{"id":805,"date":"2014-01-12T13:08:47","date_gmt":"2014-01-12T13:08:47","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/gewissen-und-bewusstsein-in-bern\/"},"modified":"2014-01-12T13:08:47","modified_gmt":"2014-01-12T13:08:47","slug":"gewissen-und-bewusstsein-in-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/gewissen-und-bewusstsein-in-bern\/","title":{"rendered":"\u00abGewissen und Bewusstsein\u00bb in Bern"},"content":{"rendered":"<table cellpadding=\"10\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"430\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><strong>27.05.2005 &#8212; Das Festival \u00abScience et Cit\u00e9\u00bb \u2013 getragen von Schweizer Wissenschaftsorganisationen \u2013 ist heute eine der ganz grossen Kisten in Sachen \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr die Anliegen von Forschung und Wissenschaft. Mehrere originelle Konzerte in Bern unterstrichen den Anspruch.<\/strong><\/p>\n<p> In den Grossanlass, der in rund 20 St\u00e4dten der Schweiz \u00fcber die B\u00fchne gegangen ist, hat man auch die \u00abWoche des Gehirns\u00bb integriert, die das Bewusstsein des allgemeinen Publikums f\u00fcr die Fragestellungen der Neurologie sch\u00e4rfen sollten. Was ist Bewusstsein? Was ist Gewissen? waren die Fragen, die heuer dabei im Zentrum standen. Niederschlag gefunden haben sie in so unterschiedlichen Formen wie Vortr\u00e4gen, Gespr\u00e4chsrunden, Diskussionen, Ausstellungen, Filmen, Theater, Performances, Konzerten und Tanzdarbietungen.<\/p>\n<p><\/span><\/span><center>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; <br \/><strong>Die Weblinks<\/strong><br \/> Science et Cit\u00e9:<br \/> <a href=\"http:\/\/www.science-et-cite.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> www.science-et-cite.ch <\/a><br \/> Festival 2005:<br \/> <a href=\"http:\/\/festival05.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> festival05.ch<\/a> <br \/> BeJazz Bern:<br \/> <a href=\"http:\/\/www.bejazz.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.bejazz.ch<\/a> <br \/> Werkstatt f\u00fcr Improvisierte Musik Bern:<br \/> <a href=\"http:\/\/www.music.ch\/wimbern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> www.music.ch\/wimbern<\/a> <br \/> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/center><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><br \/> F\u00fcr Musikschaffende, die sonst eher M\u00fche haben, f\u00fcr ihre Projekte das n\u00f6tige Geld aufzutreiben, ist der Anlass zu einer Art unerwartetem Honigtopf geworden. Vor allem in Bern hat man die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mit einer ganzen Reihe h\u00f6chst anregender Konzerte das vorgegebene Thema \u00abGewissen &amp; Bewusstsein\u00bb musikalisch aufgearbeitet.<\/p>\n<p> So sind in dem Rahmen f\u00fcr eine Konzertreihe dem Verein BeJazz Betr\u00e4ge zur Verf\u00fcgung gestanden, die sonst jenseits der M\u00f6glichkeiten liegen. Und die \u00abWerkstatt f\u00fcr improvisierte Musik\u00bb (WIM), die ihren Ursprung in der Avantgardeszene der E-Musik hat, hat dank dem Zuschuss in Zusammenarbeit mit Vertretern der Hirnforschungsabteilung der Psychiatrischen Universit\u00e4tsklinik Bern den Versuch unternommen, kollektive Improvisation und Feedbacks aus Videoaufnahmen der Musikerinnen und Musiker sowie w\u00e4hrend des Spielens registrierten physiologischen Daten ein Gesamtkunstwerk zu formen. <\/p>\n<p><\/span><\/span><center> <\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"right\" valign=\"bottom\" width=\"200\"><span class=\"txt-s-black\"><strong>Susanne Daeppen registriert als Kameraufrau im Projekt \u00abComunicaci\u00f3n invisible\u00bb improvisatorische Aktionen der Bassistin Cristin Wildbolz.<\/strong><\/span><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/4ScienceCite.jpg\" border=\"0\" alt=\"Susanne Daeppen registriert als Kameraufrau im Projekt \u00abComunicaci\u00f3n invisible\u00bb improvisatorische Aktionen der Bassistin Cristin Wildbolz\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> \u00abComunicaci\u00f3n invisible\u00bb nannte die WIM ihr Projekt, das zehn Musiker, eine Kamerafrau, zwei bildende K\u00fcnstler und zwei Mediziner auf der B\u00fchne vereinte \u2013 \u00abdirigiert\u00bb vom in Barcelona lebenden Pianisten und Komponisten Josep-Maria Balany\u00e0. Das aus zehn Musikern bestehende Ensemble mit Klavier, Schlagzeug sowie je einer Streicher- und einer Bl\u00e4sergruppe erwies sich dabei als hochklassiges, einfallsreiches und \u00fcberaus klangsubtiles Orchester, in dessen abstrakte akustische Texturen sich die an die Wand projizierten Feedbacks aus der Videokamera atmosph\u00e4risch bestens einf\u00fcgten. Die live ausgelesenen Hirnstr\u00f6me, Puls- und Kehlkopfdaten hingegen stellten kaum mehr als einen episodenhaft zugespielten Nebenkriegsschauplatz dar.<\/p>\n<p> Aus dem Material h\u00e4tte sich mehr machen lassen. Der M\u00f6glichkeiten dazu h\u00e4tte es sicherlich viele gegeben. Vorstellbar w\u00e4re etwa gewesen, die gewonnenen Datenkurven f\u00fcr Filter von ebenfalls live zugespielten Aufnahmen der Improvisationen zu nutzen oder etwa das Licht damit zu modulieren, was den Musikern die Gelegenheit gegeben h\u00e4tte, auf das Feedback wiederum spontan zu reagieren. So oder so ist zu hoffen, dass die interessante und entwicklungsf\u00e4hige Zusammenarbeit von Medizinern und Musikern eine Fortsetzung findet.<\/p>\n<p><\/span><\/span> <\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/3ScienceCite.jpg\" border=\"0\" alt=\"Hans Burgener an der Geige und der Schlagzeuger Markus Lauterburg zollen dem Zentralnervensystem ihren Tribut\" \/><\/td>\n<td align=\"left\" valign=\"bottom\" width=\"200\"><span class=\"txt-s-black\"><strong>Hans Burgener an der Geige und der Schlagzeuger Markus Lauterburg zollen dem Zentralnervensystem ihren Tribut.<br \/><\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> Der Verein BeJazz nahm eine Auff\u00fchrung von D\u00fcrrenmatts St\u00fcck \u00abDer Mitmacher\u00bb zum Ausgangspunkt des eigenen Zyklus, der konsequenterweise unter dem Label \u00abDer Mitmacher \u2013 contemporary jazz goes scientific\u00bb segelte. Aus zahlreichen Eingaben wurden f\u00fcnf Projekte ausgew\u00e4hlt, die sich mit dem Text des St\u00fcckes und vor allem dem opulenten Nachwort des Berner Dramatikers zum eigentlichen Theatertext auseinandersetzten.<\/p>\n<p> Herausgekommen sind dabei \u00abDeclaring the Self\u00bb von Angelica Niescier, eine Performance f\u00fcr vier klassische Stimmen, Jazztrio und Videok\u00fcnstler, \u00abDie Liebe schweigt;\u00bb (Das Semikolon ist kein Druckfehler) von Trudi Strebi, eine Komposition f\u00fcr Jazzsextett und Rezitatorin, \u00abDie ErFolgsamen\u00bb, eine \u00abRhapsodie f\u00fcr Klavier, Keyboard, diverse Trommeln und Stimme\u00bb von Michael Birkenmeier, \u00abJudas\u00bb oder \u00abIch verdanke Deinem Schicksal meine \u00dcberzeugung\u00bb, ein videotonales Spektakel f\u00fcr \u00abKomponistin, K\u00fcnstler, Theoretiker, neun Streicher und Timpani\u00bb von Araxi Karnusian sowie \u00abKnock-out Maus\u00bb ein interaktives St\u00fcck f\u00fcr \u00abzwei Stimmen, zwei Kontrabassklarinetten, Komputer und Visualizer\u00bb von Jan Galega Br\u00f6nnimann.<\/p>\n<p><\/span><\/span><center> <\/p>\n<table style=\"width: 350px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/1ScienceCite.jpg\" border=\"0\" alt=\"Daniel Pezzotti (Cello), Danilo Moccia (Posaune), Fabian Gisler (Bass) und Reto Suhner (Saxophon), vier der sieben Musiker, die das hochklassige Kompositionsprojekt \u00abDie Liebe schweigt;\u00bb der Ostschweizer Jazzerin Trudi Strebi umsetzten\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><center><strong>Daniel Pezzotti (Cello), Danilo Moccia (Posaune), Fabian Gisler (Bass) und Reto Suhner (Saxophon), vier der sieben Musiker, die das hochklassige Kompositionsprojekt \u00abDie Liebe schweigt;\u00bb der Ostschweizer Jazzerin Trudi Strebi umsetzten.<\/strong><\/center><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center><span class=\"txt-m-black\"><\/p>\n<p> Gerade bei den BeJazz-Konzerten bedauerte man die durch das Festival vorprogrammierte Ballung von f\u00fcnf h\u00f6chst interessanten Projekten an aufeinanderfolgenden Tagen. Sie machte es dem Durchschnittskonsumenten beinahe unm\u00f6glich, alle Werke zur Kenntnis zu nehmen. Bedauernswert ist das nicht zuletzt f\u00fcr die Musikerinnen und Musiker selber, die &#8211; wenn sie schon einmal die Gelegenheit zu einem solchen Vorhaben haben &#8211; nicht auf die ihnen individuell zustehende Beachtung hoffen k\u00f6nnen. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span class=\"txt-s-black\">Konzerte in Bern im Rahmen von \u00abGewissen &amp; Bewusstsein &#8211; ein Fest der Wissenschaft und der K\u00fcnste\u00bb, 20. bis 24. Mai 2005<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27.05.2005 &#8212; Das Festival \u00abScience et Cit\u00e9\u00bb \u2013 getragen von Schweizer Wissenschaftsorganisationen \u2013 ist heute eine der ganz grossen Kisten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-805","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ereignisbesprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/805","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=805"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/805\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=805"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=805"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=805"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}