{"id":633,"date":"2014-01-11T20:49:57","date_gmt":"2014-01-11T20:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/die-sonate-ein-studienbuch\/"},"modified":"2014-01-11T20:49:57","modified_gmt":"2014-01-11T20:49:57","slug":"die-sonate-ein-studienbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/die-sonate-ein-studienbuch\/","title":{"rendered":"Die Sonate \u2013 ein Studienbuch"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2007\/sonate19307.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>19.03.2007 &#8212; Wer ein Instrument beherrscht oder wer Musik zuh\u00f6rend erlebt, dem ist die Sonate, das Klang- oder Spielst\u00fcck, samt ihrer Form mit Exposition, Durchf\u00fchrung und Reprise ein Begriff, vielleicht gar der Inbegriff von \u00abreiner\u00bb Instrumentalmusik. Gering ist die Zahl der Komponisten aus vier Jahrhunderten, die sich nicht mit der Sonate auseinandergesetzt haben. <\/p>\n<p> Doch so einfach, wie es den Musikkundigen scheint, verh\u00e4lt sich die Sache mit der Sonate keineswegs. Denn von einer Gattungsgeschichte im engeren Sinn kann nicht die Rede sein, wie die materialreiche Untersuchung \u00abDie Sonate. Geschichte \u2013 Formen \u2013 \u00c4sthetik\u00bb von Thomas Schmidt-Beste belegt, das bisher umfassendste und gr\u00fcndlichste Buch zum Thema. <\/p>\n<p> In vier Teile hat der Autor die F\u00fclle des Stoffs geordnet und didaktisch klar aufgearbeitet. Das Studienbuch ist reich versehen mit Notenbeispielen und Tabellen, mit durch Raster unterlegten Schlussfolgerungen und Zusammenfassungen, mit Fragen und Aufgabenstellungen f\u00fcr Studierende \u2013 die Materie erschliesst sich selbstredend auch allen Interessierten, die keine der angeregten Analysen ausarbeiten m\u00f6chten oder k\u00f6nnen. <\/p>\n<p> Das Buch, h\u00e4lt Schmidt-Beste im Vorwort fest, \u00abbeschreibt vor allem Wandlungen und Entwicklungen, durchaus auch H\u00f6hepunkte und Ausnahmeerscheinungen, immer in m\u00f6glichst enger Einordnung in den historischen Gesamtkontext. Erwartungsgem\u00e4\u00df steht dabei, nach den verschiedensten Definitionen, die musikalische Faktur, die ,Form\u2019 im Vordergrund (\u2026)\u00bb.<\/p>\n<p> Definitionen: Teil I befasst sich mit den Definitionen der Sonate, dazu mit den ihr vorausgehenden Strukturen wie Canzonensatz, Tanzsatz, Fuge, Basso continuo, wie auch mit den auf sie folgenden (serielle, historische und postmoderne Techniken). <\/p>\n<p> Formen: Im Hauptteil widmet sich der Autor den musikalischen Entwicklungen von Corelli (sonata da chiesa, sonata da camera) bis zum ausklingenden 20. Jahrhundert. Einl\u00e4sslich zur Darstellung gelangen hier Sonatenzyklus und Sonatensatzform nach 1750, die Sonaten Beethovens und Schuberts, die Sonatenkomposition nach 1830 und jene im vergangenen Jahrhundert mit ihren unterschiedlichen Bez\u00fcgen (z. B. Skrjabin, Prokofiew, Schostakowitsch, Reger, Hindemith, Debussy, Ravel, Satie, Boulez, Ives, Ferneyhough, Cage). <\/p>\n<p> Funktion und \u00c4sthetik: Beantwortet werden in Teil III Fragen zum gesellschaftlichen und \u00e4sthetischen Umfeld. Wer komponierte warum, in welchem Stil, mit welcher Absicht und f\u00fcr wen Sonaten, wer spielte, kaufte, h\u00f6rte sie? Und ist sie absolute, \u00absprachlose\u00bb Musik? <\/p>\n<p> Besetzungen: Im abschliessenden Kapitel er\u00f6rtert Schmidt-Beste detailreich die Instrumentenbesetzungen von der Ensemblesonate im 17. und 18. Jahrhundert \u00fcber die Epochen der Klavier- und der Duosonate bis in die Gegegenwart, bringt auch die Sonderf\u00e4lle Sonate f\u00fcr unbegleitetes Soloinstrument und Orgelsonate zur Sprache. <\/p>\n<p> Angaben zu Literatur und Noteneditionen sowie das kombinierte Namen-\/Werkregister finden sich im Anhang. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Thomas Schmidt-Beste: Die Sonate. Geschichte \u2013 Formen \u2013 \u00c4sthetik. B\u00e4renreiter Studienb\u00fccher Musik, BSM 5. B\u00e4renreiter-Verlag, Kassel 2006. 271 Seiten. \u20ac 19,95. Fr.35.90. <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3761811551?ie=UTF8&amp;tag=codexflores-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3761811551\">bei Amazon kaufen<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=codexflores-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3761811551\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" \/><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19.03.2007 &#8212; Wer ein Instrument beherrscht oder wer Musik zuh\u00f6rend erlebt, dem ist die Sonate, das Klang- oder Spielst\u00fcck, samt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-633","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=633"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=633"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=633"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=633"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}