{"id":681,"date":"2014-01-11T21:17:19","date_gmt":"2014-01-11T21:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/musik-im-alter-eine-materialsammlung\/"},"modified":"2014-01-11T21:17:19","modified_gmt":"2014-01-11T21:17:19","slug":"musik-im-alter-eine-materialsammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/musik-im-alter-eine-materialsammlung\/","title":{"rendered":"Musik im Alter &#8211; eine Materialsammlung"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2009\/090325alter.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>25.03.2009 &#8212; Ein fl\u00fcchtiger Blick auf die Alterspyramiden der Industriestaaten gen\u00fcgt, um zu wissen, dass eine alternde Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten auf beinahe allen Gebieten vielf\u00e4ltige Herausforderungen stellen wird. Umgang mit und Nutzung von Musik sind dabei nat\u00fcrlich auch betroffen. Die klingende Kunst wird in der Regel mit Jugendlichkeit, Spannkraft, k\u00fcnstlerischen und intellektuellen Spitzenleistungen und entsprechenden Anforderungen assoziiert. Da gilt es umzudenken: Im dritten Lebensalter kann sie zahlreiche Funktionen \u00fcbernehmen, welche Lebensqualit\u00e4t und Teilnahme am sozialen Leben positiv beeinflussen. Sie kann damit auch Kosten f\u00fcr Pflege und Wahrung der Unabh\u00e4ngigkeit der Betroffenen senken helfen.<\/p>\n<p> Die vielf\u00e4ltigen Aspekte des Themas \u00abAlter und Musik\u00bb werden heute akademisch und gesellschaftlich mehr und mehr aufgearbeitet, je nach Gebiet ist der Stand der Forschung aber recht unterschiedlich. Einiges weiss man heute \u00fcber die spezielle Problematik des alternden Berufsmusikers und des Einsatzes von Musik auf spziellen Gebieten der Altersmedizin, in andern Bereichen \u2212 vor allem in der Rolle, die sie in der Altenpflege spielen kann \u2212 steckt die wissenschaftliche Aufabeitung noch in den Anf\u00e4ngen. <\/p>\n<p> Dies liegt nicht zuletzt daran, dass zahlreiche Aspekte des Themas hochgradig interdisziplin\u00e4r sind, das heisst p\u00e4dagogische, soziale, medizinische, wirtschaftliche und kulturelle Fragestellungen vereinen. Diesem Umstand ist im September 2006 an der Tagung \u00abMusikkultur, Gesundheit und Beruf: Bildungsperspektiven in alternden Gesellschaften\u00bb in der Paderborner Bildungst\u00e4tte Liborianum Rechnung getragen worden. In dem vorliegenden, von Heiner Gembris herausgegebenen Band \u00abMusik im Alter\u00bb ist ein Teil der Vortr\u00e4ge versammelt, die w\u00e4hrend der Veranstaltung speziell Musik und Musikkultur gewidmet waren.<\/p>\n<p> Es handelt sich dabei um ein eher locker strukturiertes Sammelsurium an Beitr\u00e4gen, die auf bestimmten Gebieten den Stand der Forschung reflektieren, Thesen diskutieren oder m\u00f6gliche Entwicklungslinien f\u00fcr Forschung und Bildungs- oder Sozialpolitik skizzieren. Ein erster Teil mit Beitr\u00e4gen von Harald K\u00fchnemund, Dietmar K\u00f6ster, Helmut Heseker sowie Matthias Kliegel und Theodor J\u00e4ger umreisst die gesellschaftlichen, gesundheitlichen und psychologischen Rahmenbedingungen des Themenkomplexes; ein zweiter nimmt sich Aspekten der musikalischen Aktivit\u00e4ten im Alter an, so unter anderem der allgemeinen musikalischen Entwicklung (Heiner Gembris), der Stimme (Bernhard Richter), dem instrumentalen Musizieren (Claudia Spahn), dem alternden Orchestermusiker (Thomas Schmidt-Ott) und dem ebenso in die Jahre kommenden Konzertpublikum (Thomas K. Hamann). <\/p>\n<p> Etlichen sozialen und \u00f6konomischen Z\u00fcndstoff birgt der dritte Teil, der die Chancen der Arbeit mit Musik in der Altenpflege reflektiert \u2212 ein Potential, das weder Gesundheitspolitiker noch die Verantwortlichen der Ausbilder in Sachen Altenpflege heute wirklich realisiert zu haben scheinen. Astrid S\u00f6the, Dorothea Muthesius, Thomas Grosse, Heiner Gembris und Gerhard N\u00fcbel weisen hier auf viel Bedenkenswertes hin, unter anderem auf eine in Hannover angebotene Weiterbildung in Interaktivem Musizieren, die musikalische Interventionen im Klinik- und Heimalltag professionalisiert, und Konzepte zur Anregung und Kommunikation mit dementen Patienten, die \u00fcber Sprache nicht mehr, mit Hilfe von Musik aber nach wie vor erreichbar sind.<\/p>\n<p> Christian H\u00f6ppner, der Generalsekret\u00e4r des Deutschen Musikrates, steuert schliesslich noch einige \u00dcberlegungen zu den musikpolitischen Perspektiven des Themas bei. Sie gipfeln in der Forderung, die n\u00f6tigen Mittel f\u00fcr Investitionen auf diesem Gebiet bereit zu stellen \u2212 mit Blick auf den volkswirtschaftlichen Nutzen des Einsatzes von Musik schon nur in der Geriatrie ein mehr als sinnvolles Begehren. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>cf<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Heiner Gembris (Hrsg): Musik im Alter \u2212 Soziokulturelle Rahmenbedingungen und individuelle M\u00f6glichkeiten. Verlag Peter Lang, Frankfurt 2008, 312 Seiten. ISBN 978-3-631-57809-4. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.03.2009 &#8212; Ein fl\u00fcchtiger Blick auf die Alterspyramiden der Industriestaaten gen\u00fcgt, um zu wissen, dass eine alternde Gesellschaft in den&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-681","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=681"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}