{"id":688,"date":"2014-01-11T21:20:44","date_gmt":"2014-01-11T21:20:44","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/musik-konzepte-wilhelm-killmayer\/"},"modified":"2014-01-11T21:20:44","modified_gmt":"2014-01-11T21:20:44","slug":"musik-konzepte-wilhelm-killmayer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/musik-konzepte-wilhelm-killmayer\/","title":{"rendered":"Musik-Konzepte: Wilhelm Killmayer"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2009\/killm6609.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>16.06.2009 &#8212; \u00abMein Werkverzeichnis umfasst Oper, Orchesterwerke, Kammermusik und Vokalkompositionen mit \u00fcber die Jahre hinweg wechselnden Schwerpunkten. \u2013 Musik ist eine K\u00f6rperkunst. Sie fordert zur akustischen Hervorbringung ganzk\u00f6rperlichen Einsatz. Sie ber\u00fchrt auch den Zuh\u00f6renden k\u00f6rperlich und kommt deshalb unserem Gl\u00fccksverlangen am unmittelbarsten entgegen, denn die musikalische Physiognomie ist auch eine k\u00f6rperliche Mitteilung.\u00bb Der 1927 in M\u00fcnchen geborene Komponist Wilhelm Killmayer er\u00f6ffnet mit \u00abSelbstauskunft\u00bb, konzentrierten Erl\u00e4uterungen zu seinem Schaffen, den ihm gewidmeten neuen Doppelband der Reihe Musik-Konzepte. <\/p>\n<p> Mit Ausnahme eines weiteren Artikels gehen die hier versammelten Beitr\u00e4ge auf das anl\u00e4sslich von Killmayers 80. Geburtstag in M\u00fcnchen durchgef\u00fchrte wissenschaftliche Symposium zur\u00fcck. Stil und \u00c4sthetik im vielseitigen Werk dieses querst\u00e4ndigen Aussenseiters bilden den einen Schwerpunkt, w\u00e4hrend der andere einzelne Kompositionen und Gattungen in den Blick nimmt. <\/p>\n<p> Wolfgang Rathert untersucht Killmayers Denken und die daraus hervorgegangene Musik im Kontext der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts (\u00abEs bleibt ein Rest von Magie oder Wilhelm Killmayers musikalische Sendung\u00bb); Siegfried Mauser reflektiert die musikalische Kommunikation in Killmayers Komponieren (\u00abDem Vertrauten die W\u00fcrde des Fremden wiedergeben\u00bb); Enjott Schneider arbeitet den \u00abKind\u00bb-Archetyp als Agens in Killmayers Werk heraus (\u00abKunst ist Kindheit n\u00e4mlich\u00bb). Dem Sinfoniker Killmayer und der Sinfonik nach 1950 geht Laurenz L\u00fctteken nach (\u00abVersch\u00fcttete Zeichen\u00bb).<\/p>\n<p> Mit einzelnen Werken bzw. Werkgruppen befassen sich die Analysen von Hanns-Werner Heister (Po\u00e8me symphonique Nr. 4), Ulrich Dibelius (Nachtgedanken), J\u00f6rn Peter Hiekel (Schumann in Endenich), Rainer Nonnenmann (Heine-Lieder), Gernot Gruber (M\u00f6rike-Lieder), Giselher Schubert (Yolimba) und Hans-Christian von Dadelsen (H\u00f6lderlin-Lieder). <\/p>\n<p> Der materialreiche Band, der eine differenzierte Auseinandersetzung mit Killmayers \u0152uvre erm\u00f6glicht, schliesst mit den Abstracts, bibliografischen Hinweisen, der Zeittafel und den Kurzbiografien der Autoren. <\/p>\n<p> <strong><em>Zitat aus dem Buch: <\/em><\/strong><br \/> \u00abIch glaube nicht, dass Musik um jeden Preis flie\u00dfen und sch\u00e4umen muss. Ich glaube nicht, dass Anmut gegen\u00fcber Schwermut eine mindere Kategorie darstellt, meist liegt beides nebeneinander; der Mensch ist vielschichtiger, neugieriger und widerspr\u00fcchlicher, als der Markt und die Politik das vertragen. Dass unser Leben nicht weitere Systeme braucht, sondern L\u00fccken in diesen, erscheint heute nicht mehr ganz absurd. Meine Musik lebt in der Vergangenheit und in der Zukunft und ist vielleicht gerade deshalb gegenw\u00e4rtig.\u00bb (Wilhelm Killmayer in \u00abSelbstauskunft\u00bb, Seite 8) <br \/> <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Wilhelm Killmayer. Musik-Konzepte Band 144\/145. Neue Folge, herausgegeben von Ulrich Tadday. IV\/2009, edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, M\u00fcnchen. 171 Seiten mit Notenbeispielen. \u20ac 22,50. Fr. 38.90. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16.06.2009 &#8212; \u00abMein Werkverzeichnis umfasst Oper, Orchesterwerke, Kammermusik und Vokalkompositionen mit \u00fcber die Jahre hinweg wechselnden Schwerpunkten. \u2013 Musik ist&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-688","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=688"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/688\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}