{"id":757,"date":"2014-01-12T09:35:38","date_gmt":"2014-01-12T09:35:38","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/musik-konzepte-edward-elgar\/"},"modified":"2014-01-12T09:35:38","modified_gmt":"2014-01-12T09:35:38","slug":"musik-konzepte-edward-elgar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/musik-konzepte-edward-elgar\/","title":{"rendered":"Musik-Konzepte: Edward Elgar"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2013\/edelg11313.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>11.03.2013 &#8212; Sein Name evoziert die f\u00fcnf patriotischen \u00abPomp-and-Circumstance\u00bb-M\u00e4rsche, das Cellokonzert, die Enigma-Variationen, das Oratorium \u00abThe Dream of Gerontius\u00bb. Auf dem Kontinent hat Edward Elgar (1857\u20131934) nur schwach Fuss gefasst, in seiner Heimat Grossbritannien z\u00e4hlt er zu den profilierten, wie kein anderer seit Purcell mit Auszeichnungen \u00fcberh\u00e4ufter Musiker, und seine Werke haben Eingang gefunden ins Kernrepertoire des englischen Konzertlebens. <\/p>\n<p> Der neue Musik-Konzepte-Band weitet mit seinen sechs Beitr\u00e4gen die verengte Sicht auf den Hauptkomponisten der \u00abEdwardian epoch\u00bb, der seine gr\u00f6ssten Erfolge zwischen den 90er Jahren und dem Ersten Weltkrieg feierte, w\u00fcrdigt die Charakteristika seines komplexen, r\u00e4tselhaften Wesens und des durch Brahms, Wagner, Liszt und Richard Strauss angeregten Personalstils, die Breite und Vielfalt seines \u0152uvres, das Orchester- und Chorwerke, Oratorien, B\u00fchnenmusiken, Ges\u00e4nge, Lieder, Kammermusik, Klavier- und Orgelkompositionen umfasst. <\/p>\n<p> Benedict Taylor behandelt in seinem Beitrag die \u00e4sthetischen Qualit\u00e4ten des \u00f6ffentlichen und des privaten Edward Elgar anhand grundlegender Schl\u00fcsselthemen in seiner Musik sowie deren Rezeption. \u2013 Elgar und die Religion: Julian Rushton er\u00f6rtert anhand von geistlichen Kompositionen das Spannungsverh\u00e4ltnis des Katholiken Elgar in der sp\u00e4tviktorianisch gepr\u00e4gten anglikanischen Gesellschaft. <\/p>\n<p> Kompositionen wie \u00abThe Banner of St George\u00bb, \u00abThe Crown of India\u00bb und \u00abThe Spirit of England\u00bb, die von Elgars idealistischem Nationalismus gen\u00e4hrt sind, stehen im Mittelpunkt von Meinrad Sarembas Untersuchung zum Themenkreis Elgar, die Nation und das Empire. \u2013 J\u00fcrgen Schaarw\u00e4chter befasst sich mit Elgars disparatem Vokalschaffen, seiner Textauswahl f\u00fcr die etwa 60 Sololieder, 40 Chorges\u00e4nge, vier geistlichen Oratorien und die Kantaten und w\u00fcrdigt den Einfluss seiner Frau Alice, einer profilierten Literatin. <\/p>\n<p> In \u00abElgars Kompositionstechnik und die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen\u00bb (Untertitel) analysiert Michael Gassmann die Kompositionsverfahren und den Personalstil des konservativen Neuerers zwischen Modernit\u00e4t und Epigonentum und arbeitet die wesentlichen Unterschiede in der Musikerausbildung in England und auf dem Kontinent seit der Klassik heraus. \u2013 Facetten der Moderne in Elgars Musik deckt J.P.E. Harper-Scott in seinem Beitrag auf, in dem er den Phasen der k\u00fcnstlerischen Entwicklung Elgars nachgeht, den konservativen und den progressiven Elementen, den Einfl\u00fcssen der musikalischen Revolution der Moderne auf sein Schaffen. <\/p>\n<p> <strong><em>Zitat aus dem Buch: <\/em><\/strong><br \/> \u00abElgar bewahrte sich eine Unbefangenheit im Umgang mit fremdem Material, die den Komponisten des 18. Jahrhunderts noch eigen war, denen des 19. und 20. Jahrhunderts aber abhanden kam. Zugleich hatte er einen hellwachen Sinn f\u00fcr die neuesten kompositorischen Tendenzen seiner Zeit (erst Brahms und Wagner, dann Strauss) und verwandelte sie sich an.\u00bb (Michael Gassmann, Seite 95) <br \/> <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Edward Elgar. Reihe Musik-Konzepte, Band 159. Neue Folge, herausgegeben von Ulrich Tadday. I\/2013, edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, M\u00fcnchen. 130 Seiten mit Abbildungen und Notenbeispielen. \u20ac 24,\u2013. Fr. 34.40. <\/p>\n<p> siehe auch: <br \/> <a href=\"http:\/\/212.60.37.143\/rezensionen_ind2.php?art=693\">Musik-Konzepte: Arthur Sullivan<\/a><br \/> <a href=\"http:\/\/212.60.37.143\/rezensionen_ind2.php?art=489\">Musik-Konzepte: Frederick Delius<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11.03.2013 &#8212; Sein Name evoziert die f\u00fcnf patriotischen \u00abPomp-and-Circumstance\u00bb-M\u00e4rsche, das Cellokonzert, die Enigma-Variationen, das Oratorium \u00abThe Dream of Gerontius\u00bb. 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