesem Zusammenhang zu Recht immer wieder auf die Bedeutung hin, welche die Wahrnehmung des eigenen K\u00f6rpers und seiner Bewegungen beim Musizieren einnimmt.<\/p>\n<p> Ebenfalls positiv f\u00e4llt auf, dass die Autorin den in der Musikpraxis viel strapazierten Begriff der Emotion wie die meisten Autoren, die \u00e4hnliche B\u00fccher verfassen, nicht einfach als gegeben hinnimmt, sondern die Theorien von William James und Karl Lange expliziert und auch sp\u00e4tere Kritiken an dem mittlerweile klassischen Ansatz nicht unterschl\u00e4gt.<br \/> In den Text, der urspr\u00fcnglich aus dem Jahr 1993 stammt, hat die Autorin in der frisch erschienen dritten Auflage die Resultate der letzten zehn Jahre in der Hirnforschung eingewoben. Laut ihrem eigenen Vorwort sind auch die Kapitel \u00fcber das Ged\u00e4chtnis mit neuen Erkenntnissen aus Neurobiologie und Psychologie, die Konsequenzen f\u00fcr Strategien des \u00dcbens haben, erg\u00e4nzt worden. <br \/> Kl\u00f6ppels Buch hat das Zeugs zu einem Standardwerk der Musikp\u00e4dagogik und sollte zumindest f\u00fcr alle angehenden Musiklehrerinnen und -lehrer zur Pflichtlekt\u00fcre gemacht werden.<\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>pb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\"><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3795787068\/codexflores-21\">Renate Kl\u00f6ppel: Die Kunst des Musizierens<\/a> &#8211; von den physiologischen und psychologischen Grundlagen zur Praxis, Schott Verlag, dritte, vollst\u00e4ndig \u00fcberarbeitete Auflage, Mainz 2003 <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11.12.2003 &#8212; Renate Kl\u00f6ppels Buch ist ein Gl\u00fccksfall. 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