{"id":691,"date":"2014-01-11T21:22:32","date_gmt":"2014-01-11T21:22:32","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/sandor-veress-komponist-lehrer-forscher\/"},"modified":"2014-01-11T21:22:32","modified_gmt":"2014-01-11T21:22:32","slug":"sandor-veress-komponist-lehrer-forscher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/11\/sandor-veress-komponist-lehrer-forscher\/","title":{"rendered":"S\u00e1ndor Veress. Komponist \u2013 Lehrer \u2013 Forscher"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2009\/veress80809.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>10.08.2009 &#8212; Zum 100. Geburtstag von S\u00e1ndor Veress, der von Ende 1949 bis zu seinem Tod im Fr\u00fchjahr 1992 in Bern gewirkt hatte, richtete das Institut f\u00fcr Musikwissenschaft der Universit\u00e4t Bern im Rahmen des Festivals \u00abVeress 07\u00bb eine internationale Tagung aus. Die vorliegende Publikation \u2013 als 11. Band in der Reihe der Schweizer Beitr\u00e4ge zur Musikforschung erschienen \u2013 enth\u00e4lt die Tagungsbeitr\u00e4ge und einen umfangreichen Teil an Quellenmaterialien. <\/p>\n<p> Er war Sch\u00fcler von Kod\u00e1ly und Bart\u00f3k, dann dessen Assistent, Lehrer u. a. von Ligeti und Kurt\u00e1g, den Schweizern Heinz Holliger, Roland Moser, J\u00fcrg Wyttenbach, lehrte und komponierte und blieb doch auf der Schattenseite des Musiklebens. Das hat nicht zuletzt mit den Pr\u00e4gungen eines Lebens im Exil zu tun und mit seiner Pers\u00f6nlichkeit, die jede Form der Selbstinszenierung und Anpreisung des eigenen Schaffens mied. Veress, so liest man im Vorwort, sei ein Exempel f\u00fcr einen im 20. Jahrhundert virulenten Komponistentypus, f\u00fcr \u00abden Komponisten, dessen Werk im Spannungsfeld von politischer Ideologie, erzwungener Vertreibung und k\u00fcnstlerischer Neuorientierung entsteht und sich hermeneutisch nur unter Ber\u00fccksichtigung dieses Spannungsfeldes erschlie\u00dft\u00bb.<\/p>\n<p> 1949 emigrierte Veress, erbittert \u00fcber die kommunistischen Schauprozesse, aus Ungarn und kam durch einen Lehrauftrag nach Bern, wo er 1950 Professor f\u00fcr Theorie und Komposition am Konservatorium, 1968 Extraordinarius f\u00fcr Musikethnologie und Musik des 20. Jahrhunderts an der Universit\u00e4t wurde. Nach seiner 1977 erfolgten Emeritierung intensivierte er seine kompositorische T\u00e4tigkeit. <\/p>\n<p> Veress\u2019 Pers\u00f6nlichkeit und Wirken als P\u00e4dagoge, Komponist, Pianist und Ethnomusikologe gehen zehn Autoren im ersten Teil \u00abSchlaglichter auf Biographie, Werk und Wirkung\u00bb nach; drei der zw\u00f6lf Beitr\u00e4ge sind in englischer Sprache. Aufschlussreich nicht weniger die Vielzahl der Quellenmaterialien, die bisher nicht ver\u00f6ffentlicht wurden oder nur in Ungarisch vorlagen: Briefe, die Veress 1947 aus England an seine Frau Enid Veress-Blake schrieb, und der Briefwechsel 1930 bis 1967 mit Kod\u00e1ly (beides in Englisch). <\/p>\n<p> Ein tr\u00fcbes Kapitel b\u00fcrokratischer Wirrnis und Sturheit zum Abschluss: \u00fcber dreissig Dokumente zu Veress\u2019 Einb\u00fcrgerung in die Schweiz. Erst nach 19 Jahren und acht Monaten, rund zweieinhalb Monate vor seinem Tod und \u00fcber vier Jahrzehnte der Existenz als formell staatenloser Fl\u00fcchtling, war das Einb\u00fcrgerungsverfahren f\u00fcr ihn und seine Frau positiv abgeschlossen. <\/p>\n<p> Literatur zu S\u00e1ndor Veress\u2019 Leben und Werk sowie Kurzbiografien der Autorinnen und Autoren finden sich im Anhang dieses Bandes, der mit Abbildungen, Notenbeispielen und tabellarischen Aufstellungen illustriert ist. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Doris Lanz und Anselm Gerhard (Hrsg.): S\u00e1ndor Veress. Komponist \u2013 Lehrer \u2013 Forscher. Schweizer Beitr\u00e4ge zur Musikforschung, Band 11. Mit Abbildungen und Notenbeispielen. B\u00e4renreiter-Verlag, Kassel 2008. 294 Seiten. \u20ac 39,95. Fr. 71.90. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.08.2009 &#8212; Zum 100. 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