{"id":632,"date":"2014-01-11T20:49:21","date_gmt":"2014-01-11T20:49:21","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/ulrich-schreibers-opernfuehrer-komplett\/"},"modified":"2014-01-11T20:49:21","modified_gmt":"2014-01-11T20:49:21","slug":"ulrich-schreibers-opernfuehrer-komplett","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/ulrich-schreibers-opernfuehrer-komplett\/","title":{"rendered":"Ulrich Schreibers Opernf\u00fchrer komplett"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2007\/uschr10307.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>06.03.2007 &#8212; Was 1981 als einb\u00e4ndige Ausgabe geplant war, uferte im Lauf der Arbeit aus, erst auf zwei, dann auf drei, schliesslich auf f\u00fcnf B\u00e4nde mit 3738 Seiten. Nun ist sie im Ganzen \u00fcberblickbar, die Welt der Oper und ihrer Geschichte in der Sicht des 1936 geborenen Musik- und Theaterfachmanns Ulrich Schreiber. <\/p>\n<p> Dass das Unterfangen nicht nur sein Opus magnum geworden ist, sondern auch eine in ihrer Art unvergleichlich breit angelegte und tief lotende Geschichte des Musiktheaters, ein inhaltlich und stilistisch glanzvolles Meisterwerk, ist zwei Umst\u00e4nden zuzuschreiben: dem breiten Wissen des Autors und (damit zusammenh\u00e4ngend) dem von ihm gew\u00e4hlten Konzept. Nicht einen weiteren jener traditionellen, vom Inhalt der isoliert betrachteten Werke dominierten F\u00fchrer durch den kanonisierten Bestand schuf Schreiber, sondern eine Gattungsgeschichte, in der die Opern in gr\u00f6ssere Zusammenh\u00e4nge gestellt sind: in die historischen und politischen Bez\u00fcge, den sozialen Kontext, ins \u00fcber Europa hinaus geweitete geografische Umfeld. Die Oper als Spiegel des Menschen, seiner \u00c4sthetik und Mentalit\u00e4t unter sich ver\u00e4ndernden Lebensbedingungen. <\/p>\n<p> Mehr als einmal war die Herausgabe gef\u00e4hrdet. Es begann schwungvoll bei der B\u00fcchergilde Gutenberg; 1988 lag Band 1 vor. Zehn Jahre sp\u00e4ter \u2013 der Verlag war in finanzielle Schieflage geraten \u2013 konnte B\u00e4renreiter als Koproduzent und Retter in der Not gewonnen werden. Und nun hatte Schreiber auch eine hilfreiche Lektorin \u2013 gestartet war er als Einzelk\u00e4mpfer, der zus\u00e4tzlich zum Inhalt das diesem ad\u00e4quate, typografisch gediegene Layout bestimmen konnte. <\/p>\n<p> \u00abDie Kunst der Oper\u00bb, wie sie in der B\u00fcchergilde betitelt war, wurde bei B\u00e4renreiter zum \u00abOpernf\u00fchrer f\u00fcr Fortgeschrittene\u00bb. Was manche in die Irre f\u00fchren (und vom Kauf abhalten) k\u00f6nnte, denn Ulrich Schreiber setzt nicht den Wissensstand enragierter Opernfans voraus. Er versteht es wie kein zweiter, einzelne Werkbesprechungen und Komponistenportr\u00e4ts mit der Geschichte der Gattung zu verkn\u00fcpfen, in der die breiten Entwicklungsstr\u00e4nge wie auch die Nebenlinien und Vereinzelungen einbezogen werden. Und er verf\u00fcgt \u00fcber didaktisches Geschick, die F\u00e4higkeit, die Materialf\u00fclle klar zu gliedern, desgleichen \u00fcber die Kunst, Sachinformation und pers\u00f6nliche Interpretation in geschliffene Formulierung zu fassen. Jedem Band beigegeben sind Quellenangaben, Glossar der Fachbegriffe, Opernregister und Personenverzeichnis. Alles in allem Vorz\u00fcge, die nicht zuletzt dem interessierten Laien entgegenkommen und ihm die Orientierung im Gang durch alle Epochen der kontrastreichen, zuweilen verworrenen Operngeschichte erleichtern. <\/p>\n<p> Ein weiterer gewichtiger Vorteil: Drei der f\u00fcnf B\u00e4nde sind dem Musiktheater des 20. Jahrhunderts gewidmet. W\u00e4hrend Band 1 von den Anf\u00e4ngen bis zur Franz\u00f6sischen Revolution, Band 2 durch das 19. Jahrhundert f\u00fchrt, widmen sich die folgenden Teile der Oper von Verdi und Wagner bis zum Faschismus, dem Musiktheater in Deutschland und Italien ab 1945, in Frankreich und Grossbritannien, dann im abschliessenden Band der Oper in Ost- und Nordeuropa (mit den Kapiteln Strawinsky und Jan\u00e1cek), den Entwicklungen ausserhalb des Hauptwegs (Portugal, Spanien, Belgien, Holland, D\u00e4nemark, Norwegen, Schweden, Finnland) und der interkontinentalen Verbreitung (die Oper in Nord-, Mittel- und S\u00fcdamerika, in Kanada, Afrika, im Nahen und Fernen Osten). <\/p>\n<p> Eingehend behandelt sind Komponisten, Komponistinnen und ihre Werke, denen man in keinem anderen Opernf\u00fchrer in derart detaillierter W\u00fcrdigung begegnen kann. Ein Reichtum an Informationen, an klugen Erw\u00e4gungen und einsichtig formulierten Urteilen! Viertausend Opern und vier Jahrhunderte: ein spannendes Studien- und Lesevergn\u00fcgen. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Ulrich Schreiber: Opernf\u00fchrer f\u00fcr Fortgeschrittene. Die Geschichte des Musiktheaters. Das 20. Jahrhundert III: Ost- und Nordeuropa, Nebenstr\u00e4nge am Hauptweg, Interkontinentale Verbreitung. B\u00e4renreiter-Verlag, Kassel 2006. 692 Seiten. \u20ac 47,50. Fr. 85.50. Alle f\u00fcnf B\u00e4nde zusammen \u20ac 199,\u2013. Fr. 358.20. <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3761819595?ie=UTF8&amp;tag=codexflores-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3761819595\">bei Amazon kaufen<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=codexflores-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3761819595\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>06.03.2007 &#8212; Was 1981 als einb\u00e4ndige Ausgabe geplant war, uferte im Lauf der Arbeit aus, erst auf zwei, dann auf&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-632","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=632"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/632\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}