{"id":763,"date":"2014-01-12T09:38:34","date_gmt":"2014-01-12T09:38:34","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/musik-konzepte-adriana-hoelszky\/"},"modified":"2014-01-12T09:38:34","modified_gmt":"2014-01-12T09:38:34","slug":"musik-konzepte-adriana-hoelszky","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/musik-konzepte-adriana-hoelszky\/","title":{"rendered":"Musik-Konzepte: Adriana H\u00f6lszky"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2013\/adri22713.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>22.07.2013 &#8212; Das Musiktheaterst\u00fcck \u00abBremer Freiheit\u00bb, 1988 in M\u00fcnchen mit grossem Erfolg uraufgef\u00fchrt, brachte ihr den internationalen Durchbruch: Adriana H\u00f6lszky, 1953 als Rum\u00e4niendeutsche in Bukarest geboren und dort in den F\u00e4chern Klavier und Komposition ausgebildet, \u00fcbersiedelt 1976 nach Westdeutschland, wo sie in Stuttgart lehrt, sp\u00e4ter dann am Mozarteum Salzburg. <\/p>\n<p> Mit einer Vielzahl nicht gattungsgebundener Werke z\u00e4hlt sie zu den innovativsten zeitgen\u00f6ssischen Komponistinnen. Die kulturelle Vielfalt, die sie in Rum\u00e4nien erlebte, reflektiert sie auch in ihrem Schaffen, verbindet sie mit \u00e4sthetischen Kriterien, die sie in der Bundesrepublik kennenlernte. Grunds\u00e4tzlichen Fragen ihres Komponierens sowie Untersuchungen von Form- und Denkstrukturen der Musik Adriana H\u00f6lszkys gehen die drei Autorinnen und die f\u00fcnf Autoren des Musik-Konzepte-Doppelbandes 160\/161 nach. <\/p>\n<p> In ihrem Beitrag \u00abMetamorphose und Explosion\u00bb befasst sich Maria Kostakeva mit Aspekten des Kompositionsstils von Adriana H\u00f6lszky, die sich mit Naturph\u00e4nomenen und -prozessen, mit Visuellem und Bildnerischem assoziieren lassen am Beispiel von Werken wie \u00abDie Hunde des Orion\u00bb, \u00abFormicarium\u00bb, \u00abDer gute Gott von Manhattan\u00bb und \u00abHYBRIS\/Niobe\u00bb. \u2013 Schlaglichter auf Adriana H\u00f6lszkys Umgang mit literarischen Texten wirft Julia Hinterberger unter dem Titel \u00abZwischen &#8218;Sprachzertr\u00fcmmerung&#8216; und &#8218;Textkonservierung&#8217;\u00bb, wobei sie in drei Werken den Spuren von Ingeborg Bachmann in H\u00f6lszkys Musik nachgeht. \u2013 \u00abDie Klarheit des strukturellen Denkens\u00bb: Diesen Titel, ein Zitat der Komponistin, setzt Eva-Maria Houben \u00fcber ihren Beitrag, in dem sie die Strukturen und Klangr\u00e4ume des Szenischen Konzertst\u00fccks \u00abCountdown\u00bb analysiert. <\/p>\n<p> Erweiterungen der traditionellen Oper, Instrumentation, Differenzierung des Vokalbereichs, Relation Text\u2013Musik in Adriana H\u00f6lszkys \u00abTrag\u00f6dia\u00bb und hauptgewichtig in \u00abBremer Freiheit\u00bb deckt J\u00f6rn Peter Hiekel in \u00abChaotische Zust\u00e4nde auskomponieren\u00bb auf. \u2013 Ebenfalls Fragen im Zusammenhang mit musiktheatralen Werken, klingenden Skulpturen, der Ausweitung des akustischen Raums er\u00f6rtert Martin Zenck unter der \u00dcberschrift \u00abOrdnungen des Unsichtbaren\/H\u00f6rbaren und des Sichtbaren\/Unh\u00f6rbaren\u00bb anhand von \u00abTrag\u00f6dia. Der unsichtbare Raum\u00bb und \u00abDie W\u00e4nde\u00bb nach Jean Genet. \u2013 Hartmut M\u00f6ller stellt Adriana H\u00f6lszkys Arbeitsskizzen zur Oper \u00abDer gute Gott von Manhattan\u00bb ins Zentrum seiner Untersuchung \u00abKraftfelder aus komplement\u00e4ren Energien\u00bb.<\/p>\n<p> Raumdisposition, Instrumentenkombination, Kl\u00e4nge und theatralische Implikationen, Notationseigenheiten sind Stichworte im Beitrag \u00ab\u2026 ein musikalisches Theater <em>en miniature<\/em> \u2026\u00bb von Stefan Drees \u00fcber f\u00fcnf konzertante Kompositionen Adriana H\u00f6lszkys. \u2013 Die Komponistin selbst kommt zu Wort in Wolfgang Gratzers \u00abMehr oder weniger verstehen\u00bb mit Eigendeutungen und Werkkommentaren; beigef\u00fcgt ist eine Zusammenstellung ihrer schriftlichen \u00c4usserungen (Aufs\u00e4tze, Programmheft-Texte, Vortr\u00e4ge, Gespr\u00e4che). <\/p>\n<p> Den illustrierten, mit Notenbeispielen und Faksimiles bereicherten Doppelband beschliessen die Abstracts, bibliografische Hinweise, die Zeittafel zu Leben und Werk Adriana H\u00f6lszkys und die Kurzbiografien der Autorinnen und Autoren. <\/p>\n<p> <strong><em>Zitat aus dem Buch: <\/em><\/strong><br \/> \u00abDenn wie im &#8218;Guten Gott von Manhattan&#8216; thematisiert Adriana H\u00f6lszky in ihren Werken immer von neuem die Spannung von Freiheit des Individuums und von gesellschaftlicher Bedingtheit. Sie erweist sich als eine Komponistin, die sich kritisch mit einer Gesellschaft auseinandersetzt, in der Gewalt, Ausgrenzung und Grausamkeit immer noch an der Tagesordnung sind.\u00bb (aus dem Beitrag von Hartmut M\u00f6ller, Seite 150) <br \/> <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Adriana H\u00f6lszky. Reihe Musik-Konzepte, Band 160\/161. Neue Folge, herausgegeben von Ulrich Tadday. IV\/2013, edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, M\u00fcnchen. 188 Seiten mit Abbildungen und Notenbeispielen. \u20ac 28,\u2013. Fr. 38.40. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>22.07.2013 &#8212; Das Musiktheaterst\u00fcck \u00abBremer Freiheit\u00bb, 1988 in M\u00fcnchen mit grossem Erfolg uraufgef\u00fchrt, brachte ihr den internationalen Durchbruch: Adriana H\u00f6lszky,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-763","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/763","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=763"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/763\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}