{"id":668,"date":"2014-01-11T21:10:30","date_gmt":"2014-01-11T21:10:30","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/das-beethoven-lexikon\/"},"modified":"2014-01-11T21:10:30","modified_gmt":"2014-01-11T21:10:30","slug":"das-beethoven-lexikon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/das-beethoven-lexikon\/","title":{"rendered":"Das Beethoven-Lexikon"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2008\/beet12908.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>13.09.2008 &#8212; Beethoven \u00abin space\u00bb, Marketing, \u00abF\u00fcr Elise\u00bb in der Popmusik, Filmmusik, Europa-Hymne, \u00abRoll over Beethoven\u00bb \u2013 allein an diesen wenigen herausgegriffenen Artikeltiteln zeigt sich das Beethoven-Lexikon aus dem Laaber-Verlag auf der H\u00f6he unserer Zeit. Denn da war vorg\u00e4ngig eine immense Materialf\u00fclle zu sichten, aufzuarbeiten und traditionellen wie neuen Stichworten zuzuweisen seit Theodor Frimmels zweib\u00e4ndigem Beethoven-Handbuch von 1926. Nach \u00fcber achtzig Jahren liegt nun wieder ein Lexikon vor, das fundierte Auskunft gibt \u00fcber den \u00abMusikgottessohn Beethoven\u00bb (Hans von B\u00fclow), \u00fcber sein Leben, sein Schaffen, seine Epoche, seine Wirkung, seine Rezeption und seine herausragenden Interpreten. <\/p>\n<p> Klar, dass die Dimension des zu bew\u00e4ltigenden Stoffs die Kr\u00e4fte und das Wissen eines einzelnen Autors \u00fcberfordert. So stellte sich denn unter der Leitung der beiden Herausgeber Heinz von Loesch und Claus Raab ein Team von hundert Spezialistinnen und Spezialisten in den Dienst dieser m\u00e4chtigen Enzyklop\u00e4die. Sie schliesst als Band 6 das grosse, von Albrecht Riethm\u00fcller im Laaber-Verlag herausgegebene Beethoven-Handbuch ab. <\/p>\n<p> Vom ersten Artikel \u00fcber des Meisters letztes Klavierlied (\u00abAbendlied\u00bb WoO 150) bis zum letzten Stichwort (Zyklus) spannt sich ein weiter Bogen, unter dem alles Wesentliche und etliches Nicht-Erwartete \u2013 und manch weniger Schwergewichtiges, auch Unterhaltsames \u2013 zum Thema Beethoven versammelt ist. <\/p>\n<p> Den Kern bilden Beethovens Pers\u00f6nlichkeit und Leben, seine Musik und sein biografisches Umfeld. Nicht weniger gr\u00fcndlich ausgeleuchtet werden die diversen Aspekte der Rezeption Beethovens in den Bereichen Musik, Literatur, Musikwissenschaft, Bildender Kunst, Philosophie, Politik sowie in verschiedenen L\u00e4ndern. Ein weiteres Spektrum umfasst die Geschichte der Beethoven-Interpretation (Portr\u00e4ts von Dirigenten, Pianisten, Kammermusikensembles, Geiger, Cellisten in deren Verh\u00e4ltnis zum Werk des Klassikers). <\/p>\n<p> Die St\u00e4rke dieses fast 900-seitigen Lexikons bew\u00e4hrt sich nicht nur in den konzis und mit Blick auf den interessierten Laien verst\u00e4ndlich abgefassten, sprachlich sorgf\u00e4ltig formulierten Einzelartikeln (Verweispfeile wurden sparsam gesetzt, inhaltliche \u00dcberschneidungen sind sinnvoll und in der Regel gar unerl\u00e4sslich), sondern liegt zudem darin, dass unter einem Stichwort eine ganze Entwicklung in zeitlicher Folge dargestellt, zusammengefasst und gew\u00fcrdigt ist. Dies bew\u00e4hrt sich insbesondere in zum Teil umfangreichen kompositionstechnischen Artikeln (Arpeggio und Glissando, Coda, Dynamik, Kadenzen, Medianten, Modulation, motivisch-thematische Arbeit, Satzmodelle, Schreibstil, Rhetorik, Skizzen, Variation) oder etwa auch in mentalit\u00e4tsgeschichtlichen, drucktechnischen, editorischen, soziokulturellen und juristischen Beitr\u00e4gen. <\/p>\n<p> Umsichtig abw\u00e4gende Interpretationen zeichnen die W\u00fcrdigungen der Werke aus (darunter auch marginale), wobei neben der Analyse die Entstehungs-, Publikations- und Auff\u00fchrungsgeschichte erl\u00e4utert wird. <\/p>\n<p> Den einzelnen Artikeln angef\u00fcgt sind entsprechende Hinweise zu Schriften, Literatur, Ausgaben, Diskografie. <\/p>\n<p> Dieses vielf\u00e4ltige Lese- und Studienwerk \u2013 im Zweispaltensatz umbrochen und durch Schwarz-weiss-Abbildungen bereichert \u2013 enth\u00e4lt ein Artikel- und ein Autorenverzeichnis, ein nach Opus-Nummern gegliedertes Werkverzeichnis und eine Chronik von 1770 bis 1827, ferner im Rahmen der jeweiligen Artikel n\u00fctzliche Auflistungen (Autographe; Dichter, deren Texte Beethoven vertonte; Faksimileausgaben; Kadenzen zu den Klavierkonzerten; alte und Neue Beethoven-Gesamtausgabe; Skizzen, Skizzenb\u00fccher; Widmungsempf\u00e4nger). <\/p>\n<p> All jene, die meinen, Lexika seien Werke zum eiligen Nachschlagen und rasch wieder Weglegen, sehen sich hier eines anderen belehrt (und seien auf der Hut): Wer im Beethoven-Lexikon irgendwo zu lesen beginnt, kommt so schnell nicht wieder davon los. <\/p>\n<p> <strong><em>Zitat aus dem Buch: <\/em><\/strong><br \/> \u00abBedenkt man, da\u00df sich Beethoven \u00fcber Jahrzehnte in st\u00e4ndiger Behandlung h\u00e4ufig bei mehreren \u00c4rzten gleichzeitig befand, so erkennt man allein darin ein wesentliches Armutsrisiko.\u00bb (Artikel Finanzen, Seite 250) <br \/> <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Heinz von Loesch und Claus Raab (Hrsg.): Das Beethoven-Lexikon. Beethoven-Handbuch Band 6. Mit 116 Abbildungen, einer Chronik und einem Werkverzeichnis. Laaber-Verlag, Laaber 2008. 890 Seiten. \u20ac 98,\u2013 (Subskriptionspreis bis 30.09.2008, danach \u20ac 118,\u2013). ca. Fr. 170.\u2013.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13.09.2008 &#8212; Beethoven \u00abin space\u00bb, Marketing, \u00abF\u00fcr Elise\u00bb in der Popmusik, Filmmusik, Europa-Hymne, \u00abRoll over Beethoven\u00bb \u2013 allein an diesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-668","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=668"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}