{"id":554,"date":"2014-01-11T14:56:07","date_gmt":"2014-01-11T14:56:07","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/furtwaengler-prophet-der-vergangenheit\/"},"modified":"2014-01-11T14:56:07","modified_gmt":"2014-01-11T14:56:07","slug":"furtwaengler-prophet-der-vergangenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/furtwaengler-prophet-der-vergangenheit\/","title":{"rendered":"Furtw\u00e4ngler, \u00abProphet der Vergangenheit\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/furt280604.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>28.06.2004 &#8212; Wilhelm Furtw\u00e4ngler: War er Opportunist, \u00e4ngstlicher Mitl\u00e4ufer, mutiger Retter Verfolgter? Wenn \u00fcber ihn, den grossen Dirigenten, debattiert wird, steht immer auch sein Verhalten im Dritten Reich zur Diskussion. Der deutsche Kulturpublizist Herbert Haffner geht im Band \u00abFurtw\u00e4ngler\u00bb, einer fundierten \u00abbiografischen Betrachtung\u00bb, dem Ph\u00e4nomen Furtw\u00e4ngler nach \u2013 ohne Vorurteile, n\u00fcchtern, doch ebenso differenziert wie prononciert in der Beurteilung: Ein Idealist und Utopist traf auf brutale Despoten, die er in ihrer Menschenverachtung und Kulturfeindlichkeit untersch\u00e4tzte, und klammerte sich an die Idee, Kunst und Politik liessen sich trennen. <\/p>\n<p> \u00abMan weiss nicht, wie man mit ihm und seinen vielen schillernden Wahrheiten umgehen soll, mit ihm, der bis zuletzt der herausragende Repr\u00e4sentant der deutschen Musik in aller Welt war. Mit diesem so politischen Unpolitischen, der Kunst und Politik trennen wollte, aber Musikpolitik betrieb. Man hat Schwierigkeiten, die Fama Furtw\u00e4nglers und die menschliche Realit\u00e4t zur Deckung zu bringen.\u00bb \u2013 Gleich auf der ersten Seite seiner (typografisch sorgsam gestalteten) Biografie umreisst Herbert Haffner die Schwierigkeiten, mit welcher Zeitgenossen und Nachgeborene konfrontiert waren und sind, wenn sie Wilhelm Furtw\u00e4ngler (1886\u20131954) gerecht werden wollen. <\/p>\n<p> <strong>\u00abEin Auserw\u00e4hlter\u00bb<\/strong> <\/p>\n<p> 1910, der 24-j\u00e4hrige Dirigent war in Strassburg engagiert, schrieb ein M\u00fcnchner Kritiker \u00fcber die von Furtw\u00e4ngler geleitete Auff\u00fchrung der Flotow-Oper \u00abMartha\u00bb: \u00abEin v\u00f6llig hoffnungsloser Fall, aus dem niemals ein brauchbarer Kapellmeister werden kann.\u00bb Ein Strassburger Rezensent \u00e4usserte: \u00abAuch die musikalische Leitung \u2013 durch Herrn Furtw\u00e4ngler, dem j\u00fcngsten der Taktmeister \u2013 liess sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, haupts\u00e4chlich infolge der \u00fcberm\u00e4ssigen Unruhe des Dirigenten.\u00bb <\/p>\n<p> Ende der Dreissigerjahre war Furtw\u00e4ngler bereits zum Musik-Messias aufgestiegen: \u00abDieser Furtw\u00e4ngler ist von Gott gesandt, er ist ein begnadeter, der zur rechten Zeit geboren wurde, um unserer armseligen Gegenwart die herrlichen Gefilde der deutschen klassischen und romantischen Kunst neu zu \u00f6ffnen.\u00bb (Zitat aus einer Jenaer Zeitung) <\/p>\n<p> Schritt um Schritt verfolgt Herbert Haffner das Privatleben und den k\u00fcnstlerischen Aufstieg des Konzert- und Operndirigenten Furtw\u00e4ngler von den Anf\u00e4ngen in Breslau (1905\/06) \u00fcber Z\u00fcrich, Strassburg, L\u00fcbeck und Mannheim nach Wien (1919), Berlin (1920), Bayreuth (1931) und Salzburg (1937), die Gastspiele in Europa, \u00c4gypten und in \u00dcbersee, die Tourneen mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, die Einspielungen (ab 1926), die Triumphe und R\u00fcckschl\u00e4ge, Zerw\u00fcrfnisse, Querelen und Entt\u00e4uschungen. <\/p>\n<p> Am Ende stand Furtw\u00e4nglers Selbstaufgabe als Folge nachlassenden Geh\u00f6rs und \u00fcberhand nehmender Depression: \u00abEs wird mir verzweifelt schwer, die Erkenntnis dessen, was ich h\u00e4tte werden k\u00f6nnen, und was in Wirklichkeit geworden ist, anzunehmen\u00bb, notiert er 1953, ein Jahr vor seinem Tod. <\/p>\n<p> <strong>Komplexe Pers\u00f6nlichkeit<\/strong> <\/p>\n<p> Dieses K\u00fcnstlerleben, dessen Mythos noch heute, ein halbes Jahrhundert nach Furtw\u00e4nglers Hinschied, im internationalen Kreis der Musikfreunde lebendig ist, kann nicht losgel\u00f6st von den sozialen und politischen Hintergr\u00fcnden des Kaiserreichs, der Weimarer Republik und der Diktatur der Nationalsozialisten beurteilt werden. <\/p>\n<p> Die Bewertung ist nicht zuletzt heikel wegen Furtw\u00e4nglers komplexer, widerspr\u00fcchlicher Pers\u00f6nlichkeitsstruktur, weil die Meinungen der Zeitgenossen, der Freunde und der Widersacher, divergieren und weil die Machthaber des Dritten Reiches den weltber\u00fchmten Exponenten deutscher Kultur f\u00fcr ihre Zwecke propagandistisch vereinnahmt haben. <\/p>\n<p> Herbert Haffner erhellt Furtw\u00e4nglers Verhalten aus den Bedingungen seiner Zeit, h\u00e4lt dabei mit pers\u00f6nlicher Meinung in Details wie mit Versuchen der Einordnung in konzentrierten Analysen nicht zur\u00fcck, ohne sich dabei indes in Spitzfindigkeiten zu versteigen; vornehmlich aber hat er eine F\u00fclle von Briefen und Erinnerungen Furtw\u00e4nglers, von \u00c4usserungen und Urteilen Dritter zusammengetragen. Dieses breite Spektrum an Materialien, darunter manche bisher unbeachtet gebliebene, falsche oder falsch interpretierte, erlaubt es dem Lesenden, eine pers\u00f6nliche Gewichtung und Auslegung vorzunehmen. <\/p>\n<p> Die Tragik des Wilhelm Furtw\u00e4ngler war, wie sein Biograf zeigt, eine zweifache, eine innere und eine \u00ab\u00e4ussere\u00bb, eine selbst geschaffene und eine ihm durch die Zeitumst\u00e4nde, das politische Umfeld aufgepresste. <\/p>\n<p> <strong>Dirigieren als Ausweg<\/strong> <\/p>\n<p> Furtw\u00e4ngler begann in fr\u00fchen Jugendjahren als Komponist von Liedern, Kammer- und Orchestermusik, schuf sich w\u00e4hrend seiner Dirigentenkarriere immer wieder Freiraum und ausgedehnte Dirigierpausen f\u00fcr sein Komponieren und verstand sich bis ans Ende seines Lebens in erster Linie als Komponist. In einem Brief schreibt er \u00fcber seine Lehrzeit als sinfonischer Kapellmeister, das Dirigieren sei \u00abdas Dach, unter das ich mich im Leben gefl\u00fcchtet habe, weil ich im Begriff war, als Komponist zu Grunde zu gehen\u00bb.<\/p>\n<p> Das Echo auf seine nachsch\u00f6pferische T\u00e4tigkeit unterschied sich eklatant von jenem auf sein anachronistisches kompositorisches \u0152uvre. \u00dcber Furtw\u00e4nglers 2. Sinfonie schrieb 1950 ein M\u00fcnchner Rezensent: \u00abEr, der jeden Tag von neuem die begl\u00fcckende Wunderwirkung seiner einzigartigen sch\u00f6pferischen Reproduktionen erlebt, vermag nicht zu fassen, dass etwas Vergangenes, das doch noch so gegenw\u00e4rtig scheint, in der Gegenw\u00e4rtigkeit doch als Vergangenes erscheinen muss. [\u2026] Furtw\u00e4nglers Zweite Symphonie e-moll ist daf\u00fcr ein Beweis. In ihr verbinden sich Brahms\u2019sche Nachimpressionen mit Tschaikowsky verwandten Trivialit\u00e4ten zu einem brucknerlangen Abgesang.\u00bb <\/p>\n<p> Der damalige Konzertmeister der Wiener Philharmoniker urteilt: \u00abEs ist merkw\u00fcrdig \u2013 grosse Musiker glauben immer, sie seien auf einem anderen Gebiet noch gr\u00f6sser als sie es wirklich sind. Furtw\u00e4ngler war einer der gr\u00f6ssten Dirigenten, ein grossartiger Pianist, aber er hat wirklich geglaubt, er sei ein ganz grosser Komponist, der nur verkannt werde, dessen Zeit aber noch komme.\u00bb <\/p>\n<p> <strong>Ein breites Panorama<\/strong> <\/p>\n<p> Der Autor zieht die Kreise weit, fasst das Umfeld Furtw\u00e4nglers in seine einl\u00e4ssliche Darstellung mit ein: Familie, Freunde und Frauen (samt den etlichen unehelichen Kindern), Kollegen und Konkurrenten (Intimfeind Karajan, der doppeltes NSDAP-Mitglied war), die Einfl\u00fcsse durch Pers\u00f6nlichkeiten wie Arthur Nikisch, Ludwig Curtius und Heinrich Schenker oder durch intellektuelle Zirkel der M\u00fcnchner Boh\u00e8me mit ihrem Kampf um die neuen Ideale der Kunst. <\/p>\n<p> So entfaltet Haffner um die Hauptperson ein Panorama des geistigen und des musikalischen Lebens im Deutschland zwischen der Mitte des 19. und des 20. Jahrhunderts. Wichtige innen- und aussenpolitische Stationen der Hitler-Diktatur sind einbezogen; Erg\u00e4nzendes, Vertiefendes dazu h\u00e4tte den Umfang des Buchs gesprengt. Indes mag gerade einer jungen, mit der Geschichte des Dritten Reichs wenig vertrauten Generation hier nicht die ganze Wucht des Infernos, das da \u00fcber die V\u00f6lker niederbrach, nicht das ungeheure Ausmass der z\u00fcgellosen Gewaltherrschaft und deren Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens mit w\u00fcnschbarer Intensit\u00e4t einsichtig werden. <\/p>\n<p> Furtw\u00e4ngler, der die Gipfel des einem nachschaffenden K\u00fcnstler Erreichbaren bezwang, hat am Ende seines Lebens die Divergenz zwischen dem, \u00abwas ich h\u00e4tte werden k\u00f6nnen, und was in Wirklichkeit geworden ist\u00bb, als Beweis f\u00fcr ein Scheitern seines K\u00fcnstlertums gewertet. Seiner Natur gem\u00e4ss, so ist anzunehmen, lokalisierte er die Ursache daf\u00fcr in den Unbilden der Zeit. <\/p>\n<p> \u00abWas wirft man mir eigentlich vor?\u00bb fragte er, der nicht Parteimitglied war, Ende 1945 einen Berliner Intendanten. Und einem v\u00e4terlichen Freund schreibt Furtw\u00e4ngler, ungeduldig auf das Entnazifizierungsverfahren wartend, selbstmitleidig: \u00abWie sehr ich Deutscher bin, was es heisst, Deutscher zu sein, weiss ich jetzt erst ganz. Das Schicksal hat eine furchtbare Wendung genommen.\u00bb <\/p>\n<p> <strong>\u00dcberpolitische Kunst? <\/strong> <\/p>\n<p> Der 1886 als Sohn des Arch\u00e4ologen und sp\u00e4teren M\u00fcnchner Universit\u00e4tsprofessors Adolf Furtw\u00e4ngler geborene Wilhelm ist intellektuell und emotional ganz im Deutschland des 19. Jahrhunderts, im Kaiserreich verwurzelt. Der Erste Weltkrieg hatte die Vorbildfunktion des alten Europa ausgeh\u00f6hlt. Doch das \u00abwahre Deutschland\u00bb durfte nicht untergehen: \u00abEr transportiert mit jedem seiner Konzerte die ihn zutiefst bestimmende \u00dcberzeugung von der Gr\u00f6sse und \u00dcberlegenheit Deutschlands \u2013 eben auf seinem Spezialgebiet, der Musik\u00bb, schreibt Haffner. Wobei anzuf\u00fcgen ist, dass hier auch \u00d6sterreich mitgedacht war. <\/p>\n<p> \u00abSo ist Furtw\u00e4ngler, wie viele andere seiner Zeitgenossen aus Wissenschaft und Philosophie, \u00fcberzeugt, das Ende des Bildungsb\u00fcrgertums, das Ende einer \u2013 seiner \u2013 Epoche mitzuerleben. Wenigstens die Sinnerf\u00fcllung durch die deutsche Kultur soll in die nachwilhelminische Zeit hin\u00fcbergerettet werden, einer Kultur, die als anderen weit \u00fcberlegen verstanden wird. Der Punkt allerdings, in dem Furtw\u00e4ngler v\u00f6llig irrt, ist seine \u00dcberzeugung, er k\u00f6nne im Totalitarismus Kultur, k\u00f6nne Musik und Politik voneinander trennen.\u00bb <\/p>\n<p> Von der Staatsform der Demokratie hielt Furtw\u00e4ngler, der unangefochtene und pedantische Herrscher am Pult, nichts. So war es folgerichtig, dass er auch in der Weimarer Republik sich an sein Axiom hielt: Trennung von Kunst und Politik. \u00abEs ist die politische Funktion der Kunst \u2013 gerade in unserer Zeit \u2013, \u00fcberpolitisch zu sein\u00bb, \u00e4usserte er im Dritten Reich. <\/p>\n<p> <strong>Politische Abstinenz<\/strong> <\/p>\n<p> Die Tradition des politischen Abseitsstehens hatte sich in den gut vier kriegslosen Jahrzehnten in k\u00fcnstlerischen und wissenschaftlichen Kreisen Europas verfestigt; sie strebten in apolitischer Haltung bestenfalls eine geistig-kulturelle Gemeinschaft der europ\u00e4ischen Nationen an, sozusagen eine europ\u00e4ische Republik des Geistes (vgl. Stefan Zweigs Erinnerungsbuch \u00abDie Welt von Gestern\u00bb, 1944). Die politische Abstinenz breiter Schichten der Intellektuellen \u2013 nicht nur in Deutschland \u2013 erleichterte das Aufkommen radikaler politischer Str\u00f6mungen. <\/p>\n<p> \u00abWir K\u00fcnstler m\u00fcssen uns aus der Politik heraushalten, selbst wenn die Politiker es uns schwermachen\u00bb, schreibt Furtw\u00e4ngler im Sommer 1933 an Yehudi Menuhin (welcher zeitlebens die gegenteilige \u00dcberzeugung dokumentiert und sich engagiert \u2013 und mit Macht und Erfolg \u2013 eingemischt hat). Wie die neuen Gewalthaber, die Nationalsozialisten, den deutschen Weltstar f\u00fcr ihre Zwecke einzuspannen wussten, wie rasch sich Furtw\u00e4ngler nach kurzen Erprobungen des Widerstands (Protestbrief an Goebbels 1933 gegen die antisemitischen Massnahmen; Essay \u00abDer Fall Hindemith\u00bb 1934) trotz seines weltweiten Prestiges zu Kotaus verleiten, ins Bockshorn jagen, von den Nazis einbinden und mit Titeln (1933: Preussischer Staatsrat, Reichskultursenator, Vizepr\u00e4sident der Reichskulturkammer \u2013 Pr\u00e4sident war Richard Strauss) und Auszeichnungen gewinnen liess, beschreibt Herbert Haffner differenziert und mit nobler Distanz. <\/p>\n<p> <strong>In zahlreichen Illusionen gelebt<\/strong> <\/p>\n<p> Deutschlands Kultur war geknechtet und geknebelt, eine Vielzahl bedeutender (vorab j\u00fcdischer oder \u00abhalbj\u00fcdischer\u00bb) K\u00fcnstler zum Schweigen gebracht, aus dem Land getrieben oder eingekerkert worden, doch Furtw\u00e4ngler verwarf f\u00fcr sich 1935 endg\u00fcltig die Emigration: Er sei Deutscher und verlasse sein in Not geratenes Land nicht. Dass ihm dies auch als Sympathie f\u00fcr das Regime vorgeworfen werden konnte, musste er leidvoll erfahren. <\/p>\n<p> Viele hat er finanziell grossz\u00fcgig unterst\u00fctzt, f\u00fcr j\u00fcdische Musiker und Freunde, deren Leben bedroht war, setzte er sich erfolgreich ein, ebenso f\u00fcr den Weiterbestand seiner Orchester in Berlin und in Wien \u2013 diese Kapitel werden nicht unterschlagen. Der Pakt mit Mephisto jedoch musste misslingen. Furtw\u00e4ngler aber, Schachfigur im Spiel von Hitler, Goebbels und G\u00f6ring, war der unersch\u00fctterlichen \u00dcberzeugung, sich aller Politik ferngehalten zu haben. <\/p>\n<p> Die Jahre der Naziherrschaft und der Zusammenbruch Deutschlands bringen Furtw\u00e4ngler nicht zur L\u00e4uterung \u2013 er hielt sich, wie Haffner schreibt, f\u00fcr den Massstab schlechthin und sei auch nach dem Krieg wieder ganz \u00abProphet der Vergangenheit\u00bb gewesen. <\/p>\n<p> Wilhelm Furtw\u00e4ngler, res\u00fcmiert sein Biograf, war ein Utopist, \u00abder zahlreiche Illusionen lebte: die Illusion, zum grossen Komponisten berufen zu sein, die Illusion, dass die Kunst bessere Menschen mache, die Illusion, dass es ein ,ewiges Deutschtum\u2019 gebe, in dem es m\u00f6glich sei, eine ,totale k\u00fcnstlerische Existenz\u2019 zu leben, und seine gr\u00f6sste Illusion, n\u00e4mlich dass Kunst und Politik zu trennen seien.\u00bb <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Herbert Haffner: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3932529456\/codexflores-21\">Furtw\u00e4ngler<\/a>. Mit vierzig Abbildungen, Zeittafel, Diskografie, Quellen und Personenregister. Parthas Verlag, Berlin \/ arte-Edition 2003. 494 Seiten. \u20ac 38,-. Fr. 66.-<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.06.2004 &#8212; Wilhelm Furtw\u00e4ngler: War er Opportunist, \u00e4ngstlicher Mitl\u00e4ufer, mutiger Retter Verfolgter? 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