{"id":611,"date":"2014-01-11T16:29:18","date_gmt":"2014-01-11T16:29:18","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/heinrich-heine-und-robert-schumann\/"},"modified":"2014-01-11T16:29:18","modified_gmt":"2014-01-11T16:29:18","slug":"heinrich-heine-und-robert-schumann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/heinrich-heine-und-robert-schumann\/","title":{"rendered":"Heinrich Heine und Robert Schumann"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2006\/heine7606.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>06.06.2006 &#8212; \u00ab\u2026 die Musik ist vielleicht das letzte Wort der Kunst, wie der Tod das letzte Wort des Lebens.\u00bb Das Zitat aus Heinrich Heines \u00abLutezia\u00bb steht in der Verk\u00fcrzung \u00abDas letzte Wort der Kunst\u00bb als Titel \u00fcber der Doppelausstellung \u00abHeinrich Heine und Robert Schumann zum 150. Todesjahr\u00bb, die in D\u00fcsseldorf, in der Kunsthalle und im Heinrich-Heine-Institut, am 11. Juni 2006 zu Ende geht. Der reich illustrierte Begleitband versammelt kurze Essays von 33 Expertinnen und Experten zu Heine und Schumann, zu deren Leben und Schaffen, zu den vielf\u00e4ltigen gegenseitigen Beziehungen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden, zu Freundschaften, ebenso zum k\u00fcnstlerischen, gesellschaftlichen und politischen Aufbruch in ihrer Epoche. <\/p>\n<p> Schumann, gut zehn Jahre j\u00fcnger als Heine, traf den Dichter pers\u00f6nlich nur einmal, am 8. Mai 1828 in M\u00fcnchen. Intensiv besch\u00e4ftigte er sich allerdings mit dessen Werken \u2013 die bekanntesten unter Schumanns \u00fcber vierzig Heine-Vertonungen sind der \u00abLiederkreis\u00bb und die \u00abDichterliebe\u00bb.<\/p>\n<p> D\u00fcsseldorf war f\u00fcr beide K\u00fcnstler eine wichtige Lebensstation; Heine verbrachte dort seine Kindheit und Jugend (1797\u20131816), Schumann arbeitete in der Stadt am Rhein bis zu seiner schweren Erkrankung (1850\u20131854). Viele Dokumente des Dichters und des Komponisten befinden sich im Bestand von Archiv und Museum des Heinrich-Heine-Instituts D\u00fcsseldorf. <\/p>\n<p> Gleich einem farbigen Mosaik f\u00fcgen sich in diesem Lesebuch zur Gedenkausstellung die in vier Teile gegliederten Beitr\u00e4ge zu Zeit- und Pers\u00f6nlichkeitsbildern, inhaltlich vom Allgemeinen zum Besonderen fortschreitend. <\/p>\n<p> Ber\u00fchrungen des Dichters und des Dichter-Komponisten sind herausgearbeitet am M\u00fcnchner Treffen von 1828, an ihren Aufenthalten in Bonn, ihrem kontr\u00e4ren Musikverst\u00e4ndnis, an der Konfrontation der Meinungen \u00fcber Meyerbeers \u00abHugenotten\u00bb, an der Figur des Faust, an Schumanns Heine-Vertonungen, der Aufwertung des Phantastischen und des Traums, an Krankheitsbild, Siechtum und Sterben, Sp\u00e4twerk, Nachruhm und Wirkungsgeschichte. <\/p>\n<p> Untersuchungen zu Schumann befassen sich unter anderem mit seinem musik\u00e4sthetischen Denken, der neuen Bewertung des Sp\u00e4twerks, mit dem Melodram \u00abManfred\u00bb, mit Schumanns Melancholie und der Rezeption seiner Heine-Lieder. <\/p>\n<p> Zu Heine finden sich Essays \u00fcber die Resonanz anderer K\u00fcnste in seinen Texten, die Werkfassungen der \u00abDichterliebe\u00bb, Chopin als Seelenverwandten, die Beziehung zu Georg Weerth, die Sterbe-Kunst in den \u00abLazarus\u00bb-Gedichten, Heines Grab in Paris, das Denkmalprojekt in D\u00fcsseldorf, Romane \u00fcber Heine und Adornos Heine-Vortrag von 1956. <\/p>\n<p> In einem f\u00fcnften Teil kommen Aspekte und \u00dcberlegungen zur Konzeption der Ausstellung und \u00fcber die freien Arbeiten von Klassen der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie als Echo auf Heine und Schumann zur Sprache. <\/p>\n<p> Der vielstimmige Band, ein gewichtiger Beitrag zur Heine- und Schumann-Forschung, nimmt ein durch \u00fcberraschende Perspektiven auf Leben und Schaffen der im gleichen Jahr 1856 verstorbenen K\u00fcnstler, beleuchtet bisher unbeachtete Parallelen, bringt neue Fakten zur Darstellung und bietet pers\u00f6nliche Einsichten und Interpretation. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Joseph A. Kruse (Hrsg.): \u00abDas letzte Wort der Kunst\u00bb. Heinrich Heine und Robert Schumann zum 150. Todesjahr. Begleitband zur D\u00fcsseldorfer Gedenkausstellung. Gemeinschaftsausgabe der Verlage J. B. Metzler, Stuttgart, und B\u00e4renreiter, Kassel 2006. 478 Seiten. \u20ac 24,95. Fr. 39.-. <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN\/3476021521&amp;tag=codexflores-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742\">Bei Amazon kaufen<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=codexflores-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3476021521\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>06.06.2006 &#8212; \u00ab\u2026 die Musik ist vielleicht das letzte Wort der Kunst, wie der Tod das letzte Wort des Lebens.\u00bb&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-611","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}