{"id":651,"date":"2014-01-11T20:59:53","date_gmt":"2014-01-11T20:59:53","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/bachs-orgelbuechlein\/"},"modified":"2014-01-11T20:59:53","modified_gmt":"2014-01-11T20:59:53","slug":"bachs-orgelbuechlein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/bachs-orgelbuechlein\/","title":{"rendered":"Bachs Orgelb\u00fcchlein"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2007\/bach191107.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>24.11.2007 &#8212; Griffbereit liegt es auf der Orgelbank, Johann Sebastian Bachs \u00abOrgelb\u00fcchlein\u00bb. Kein Weg f\u00fchrt daran vorbei, nicht f\u00fcr \u00abanfahende\u00bb noch f\u00fcr bestandene Organisten, auch nicht f\u00fcr Verehrer des Meisters und der Orgelmusik. <\/p>\n<p> Mit dieser Sammlung von 45 kurzen Choralvorspielen, die Bach zwischen 1708 und 1717 in Weimar niederschrieb, demonstrierte er einerseits verschiedene M\u00f6glichkeiten der Bearbeitung von Choralmelodien (einschliesslich der Ausformung des Textinhalts und dessen Atmosph\u00e4re) und schuf andrerseits ein massgebendes Unterrichtswerk f\u00fcr das Erlernen des unabh\u00e4ngigen Spiels von vier kontrapunktischen Stimmen mit obligatem Pedal. <\/p>\n<p> Auch was Musikfreunden vertraut, Orgelspielenden Pflichtrepertoire ist, entzieht sich n\u00e4her besehen problemlosem Zugang. Sven Hiemke, Professor f\u00fcr Historische Musikwissenschaft an der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater in Hamburg und Stellvertretender Direktor im Bach-Institut G\u00f6ttingen (er hat 2003 eine B\u00e4renreiter-Werkeinf\u00fchrung zu Beethovens \u00abMissa solemnis\u00bb vorgelegt &#8211; siehe Codex-flores-<a href=\"http:\/\/212.60.37.143\/rezensionen_ind2.php?art=97\">Rezension<\/a>), vertieft sich in seiner j\u00fcngsten Publikation in Erscheinung und Wesen der Sammlung und geht mit zuweilen detektivischem Sp\u00fcrsinn beharrlich, kritisch und offen den Fragen und R\u00e4tseln des Orgelb\u00fcchleins nach: Eine grundlegende, historisches Wissen und neue Erkenntnisse zusammenf\u00fchrende, an Einzelaspekten reiche W\u00fcrdigung der wichtigsten Orgelchoralsammlung. <\/p>\n<p> Im einleitenden Teil (\u00abEin Werk aus Weimar\u00bb) geht Hiemke Entstehung und Datierungsfragen sowie Vorbildern der unterschiedlichen satztechnischen Modelle nach. In vier Thesen formuliert er im 2. Teil (\u00abFunktionen\u00bb) die Absichten, die Bach mit diesen konzentriert gefassten Choralvorspielen verfolgen mochte. Im Anhang findet sich dazu eine Konkordanztabelle mit den 164 geplanten Choralbearbeitungen in der Reihenfolge des Autographs samt hypothetischer Einteilung der Kompositionsphasen. <\/p>\n<p> Im Teil 3 (\u00abKommentare\u00bb) analysiert der Autor mit Hilfe vieler Notenbeispiele jedes einzelne der 45 Choralvorspiele, wobei er detailliert auch Bachs Kunst aufdeckt, die Textaussage und deren emotionale Stimmung umzusetzen \u2013 zum besseren Verst\u00e4ndnis dieser Zusammenh\u00e4nge sind die Choraltexte mit allen Strophen aus dem Weimarer Gesangbuch von 1713 den Einzelkommentaren vorangestellt. <\/p>\n<p> Einen \u00dcberblick \u00fcber die Wirkungsgeschichte des Orgelb\u00fcchleins gibt Hiemke im abschliessenden 4. Teil (\u00abAspekte der Rezeption\u00bb); zur Darstellung bringt er auch Editionsgeschichtliches, Transkriptionen und kompositorische Aneignungen. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Sven Hiemke: Johann Sebastian Bach \u2013 Orgelb\u00fcchlein. Mit Abbildungen, Notenbeispielen und tabellarischen Darstellungen. B\u00e4renreiter Werkeinf\u00fchrung. B\u00e4renreiter-Verlag, Kassel 2007. 259 Seiten. \u20ac 19,95. Fr. 35.90.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>24.11.2007 &#8212; Griffbereit liegt es auf der Orgelbank, Johann Sebastian Bachs \u00abOrgelb\u00fcchlein\u00bb. 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