{"id":608,"date":"2014-01-11T16:27:37","date_gmt":"2014-01-11T16:27:37","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/jahrbuch-musiktherapie-2005\/"},"modified":"2014-01-11T16:27:37","modified_gmt":"2014-01-11T16:27:37","slug":"jahrbuch-musiktherapie-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/jahrbuch-musiktherapie-2005\/","title":{"rendered":"Jahrbuch Musiktherapie 2005"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2006\/060504jahrbuch.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>08.05.2006 &#8212; Mit dem \u00abJahrbuch Musiktherapie \u2013 Music Therapy Annual\u00bb pr\u00e4sentiert der Berufsverband der Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten in Deutschland (BVM) eine Nachfolgepublikation zu ihrer Schriftenreihe \u00abEinblicke\u00bb, die ebenfalls j\u00e4hrlich herausgegeben wurde. Mit dem Periodikum mit deutschen und englischen Beitr\u00e4gen (samt Abstracts in der jeweils andern Sprache) will der Berufsverband eine Plattform bieten, die jeweils ein Thema oder Aspekte davon \u00abaus unterschiedlicher Sicht oder unterschiedlichem Klientel oder verschiedenem theoretischem Ansatz behandelt.\u00bb (9) Breiten Raum nehmen neben den eigentlichen Artikeln Pr\u00e4sentationen aktueller Dissertationen und Buchbesprechungen ein. <\/p>\n<p> Der erste Band der Reihe ist \u00abForschung und Entwicklung\u00bb gewidmet. Es finden sich darin Diskussionsbeitr\u00e4ge zur Empathie in der Musiktherapie (Susanne Metzner) sowie Musiktherapie und Demenz (Hanne Mette Ochsner Ridder, Jan-Peter Sonntag et al.) und eine Pr\u00e4sentation der K\u00f6rpertambura und ihrem therapeutischen Potential (Bernhard Deutz, Cordula Dietrich). Im Weiteren bietet der Band eine hilfreiche Einf\u00fchrung in die bildgebenden Verfahren der Hirnforschung (Thomas Stegemann), die bloss den Begriff \u00abMismatch Negativity\u00bb unerkl\u00e4rt l\u00e4sst, und eine ebensolche in die sozialrechtlichen Aspekte der Musiktherapie (Peter Mrozynski, Stefan M. Flach). <\/p>\n<p> Mrozynski und Flach machen darauf aufmerksam, dass in Deutschland kaum Rechtssprechung zur Musiktherapie besteht, nach geltender Praxis in der Regel aber auch wenig Hoffnung auf eine Kosten\u00fcbernahme durch die Krankenkassen besteht. Dazu kann nachgetragen werden, dass die Situation in der Schweiz \u00e4hnlich ist. Hierzulande hat das Bundesgericht in einem Urteil von 1988 bereits Grundsatz\u00fcberlegungen angestellt, die Kosten\u00fcbernahmen in Sachen Musiktherapie nur unter sehr engen und speziellen Bedingungen als angezeigt betrachten. <\/p>\n<p> Unter den Buchbesprechungen, die teils die Themen der Artikel wieder aufnehmen und dabei die Musiktherapie selber nicht unbedingt thematisieren, wird unter anderem ein Blick in Literatur zur tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Aspekten der Therapieform geworfen. In einer etwas ausladenden Disserationspr\u00e4sentation und einer Buchbesprechung wird schliesslich die im angels\u00e4chsischen Gebiet gef\u00fchrte Diskussion \u00fcber die M\u00f6glichkeiten einer \u00abCommunity Music Therapy\u00bb in den deutschen Sprachraum getragen. Speziell zu erw\u00e4hnen ist \u00fcberdies die Rezension des Handbuchs \u00abIndikation Musiktherapie bei psychischen Problemen im Kinder- und Jugendalter. Musiktherapeutische Diagnostik und Manual nach ICD-10\u00bb von Isabelle Frohne-Hagemann und Heino Pless-Adamcyk, das \u2013 in der \u00dcberzeugung der Rezensentin Ilse Wolfram \u2013 einen wichtigen Beitrag zu den Anstrengungen leistet, \u00abMusiktherapie als wissenschaftliches Verfahren zu fundieren\u00bb.<\/p>\n<p> Das Niveau der meisten Artikel ist zufriedenstellend bis hoch, in seiner Gesamtheit gibt der sorgf\u00e4ltig editierte Band guten Grund zur Annahme, dass sich die Reihe als seri\u00f6se wissenschaftliche Plattform ihren Platz im Konzert der Schriftenreihen zum Fach erobern wird. Von der f\u00fcr musiktherapeutische Fachliteratur \u00fcblichen Fallvignette verabschiedet sich die Reihe dabei genausowenig wie sie sich evidenzbasierter Methodik nicht verschliesst.<\/p>\n<p> Ein Ausrutscher findet sich allerdings in der Besprechung von Barbara Gindls Buch \u00abAnklang. Die Resonanz der Seele\u00bb. Darin referiert die Rezensentin h\u00f6chst umstrittene Thesen der Biophotonik in verbl\u00fcffender Naivit\u00e4t als Tatsachen, die in der Behauptung gipfeln, man k\u00f6nne mittels feinstofflicher \u00abmorphogenetischer Felder\u00bb sp\u00fcren, wer im n\u00e4chsten Moment anrufen werde (159). Um sich nicht dem Verdacht der Unbedarftheit auszusetzen, m\u00fcsste in einem Band, der aktueller Forschung gewidmet ist, zumindest erw\u00e4hnt werden, dass solche Ph\u00e4nomene \u00fcberaus kontrovers diskutiert werden. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\"><em>Jahrbuch Musiktherapie \u2013 Music Therapy Annual<\/em>, herausgegeben vom Bundesverband der Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten in Deutschland e.V. (BVM), Band 1 (2005) <em>Forschung und Entwicklung<\/em>, Reichert Verlag Wiesbaden, ISBN 3-89500-460-X, <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN\/389500460X&amp;tag=codexflores-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742\">Bei Amazon kaufen<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=codexflores-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=389500460X\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>08.05.2006 &#8212; Mit dem \u00abJahrbuch Musiktherapie \u2013 Music Therapy Annual\u00bb pr\u00e4sentiert der Berufsverband der Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten in Deutschland (BVM)&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-608","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=608"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}