{"id":591,"date":"2014-01-11T15:15:59","date_gmt":"2014-01-11T15:15:59","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/reclams-kammermusikfuehrer-13-auflage\/"},"modified":"2014-01-11T15:15:59","modified_gmt":"2014-01-11T15:15:59","slug":"reclams-kammermusikfuehrer-13-auflage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/reclams-kammermusikfuehrer-13-auflage\/","title":{"rendered":"Reclams Kammermusikf\u00fchrer, 13. Auflage"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/kamus091005.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>14.10.2005 &#8212; Immer noch gilt er als der in deutscher Sprache an Umfang, Personen und Werken reichste Lotse durch das Meer der Musik f\u00fcr kleine Besetzung, Reclams Kammermusikf\u00fchrer. In seiner 13. Auflage ist er auf den aktuellen Stand gebracht worden. Unter anderem sind dabei eine Vielzahl j\u00fcngerer Komponisten und Komponistinnen neu aufgenommen und die Kammermusik aus aussereurop\u00e4ischen Kulturkreisen ber\u00fccksichtigt worden. <\/p>\n<p> Vor einem halben Jahrhundert, 1955, legte Hans Renner den Kammermusikf\u00fchrer erstmals vor mit \u00abEinf\u00fchrungen in \u00fcber 1500 Meisterwerke aus vier Jahrhunderten\u00bb \u2013 ein imponierendes Unternehmen, das sich alsbald als Standardwerk etablierte und mehrere, inhaltlich renovierte Auflagen erlebte. <\/p>\n<p> Dem Wandel der Zeit und dem sich differenzierenden Umgang mit der Kammermusik \u2013 dem Interpretieren, H\u00f6ren, Reflektieren, Beschreiben, der Ausweitung des Repertoires und des Tontr\u00e4germarkts, den Anforderungen des Konzertbetriebs und der Musikfreunde \u2013 dr\u00e4ngten sich indes eine grunds\u00e4tzliche, auch j\u00fcngere Forschungsergebnisse und Kompositionen ber\u00fccksichtigende Ausrichtung dieses F\u00fchrers auf. <\/p>\n<p> Den Anfang machte die 10. Auflage dieses in manchem (auch vielen anfechtbaren Auslassungen und Beurteilungen) nicht mehr zeitgem\u00e4ssen Nachschlagewerks; 1990 wurde es v\u00f6llig neu konzipiert und verfasst vorgelegt. Nun erfolgt ein weiterer Schritt: Die 13. Auflage stelle, wie Herausgeber Arnold Werner-Jensen im Vorwort festh\u00e4lt, \u00abdie eingetretenen Ver\u00e4nderungen und Entwicklungen der Musik unserer Zeit angemessen und in ihrer Vielfalt\u00bb dar. <\/p>\n<p> Der Aufbau des \u00fcber 1200-seitigen Bandes im handlichen Reclam-Format hat sich nicht ge\u00e4ndert. Der erste, ein Zehntel des Gesamtumfangs beanspruchende Teil res\u00fcmiert die Entwicklungen der Kammermusik ab dem 15. Jahrhundert und gibt einen nach Gattungen und Besetzungen geordneten chronologisch-systematischen \u00dcberblick von Sonaten f\u00fcr Melodie-Instrument und Generalbass bzw. f\u00fcr ein Melodie-Instrument (selbstredend ohne Musik f\u00fcr Tasteninstrumente solo) bis zum Oktett, Nonett und der Kammermusik f\u00fcr Bl\u00e4ser. <\/p>\n<p> Teil zwei ist den Komponisten nach Reihenfolge ihres Geburtsjahrs (beginnend mit Arcangelo Corelli, 1653) und ihren Werken gewidmet: Kurzbiografie, Liste der Kammermusikkompositionen und einordnende Gesamtw\u00fcrdigung sind den oft mit Notenbeispielen erg\u00e4nzten Einzelbesprechungen der Werke vorangestellt. In den Zwischen\u00fcberblicken finden sich acht thematische Schwerpunktbeitr\u00e4ge: Die Mannheimer Hofmusiker; Komponisten um Schumann und Brahms; Europ\u00e4ische Komponisten am Beginn und in der 1. H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts; USA; Die \u00abGroupe des Six\u00bb, die Neoklassizisten und ihre Zeitgenossen; Neut\u00f6ner und Traditionalisten \u2013 die Sch\u00f6nberg-\u00c4ra; Kammermusik nach dem 2. Weltkrieg; Entwicklungen nach 1968. <\/p>\n<p> Grundlegend aufgefrischt wurden die Kapitel \u00fcber die Sch\u00f6nberg-\u00c4ra und \u00fcber die Zeit nach dem 2. Weltkrieg; fortgef\u00fchrt sind die Entwicklungen nach 1968, wobei sich der Blick weitet auf nicht-europ\u00e4ische Kammermusik. <\/p>\n<p> Dass Komponieren keine M\u00e4nnerdom\u00e4ne ist, findet den geb\u00fchrenden Niederschlag. Gew\u00fcrdigt wird beispielsweise das Schaffen von Ali-Zadeh, Bacewicz, Dinescu, Gubaidulina, H\u00f6lszky, Jazylbekova, Koblenz, Saariaho, Sadikova, Scherchen-Hsiao, Schl\u00fcnz. <\/p>\n<p> Erfreulich auch die Ber\u00fccksichtigung von knapp zwanzig Schweizer Komponisten, darunter in eigenen Beitr\u00e4gen Heinz Holliger (dessen Geburtsort allerdings Langenthal heisst, nicht Langenthai), Klaus Huber, J\u00fcrg Wyttenbach. <\/p>\n<p> Das Register verzeichnet die Namen und die besprochenen Werke. Wo im Textteil das Todesjahr nicht mehr erfasst werden konnte, ist es im Register nachgef\u00fchrt (Nachtrag: Christoph Delz ist 1993 verstorben). <\/p>\n<p> Der von Arnold Werner-Jensen herausgegebene Kammermusikf\u00fchrer, an dem weitere sieben Autoren massgeblich mitgearbeitet haben, bew\u00e4hrt sich in seiner j\u00fcngsten Auflage als vielschichtiger, umsichtig wertender und an Neu- und Wiederentdeckungen reicher Begleiter durch alle Epochen der Kammermusik, ihr immenses Repertoire und den Facettenreichtum der Stile, Str\u00f6mungen und Entwicklungen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Reclams Kammermusikf\u00fchrer. Hrsg.: Arnold Werner-Jensen. Mitarbeit: Ludwig Finscher, Wolfgang Ludewig, Klaus Hinrich Stahmer. Mit 556 Notenbeispielen.<br \/>13., aktualisierte und erweiterte Auflage. Philipp Reclam Verlag, Stuttgart. <br \/>1235 Seiten. \u20ac 32,90. Fr. 57.10.<\/p>\n<p> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/redirect?path=ASIN\/3150105765&amp;link_code=as2&amp;camp=1638&amp;tag=codexflores-21&amp;creative=6742\">Bei Amazon kaufen<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=codexflores-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3150105765\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>14.10.2005 &#8212; Immer noch gilt er als der in deutscher Sprache an Umfang, Personen und Werken reichste Lotse durch das&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-591","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=591"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/591\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}