{"id":810,"date":"2014-01-12T13:12:34","date_gmt":"2014-01-12T13:12:34","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/kind-und-kagel-im-musikmuseum-basel\/"},"modified":"2014-01-12T13:12:34","modified_gmt":"2014-01-12T13:12:34","slug":"kind-und-kagel-im-musikmuseum-basel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/kind-und-kagel-im-musikmuseum-basel\/","title":{"rendered":"\u00abKind und Kagel\u00bb im Musikmuseum Basel"},"content":{"rendered":"<table cellpadding=\"10\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"430\"><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><strong>13.01.2006 &#8212; Das Musikmuseum des Historischen Museums Basel zeigt eine erste Wechselausstellung: Thema sind die Klangerzeuger f\u00fcr Kinder, die der Komponist Mauricio Kagel 1971 anl\u00e4sslich des K\u00f6lner Kurses f\u00fcr Neue Musik entwickelte. <\/strong><\/p>\n<p> 1971 leitete der argentinischst\u00e4mmige und seit 1957 in K\u00f6ln lebende Komponist Mauricio Kagel anl\u00e4sslich der K\u00f6lner Kurse f\u00fcr Neue Musik eine Veranstaltung zum Thema \u00abKinderinstrumente\u00bb, die so fantasievolle Klangerzeuger wie die Saugnapfrolle, Klappersandalen oder das H\u00f6rspielh\u00e4uschen hervorbrachte. Die Kreationen mit den mehr oder weniger selbsterkl\u00e4renden Namen sollten auch Alternativen zu g\u00e4ngigen p\u00e4dagogischen Instrumentarien entwerfen.<\/p>\n<p><\/span><\/span><center>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; <br \/><strong>Die Weblinks<\/strong><br \/> Musikmuseum Basel:<br \/> <a href=\"http:\/\/www.musikmuseum.ch\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.musikmuseum.ch<\/a><br \/> Paul Sacher Stiftung:<br \/> <a href=\"http:\/\/www.paul-sacher-stiftung.ch\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.paul-sacher-stiftung.ch<\/a><br \/> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/center><span class=\"txt-m-black\"><span class=\"txt-m-black\"><br \/> Wie unz\u00e4hlige andere Komponisten des 20. Jahrhunderts vertraut auch Kagel Materialien zu seinem Werk der Basler Paul Sacher Stiftung an. Die Kagel-Best\u00e4nde der Stiftung sind in den letzten Jahren um eine umfangreiche Sammlung von Instrumenten und Objekten zu den \u00abinstrumentalen Theatern\u00bb des argentinischen Musikers erg\u00e4nzt worden.<\/p>\n<p> Aus diesen Kollektionen w\u00e4hlten die Verantwortlichen die Kinderinstrumente f\u00fcr die Ausstellung, weil sie eine relativ handliche und gut abgegrenzte Thematik charakterisieren und sich an ihnen exemplarisch auch interessante R\u00fcckschl\u00fcsse auf den allgemeinen Umgang Kagels mit Klangerzeugern ziehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p> Wer allerdings meint, dass der Nichteurop\u00e4er mit seinen fantasiereichen Neusch\u00f6pfungen bloss einen Kontrapunkt zur jahrhundertealten abendl\u00e4ndischen Tradition von Instrumentenbau und P\u00e4dagogik setzt, muss sich dabei eines Besseren belehren lassen. Theodor Fuchs, Kagels Dirigierlehrer in Buenos Aires, war ein Sch\u00fcler des legend\u00e4ren Instrumentenkundlers Curt Sachs, bevor er in die Migration gezwungen wurde.<\/p>\n<p> So setzte sich Kagel, der Sachs\u2019 \u00abReal-Lexikon der Musikinstrumente\u00bb nach eigenen Worten \u00abaufw\u00fchlend\u00bb fand, auch intensiv mit Werken wie dem \u00abGabinetto Armonico\u00bb von Filippo Bonanni aus dem 18. Jahrhundert oder dem \u00abSyntagma Musicum\u00bb von Michael Praetorius auseinander. <\/p>\n<p> Aus dem \u00abGabinetto\u00bb stammt \u00fcbrigens die Idee zu den Klappersandalen. Die Inspiration dazu lieferten die sogenannten \u00abScabelle\u00bb, die antike Chorf\u00fchrer nutzten, um ihren S\u00e4ngern den Takt vorzugeben. <\/p>\n<p><\/span><\/span> <\/p>\n<table cellpadding=\"4\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2006\/050112kagel2.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td align=\"left\" valign=\"bottom\"><span class=\"txt-s-black\"><strong>Kagel experimentiert gerne mit allen Arten von Instrumenten, auch exotischen oder selbst erfundenen. (Foto: Paul Sacher Stiftung)<\/strong><br \/><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <span class=\"txt-m-black\"><br \/> Im Grunde genommen ist eine \u00abAusstellung\u00bb der Kinder zugedachten Kreationen allerdings ein Unding, geht es dem argentinischen Avantgardisten doch eben gerade nicht darum, Objekte zu Zwecken der stummen Admiration zu kreieren. Vielmehr zeigt sich Sinn und Zweck der Klangerzeuger erst im Gebrauch. <\/p>\n<p> Dem tr\u00e4gt die auf zwei kleinere R\u00e4ume verteilte und \u00e4usserlich eher unspektakul\u00e4r anmutende, aber informative Ausstellung Rechnung. Der Besucher wird dazu animiert, das Klangpotential der Kreationen \u2013 am klingenden Flipperkasten sogar im Kollektiv \u2013 selber zu erforschen und etwas von der Aufbruchstimmung zu sp\u00fcren, die in dem Kurs von 1971 geherrscht haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p> Im zweiten, mit weiteren Dokumenten zu Kagels Werk ausstaffierten Raum pl\u00e4diert der Komponist in einem Video des WDR f\u00fcr die Freiheit der kindlichen Fantasie und den Abschied vom musikalischen \u00abUnteroffiziers-Drill\u00bb. Dass es sich bei dem Ausstellungsort um eine ehemalige Gef\u00e4ngniszelle handelt, entbehrt da nicht einer gewissen Ironie. Die Szenerie k\u00f6nnte deshalb durchaus selber einem kagelschen Musiktheater entsprungen sein. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span class=\"txt-s-black\">\u00abKind und Kagel &#8211; Mauricio Kagel und seine Kinderinstrumente\u00bb, Musikmuseum Basel, Im Lohnhof 9, 13. Januar bis 9. Juli, Mittwoch bis Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen. Spezielle \u00d6ffnungszeiten an Feiertagen und Fasnacht. Webseite: <a href=\"http:\/\/www.musikmuseum.ch\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.musikmuseum.ch<\/a> <\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13.01.2006 &#8212; Das Musikmuseum des Historischen Museums Basel zeigt eine erste Wechselausstellung: Thema sind die Klangerzeuger f\u00fcr Kinder, die der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musikgeschichte","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/810\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}