{"id":907,"date":"2014-01-12T16:26:03","date_gmt":"2014-01-12T16:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/klavierwerke-von-schostakowitsch\/"},"modified":"2014-01-12T16:26:03","modified_gmt":"2014-01-12T16:26:03","slug":"klavierwerke-von-schostakowitsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/klavierwerke-von-schostakowitsch\/","title":{"rendered":"Klavierwerke von Schostakowitsch"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/schosta060504.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>07.05.2004 &#8212; Seine angestrebte grosse Pianistenkarriere brach bereits 1927 ein. Der damals 21-j\u00e4hrige Dmitri Schostakowitsch durfte als Mitglied der offiziellen sowjetischen Gruppe am Ersten Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau teilnehmen. Der 19-j\u00e4hrige Lew Oborin, sp\u00e4terer Partner von David Oistrach, gewann den 1. Preis. Schostakowitsch erhielt lediglich eine lobende Erw\u00e4hnung. Die Hoffnung auf eine eintr\u00e4gliche internationale Karriere als Klaviervirtuose schwand, was umso bedr\u00fcckender war, weil der Tod von Dmitris Vater 1922 die Familie in finanzielle Not gest\u00fcrzt hatte. <\/p>\n<p> Schostakowitsch, auf Verdienst angewiesen, setzte nun auf die Karte Komponist. 1926 hatte er seine erfolgreiche 1. Sinfonie und seine 1. Klaviersonate fertiggestellt, 1927 folgten die zehn Aphorismen op. 13 f\u00fcr Klavier. Zwar trat er immer wieder als eloquenter Pianist, als Interpret eigener Werke in Erscheinung, doch das Hauptgewicht seines Schaffens lag nach 1927 auf dem Komponieren. Dass er sich damit in ein Gebiet begab, welches ihn in der stalinistischen \u00c4ra zu herben Konzessionen zwang, musste er bald genug leidvoll erfahren. <\/p>\n<p> Mit seiner Entt\u00e4uschung und den verbauten M\u00f6glichkeiten nach dem Chopin-Wettbewerb mag zusammenh\u00e4ngen, dass Schostakowitsch nur ein zahlenm\u00e4ssig kleines \u0152uvre f\u00fcr Klavier solo beziehungsweise zwei Klaviere geschaffen hat. <\/p>\n<p> Einen erhellenden Einblick in Schostakowitschs Klavierschaffen von den Miniaturen der Jugendzeit (f\u00fcnf Pr\u00e4ludien aus op. 2, 1921; drei phantastische T\u00e4nze op. 5, 1922) bis zur 2. (letzten) Klaviersonate op. 61 (komponiert 1942, zwischen den Sinfonien 7 und 8) gew\u00e4hrt Vladimir Ashkenazys j\u00fcngstes Album. Es enth\u00e4lt ausserdem die zehn Aphorismen op. 13 und f\u00fcnf Adaptionen, die Schostakowitsch von Ballettnummern fertigte. <\/p>\n<p> In den diversen Stilen von Schostakowitschs Klaviermusik erweist sich Ashkenazy (er hat bereits die 24 Pr\u00e4ludien und Fugen op. 87 eingespielt) als kenntnisreicher, ebenso subtil wie nervig gestaltender Interpret. Nicht die pianistische Brillanz stellt er in den Vordergrund, vielmehr lotet er die Doppelb\u00f6digkeit vieler S\u00e4tze aus mit differenziertem, zuweilen sperrig wirkendem Anschlag und subtiler Pedalbehandlung. Einer polierten Oberfl\u00e4che beugt er vor durch aufgeraute Faktur, durch starkes Relief auch in den Begleitstimmen. Strenge Linienf\u00fchrung verbindet sich mit agogischer Flexibilit\u00e4t, anmutige Melodik mit ironischer Brechung. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Shostakovich: Piano Works. Vladimir Ashkenazy, Klavier. (Decca SACD 470 649-2; 62\u2019)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>07.05.2004 &#8212; Seine angestrebte grosse Pianistenkarriere brach bereits 1927 ein. 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